Hinweis Anfahrt Zentrale Notfall Menü Kontakt Suche Sprache Schließen Pfeil mehr PDF öffnen/schließen Herunterladen Herunterladen Plus Minus Teilen E-Mail Facebook Twitter YouTube WhatsApp Kalender Abspielen Pausieren Lautstärke nach unten Warnung Hochladen Info Allgemein- und Viszeralchirurgie Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin

Behandlungsspektrum der Abteilung für Elektrophysiologie

Abteilung für Elektrophysiologie

Sekretariat 
Jessica Cipria
Telefon 0201 434-4550
Telefax 0201 434-4559
elektrophysiologie@krupp-krankenhaus.de

Die Abteilung Elektrophysiologie der Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Gastroenterologie und Intensivmedizin am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid bietet ihren Patienten ein breites Behandlungsspektrum. Nähere Informationen zur Behandlung finden Sie auf dieser Seite.

Die Abteilung setzt zu Diagnose und Therapie folgende Leistungen ein:

  • 12-Kanal-EKG
  • Belastungs-EKG
  • EKG-Beurteilung unter medikamentöser Provokation
  • Langzeit-EKG ( bis zu sieben Tage in Folge)
  • Implantation von sogenannten „ Ereignisrecordern“ zur Aufzeichnung von Herzrhythmusstörungen oder Abklärung unklarer Bewusstlosigkeit
  • Kipptischuntersuchungen (Abklärung von Bewusstlosigkeit und Synkopen)
  • Erstellen individueller Behandlungsstrategien für die Therapie verschiedener Herzrhythmusstörungen
  • Elektrophysiologische Diagnostik (EPU) und gegebenenfalls Katheterablation (AVNRT, WPW/ akzessorische Bahnen, typisches und atypisches Vorhofflattern, ektope atriale Tachykardien, Ventrikuläre Tachykardien, Ausflusstrakttachykardien)
  • Elektrokardioversion
  • Transthorakale Echokardiographie (Herzultraschall)
  • transösophageale Echokardiographie („Schluckultraschall“)
  • Cardio–CT, Cardio MRT
  • Labordiagnostik bei vererbbaren Herzrhythmusstörungen (LQTS, Brugada-Syndrom und andere)
  • Abfrage und Kontrolle von Schrittmachern, Defibrillatoren und CRT-Systemen
  • Telemedizinische Nachsorge von Schrittmachern, Defibrillatoren und CRT-Systemen

Anfallsartiges oder anhaltendes Vorhofflimmern

Hier bestehen üblicherweise zahlreiche kreisende Erregungen in den Vorhöfen, die zu einer schnellen und unregelmäßigen elektrischen Erregung führen. Von großer Bedeutung für die Entstehung des Vorhofflimmerns sind die Lungenvenen. Dabei handelt es sich um die Blutgefäße, die das sauerstoffbeladene Blut von den Lungen in den linken Vorhof führen. Das Prinzip der Katheterablation von Vorhofflimmern besteht in einer elektrischen Isolierung der Lungenvenen vom linken Vorhof, wobei es mehrere Vorgehensweisen gibt. Es gelingt bei den meisten Patienten, durch den Eingriff eine elektrische Isolierung der Lungenvenen zu erreichen. Jedoch können sich die elektrischen Verbindungen zwischen den Lungenvenen und dem linken Vorhof teilweise wieder ausbilden, so dass bei 30 bis 50 Prozent der Patienten Vorhofflimmern im Verlauf nach einer Katheterablation erneut auftritt und eventuell eine zweite oder dritte Ablation erforderlich wird.

Atriale Tachykardien

Auch Herzrasen aus der Vorkammer oder „ektope atriale Tachykardien“ genannt. Durch punktgenaue Ablation kann das Vorhofgewebe, aus dem das Herzrasen entspringt, mit einer Erfolgsaussicht zwischen 50 bis 90 Prozent verödet werden.

AV-Knoten-Tachykardien (AVNRT)

Durch Modulation/ Verödung im Bereich des langsamen Leitungsweges kann bei etwa 98 Prozent der Patienten das weitere Auftreten von Herzrasen verhindert werden.

Kammertachykardien

Hier liegt der Ursprung des Herzrasens meistens im Bereich der linken Hauptkammer des Herzens. In den meisten Fällen tritt das Herzrasen bei Patienten mit Herzerkrankungen auf. Da hier oft eine lebensbedrohliche Situation entstehen kann, steht heute in diesem Fall die Implantation eines automatischen Defibrillators (ICD) im Vordergrund. Zusätzliche Verödungen im erkrankten Bereich können in ausgesuchten Fällen für eine deutliche Besserung der Symptome sorgen. Kammertachykardien bei Herzgesunden lassen sich dagegen durch eine Katheterablation häufig sehr gut behandeln und auf Dauer beseitigen.

