Der Medizintipp: Blasenkrebs

Dr. med. Andriy Shaleva
Leitender Oberarzt
Klinik für Urologie und urologische Onkologie

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Jährlich erkranken in Deutschland laut Robert Koch Institut rund 30.000 Menschen an Blasenkrebs – mehr als zwei Drittel davon sind Männer. Dr. med. Andriy Shaleva, Oberarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie spricht über Risikofaktoren, Ursachen und Behandlungschancen.

„Die genauen Ursachen von Blasenkrebs sind unbekannt. Wir kennen aber heutzutage die Risikofaktoren, die zu Blasenkrebs führen – und einer der wichtigen Faktoren ist Rauchen.“ Dass prozentual mehr Männer als Frauen rauchen¹, könnte deshalb ein Anhaltspunkt für die ungleichmäßige Verteilung der Blasenkrebserkrankungen in der Bevölkerung sein.

Auch chemische Stoffe wie aromatische Amine, die in Druckfarben vorkommen, können Blasenkrebs begünstigen. Für Chemiearbeiter, Lackierer, Mitarbeiter der Gummiverarbeitung oder der Stahl- und Lederindustrie sowie Automechaniker, Frisöre und Zahntechniker zählt Blasenkrebs daher zu den anerkannten Berufskrankheiten. Auch ein fortgeschrittenes Alter erhöht das Risiko, an Blasenkrebs zu erkanken.

Die Behandlung hängt von der Art der Erkrankung ab

Wird das Harnblasenkarzinom früh erkannt, gibt es sehr gute Behandlungsmöglichkeiten. In etwa 70 Prozent der Fälle ist der Tumor auf die Schleimhaut begrenzt (nicht-muskelinvasiver Blasenkrebs). Diese Form des Blasenkrebs wird mittels einer transurethralen Resektion (TUR) therapiert. Bei dem minimal invasiven Verfahren kann der Urologe über ein Endoskop Anzahl, Lokalisation und Eigenschaften des Tumors erkennen und das veränderte Gewebe anschließend mit einer Elektroschlinge ebenfalls endoskopisch entfernen.

Ist der Blasenkrebs schon fortgeschritten (muskelinvasiver Blasenkrebs) oder hat sich im Körper ausgebreitet (metastasierter Blasenkrebs) sind andere Therapieverfahren erforderlich. In diesem Fällen muss die Harnblase meist restlos entfernt werden. Bei Männern werden zusätzlich die Prostata und die Samenblasen entfernt, bei weiblichen Patienten oft auch Gebärmutter, Eileiter, Eierstöcke und Anteile der vorderen Scheidenwand.

Die Klinik für Urologie und urologische Onkologie am Alfried Krupp Krankenhaus zählt zu den wenigen führenden Kliniken in Deutschland, die den Blasenkrebs minimal invasiv und roboterassistiert mit dem da Vinci-Operationssystem behandeln können.

Früherkennung verbessert die Heilungschancen

„Wir sagen immer, bei jedem Auftreten des Blutes im Urin soll ein Urologe aufgesucht werden“, rät Dr. med. Andriy Shaleva. Eine schmerzlose Blutung aus der Blase oder Beschwerden beim Wasserlassen wie häufiger Harndrang mit Ausscheiden von kleinen Harnmengen sowie erschwerte oder schmerzhafte Blasenentleerung können auf Blasenkrebs hindeuten. All diese Symptome können auch bei anderen, harmloseren Harnwegserkrankungen auftreten. Dennoch ist es ratsam, die Beschwerden von einem Arzt abklären zu lassen.

Weitere Informationen zur Diagnose und Therapie von Blasenkrebs finden Sie auf den Seiten der Klinik für Urologie und urologische Onkologie.

¹ Quelle: Deutsche Krebsgesellschaft / Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

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