Rettung für die Beine: Rotationsthrombektomie

Dr. med. Christian Jacke,
Facharzt für Innere Medizin, Angiologie, Kardiologie und Notfallmedizin am Alfried Krupp Krankenhaus

Leitung Abteilung Angiologie
Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie

 

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Schmerzen beim Gehen oder Treppensteigen: Häufigste Ursache hierfür sind Ablagerungen in den Arterien, die die Durchblutung stören. Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAVK), auch Schaufensterkrankheit genannt, kann unbehandelt zu offenen Beinen, zum Verlust des Beins und sogar zu lebensgefährlichen Komplikationen führen. Dr. med. Christian Jacke ist Spezialist für die Behandlung von Verschlusskrankheiten. Seit Juli ist der Facharzt für Innere Medizin, Angiologie, Kardiologie und Notfallmedizin am Alfried Krupp Krankenhaus tätig. Zur Rettung der Gliedmaßen bei akutem Beinarterien-Verschluss setzt er erfolgreich das fortschrittliche Rotationsthrombektomie-Verfahren (Rotarex-System) ein.

Zunehmende Schmerzen oder gar Verfärbungen der Zehen sind ein ernstzunehmender Hinweis auf einen Verschluss der Beinarterie. „Mittels einer Angiographie können wir schnell feststellen, ob die Beinarterie durch ein Blutgerinnsel verstopft ist. Eine Therapie mit blutverdünnenden Medikamenten reicht dann nicht mehr aus. In diesen Fällen kommt eine Mini-Fräse zum Einsatz“, erklärt Dr. med. Christian Jacke, Leiter der Abteilung für Angiologie, der das Team der Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie unter der Leitung von Chefarzt Dr. med. Thomas Nowak verstärkt.

Für das Rotationsthrombektomie-Verfahren benötigt der Patient lediglich eine lokale Betäubung. Die Behandlung wird direkt im Gefäß durchgeführt. Über eine kleine Punktion in der Leiste wird der Katheter mit einem kleinen Bohrer in die Arterie eingeführt. Dann wird pro Sekunde bis zu einem Millimeter der Ablagerungen in der Arterie gelöst, von dem Katheterkopf aufgesogen und aus dem Körper des Patienten transportiert. Je nach Beschaffenheit der Arterie kann diese im Anschluss mit einem Stent, einem Röhrchen zum Offenhalten von Gefäßen, stabilisiert werden.

Die Therapie zeichnet sich durch eine niedrige Komplikationsrate und gute, nachhaltige Erfolge hinsichtlich der Vermeidung von Amputationen aus. Nach dem minimal invasiven Eingriff erhält der Patient entsprechende Medikamente, um die Blutgerinnung und Blutfette so zu regulieren, dass sie auf den weiteren Heilungsverlauf positiv einwirken. Dieser kann im Alfried Krupp Krankenhaus ambulant und in enger Kooperation mit den betreuenden Hausärzten kontrolliert werden.

Übrigens: Die Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie setzt noch eine weitere innovative Kathetertechniken zur Behandlung der PaVK ein. Alle Infos zu Shockwave finden Sie hier.

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