Der Medizintipp: Beatmungszentrum

Eine künstliche Beatmung ist immer dann erforderlich, wenn ein Patient nicht mehr selbstständig ausreichend Sauerstoff ein- und CO2 wieder ausatmen kann. Wie die Atmungsunterstützung funktioniert und wie Patienten davon wieder entwöhnt werden können, erklärt Robin Schlott, Oberarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin.

„Viele verstehen unter Beatmung eine Sauerstoffgabe. Es geht aber eher darum, dass man die Atmung an sich unterstützt, sprich das Ein- und das Ausatmen, was man durch Generierung von verschiedenen Drücken erreicht.”

In der Regel erfolgt die Unterstützung der Spontanatmung dabei über eine Maske, die über Mund und Nase des Patienten sitzt und die nötigen Drücke und Unterdrücke erzeugt. Diese Art der Beatmung kann zum Beispiel Patienten mit einer COPD oder mit neuromuskulären Erkrankungen wie ALS helfen.
Bei einer akuten oder chronischen Ateminsuffizienz kann es hingegen erforderlich sein, invasiv, d.h. direkt über die Luftröhre zu beatmen.

Weaning

Langfristig birgt die künstliche Beatmung Risiken wie Druckschädigungen der Lunge oder Lungenentzündungen. Zudem besteht die Gefahr, dass sich Patienten an die Atemunterstützung gewöhnen und kaum mehr ohne zurechtkommen, obwohl die Beatmung medizinisch nicht mehr erforderlich wäre. Für die Entwöhnung von der Beatmung (Weaning) gibt es deshalb am Alfried Krupp Krankenhaus ein eigenes Zentrum, wie Robin Schlott erklärt:

„In unserem Beatmungszentrum ist es zum einen wichtig, Patienten zu stabilisieren und wenn möglich von der Beatmung zu entwöhnen. Es gibt aber Patienten, die in irgendeiner Form von der Beatmung abhängig bleiben. Wenn es hier gelingt, z.B. auf eine Maskenbeatmung umzustellen, dann ist das für die Patienten ein deutlicher Zugewinn an Qualität fürs Leben."

Diese Maskenbeatmung muss im Idealfall nicht rund um die Uhr erfolgen. Moderne Geräte ermöglichen so wieder Mobilität und Teilhabe am Alltag zuhause.

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