Der Medizintipp: Blutschwämme im Gehirn

Dr. med. Frank Diesner
Geschäftsführender Oberarzt
Klinik für Neurochirurgie

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Blutschwämme sind Gefäßmissbildungen (Angiome), die auch im Gehirn auftreten können. Entdeckt werden sie häufig erst, wenn der Patient Symptome zeigt, wie Dr. med. Frank Diesner, Oberarzt der Klinik für Neurochirurgie, weiß.

Die Erkrankung wird nicht selten als Zufallsbefund diagnostiziert – etwa wenn ein Patient sich wegen starker Kopfschmerzen oder neurologischer Funktionsstörungen in ärztliche Behandlung begibt. Die Veranlagung zu Gefäßmissbildungen im Gehirn ist häufig angeboren und bleibt unentdeckt, wenn keine Symptome auftreten.

Besteht der Verdacht, dass ein Patient Blutschwämme im Gehirn hat, wird dieser zunächst per Kernspintomographie (MRT) überprüft. Erhärtet sich der Verdacht, können die betroffenen Gefäße mittels Katheterangiographie untersucht werden.

Größe spielt eine Rolle

Je nach Ausprägung der Gefäßmissbildung und eventuell vorhandener Gefäßaussackungen schätzt der Arzt das Blutungsrisiko ab. „Je nachdem, was für eine Erkrankung vorliegt, zum Beispiel eine Gefäßaussackung, spielt die Größe eine wichtige Rolle", erklärt Dr. med. Frank Diesner. Bei kleineren Angiomen, die nicht bluten, ist nicht immer gleich eine Behandlung angezeigt. Sie müssen allerdings beobachtet werden. Wächst das Blutschwämmchen oder besteht die Gefahr einer Hirnblutung, ist eine chirurgische Behandlung erfoderlich.

Weitere Informationen zur Hirngefäßchirurgie finden Sie auf den Seiten der Klinik für Neurochirurgie.

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