Präexitation/ WPW-Syndrom

Die Verödung einer zusätzlichen Leitungsbahn zwischen Vorkammer und Hauptkammer ist mit einer Erfolgsaussicht von über 98 Prozent möglich.

Typisches Vorhofflattern

Ausgelöst durch eine kreisende Erregung in der rechten Vorkammer des Herzens. Durch gezieltes Veröden entlang einer Region zwischen der rechten Herzklappe (Trikuspidalklappe) und der unteren Hohlvene kann bei etwa 95 Prozent der Patienten das weitere Auftreten dieser Form des Vorhofflatterns verhindert werden.

Implantation von biventrikulären Systemen (CRT Systeme)

Für Patienten mit schwerer Leistungsschwäche des Herzmuskels (Herzinsuffizienz) wurde in den letzten Jahren eine revolutionäre Therapie entwickelt. Die Implantation eines CRT-Systems kann vielen Menschen helfen, ihr Leben wieder aktiv aufzunehmen. Einigen Patienten, die für eine Herztransplantation vorgesehen waren, konnte dieser Weg hierdurch erspart werden.

Die Therapieform nennt sich Cardiale Resynchronisations Therapie (CRT). Sie bewirkt eine Wiederherstellung der natürlichen Herzerregung durch zeitoptimierte, koordinierte Abgabe von Elektroimpulsen an unterschiedlichen Stellen des Herzens (Resynchronisation). Wissenschaftliche Untersuchungen haben nachgewiesen, dass diese Therapieform, neben der Lebensqualitätverbesserung auch die Wiederaufnahme in Krankenhäuser und die an sich hohe Sterblichkeit der Patienten, drastisch reduziert. Die biventrikulären Systeme sind in Schrittmacher oder ICDs integriert, die Implantation erfolgt, wie bei den Schrittmachern, mit Anlage einer zusätzlichen Herzsonde.

Implantation eines Defibrillators (ICD)

Ein implantierbarer Defibrillator (ICD) ist ein schrittmacherähnliches Gerät der zusätzlich zu all seinen oben genannten Funktionen als Schrittmacher zur automatischen Behandlung von bösartigen, das heißt lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen in der Lage ist. Daher ist er erforderlich bei hohem Risiko für lebensbedrohliche Rhythmusstörungen aus einer der beiden Hauptkammern des Herzens. Ziel ist die Verhinderung des plötzlichen Herztodes durch Erkennung und Behandlung dieser bösartigen Rhythmusstörungen. Der „Diagnostikteil“ des Gerätes ist in der Lage, alle technischen Auffälligkeiten des Gerätes sowie alle Herzrhythmusstörungen zu erkennen und aufzuzeichnen, damit sie vom Arzt ausgelesen und gegebenenfalls behandelt werden können.

Implantation von Herzschrittmachern

Herzschrittmacher werden zur Behandlung bradykarder (langsamer) Herzrhythmusstörungen eingesetzt. Wir implantieren in unserer Klinik nur Hochleistungsprodukte, die nicht nur herzanregende Elektroimpulse abgeben, sondern darüber hinaus sich - durch intelligente Technik - an die Tagesaktivitäten und auch an unterschiedliche Emotionen anpassen (zum Beispiel Sport/ Nachtruhe etc.).

Des Weiteren besteht oft die Möglichkeit der Fernabfrage. Damit können die Nachkontrollen in der Klinik auf ein verträgliches Maß reduziert werden, weil ein telemetrisches System die routinemäßige Fernabfrage und die ambulante Nachsorge ermöglicht. Eine so genannte Monitoring-Box sorgt dafür, dass der behandelnde Arzt an seinem Computer bei Bedarf die Daten des Schrittmachers einsehen kann. Der Schrittmacher überträgt die Daten normalerweise einmal in der Nacht und zwar, ohne dass der Patient etwas davon merkt. Die aufgezeichneten und in Berichtsform aufbereiteten Informationen kann der Arzt rund um die Uhr abrufen. Technische Auffälligkeiten des Gerätes oder aber Verschlechterung des Gesundheitszustandes des Patienten können mit diesem System in aller Regel wesentlich früher erkannt und damit behandelt werden. Des Weiteren besitzen die hochmodernen Systeme die Fähigkeit sich kontinuierlich und automatisch dem sich ändernden Stimulationsbedarf anzupassen. Das heißt, das Gerät misst permanent das Geschehen in den Herzkammern und konfiguriert sich bei Veränderungen sofort neu.

 

Hier finden Sie weitere Informationen zu den Krankheitsbildern und zu den passenden Therapien.

Kontakt

Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Gastroenterologie und Intensivmedizin

Abteilung für Elektrophysiologie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

Anfahrt

Sekretariat
Jessica Cipria

Telefon 0201 434-4550
Telefax 0201 434-4559

elektrophysiologie@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung