Morbus Osler

Beim Morbus Osler, auch hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie genannt, handelt es sich um eine seltene Erbkrankheit der Blutgefäße und des umliegenden Gewebes.
Dabei entwickeln sich Wandausbuchtungen der kleinen Blutgefäße und Kurzschlussverbindungen zwischen Arterien und Venen. Typischerweise zeigen sich diese Veränderungen am deutlichsten in Form von stecknadel- bis reiskorngroßen roten Flecken (Teleangiektasien) im Bereich der Haut und Schleimhäute besonders in der Nase und dem Rachenraum. Diese Gefäßerweiterungen sind besonders verletzlich und können leicht platzen, was kleinere Blutungen zur Folge hat. Daneben können von dieser Erkrankung auch Gehirn, Lunge und Leber betroffen sein. In diesen Organen können große Gefäßfehlbildungen (Erweiterungen und Kurzschlussverbindungen) zu lebensbedrohlichen Blutungen führen. 

Die Diagnose Morbus Osler wird nach international festgelegten Kriterien gestellt. Jeder Organbefall bedarf einer gesonderten Therapie, die im Einzelfall von einer Hormontherapie bis zu einem Verschluss der Kurzschlüsse reicht. 

In enger Zusamenarbeit mit der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie und der Klinik für HNO-Heilkunde unseres Hauses können wir das gesamte Spektrum des Morbus Osler diagnostizieren und behandeln. 

Weiterhin bieten wir auch die Untersuchung und Beratung von Angehörigen von Erkrankten an. 

Wenn Sie einen Termin vereinbaren möchten, wenden Sie sich bitte an unser Sekretariat unter Telefon 0201 434-2545.

Letzte Änderung: Freitag, 19.08.2011

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