Hippel-Lindau Erkrankung
Bei der von Hippel-Lindau Erkrankung handelt es sich um eine seltene Erbkrankheit mit Gefäßmissbildungen am Auge, dem zentralen Nervensystem, Zysten in Niere und Bauchspeicheldrüse, sowie Tumore der Niere und der Nebenniere, eventuell auch im Bereich der Bauchspeicheldrüse, dem Innenohr und dem Nebenhoden.
Am häufigsten treten die Gefäßmissbildungen am Augenhintergrund und am Gehirn auf. An zweiter Stelle folgen die hormonproduzierenden Tumore der Nebenniere, an dritter Stelle die Nierentumore.
Das Alter bei dem die ersten Krankheitszeichen auftreten ist variabel und läßt sich schwer voraussagen. Meist treten die Veränderungen zwischen dem 15. und 35. Lebensjahr erstmalig in Erscheinung. Ebenso läßt sich die Zahl der betroffenen Organe und der Schweregrad der Erkrankung nur schwer voraussagen. Deshalb führen wir für die betroffenen Patienten und deren Angehörige regelmäßige Kontrolluntersuchungen durch.
Durch enge Zusammenarbeit mit der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, der Klinik für Neurochirurgie und der Klinik für Urologie des Alfried Krupp Krankenhaus, sowie mit der Humangenetik und der Augenklinik der Universität Essen und den molekulargenetischen Bestimmungen durch Herrn Professor Dr. med. Hartmut Neumann von der Universitätsklinik Freiburg können wir das gesamte Spektrum der von Hippel-Lindau Erkrankung diagnostizieren und behandeln.
