Der Medizintipp: Gebärmutterhalskrebs

Prof. Dr. med. Regine Gätje
Chefärztin
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Zervixkarzinome entstehen fast immer durch eine Infektion mit dem Humanen Papillomavirus (HPV). Dieses ist weit verbreitet: Rund 70 Prozent der Erwachsenen infizieren sich irgendwann einmal mit dem Erreger. Impfung und Früherkennung können jedoch effektiv vor einer Erkrankung schützen, sagt Prof. Dr. med. Regine Gätje.

Das Robert Koch-Institut empfiehlt eine Impfung gegen HPV für Mädchen und Jungen im Alter von neun bis 14 Jahren. Beide können das Virus in sich tragen und sollten sich deshalb gegenseitig schützen. Wirksam ist der Impfschutz jedoch nur, wenn die Immunisierung im Jugendalter erfolgt – idealerweise vor dem ersten Sexualkontakt.

Zusätzlich sollten Frauen regelmäßig Vorsorgeabstriche beim Gynäkologen durchführen lassen – denn früh erkannt, kann eine HPV-Infektion gut beobachtet werden. Nicht immer entsteht daraus ein Zervixkarzinom.

„Zwischen Virusinfektion und Krebsentstehung liegen viele viele Jahre und in der Zeit kann man sehen, ob krankhafte Zellen kommen, oder ob eine HPV-Infektion, wenn sie denn da war, ohne Erkrankungsfolgen bleibt“, erklärt Prof. Regine Gätje, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.

Hat sich ein Karzinom gebildet, sind die Behandlungsoptionen in der Regel gut. Je nach Tumorlage und Stadium können Nerven und Eierstöcke bei der Behandlung geschont werden – wichtig zum Beispiel bei bestehendem Kinderwunsch.

Ausführliche Informationen zu HPV und Gebärmutterhalskrebs finden Sie in unserem Info-PDF.

Gern beraten wir Sie auch in unserer Sprechstunde.

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