Der Medizintipp: Gesunde E-Zigarette?

Dampfer, E-Zigarette, Vaporizer – die kleinen Geräte, die oft große Dampfwolken erzeugen, erfreuen sich immer größerer Beliebtheit. Aber sind die Liquids, die die Konsumenten als Aerosol inhalieren, wirklich unbedenklich? Dr. med. Peter C. Schulte, Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin ist skeptisch.

„In der E-Zigarette wird ein Stoff verdampft, der in aller Regel aus Propylenglykol und Glyzerin besteht. Das sind Bestandteile von Frostschutzmitteln und Disconebel. Das Ganze ist versetzt mit Nikotin und Geschmacksstoffen und soll so das Rauchgefühl ersetzen.“

Oft wird die E-Zigarette als gesündere Alternative zu herkömmlichem Tabakrauch beworben: Mit über 70 krebserregenden Inhaltsstoffen sei dieser viel schädlicher als das Aerosol der Liquids. Die Langzeitfolgen des „Dampfens“ sind jedoch noch nicht bekannt. Wie die Inhaltsstoffe und das zugesetzte Aroma auf den menschlichen Körper wirken, muss aktuell erst erforscht werden. Auch die Intensität der Inhalation und die Verdampfungstemperatur spielen dabei eine Rolle.

Bekannt ist hingegen die gesundheitsschädigende Wirkung des Nikotins, das in vielen Liquids enthalten ist. Es fördert die Entwicklung von Tumoren und Gefäßerkrankungen und kann während einer Schwangerschaft fruchtschädigend wirken.

Für Dr. med. Peter C. Schulte ist die E-Zigarette deshalb keine gesunde Alternative zum Rauchen: „Fakt ist, dass das Nikotin weiterhin schädliche Auswirkungen auf Herz und Kreislauf hat und man über die Langzeitwirkungen, auch die Kanzerogene, das heißt krebsauslösende Wirkung, einfach noch nicht genug sagen kann.“

Weitere Informationen

Die Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin in Essen-Steele ist spezialisiert auf die Behandlung von Lungen- und Atemwegserkrankungen inklusive Tumorerkrankungen, COPD und Beatmungsmedizin:

Die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e.V. (DGP) und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) sehen in der E-Zigarette keine harmlose Alternative zum Tabakrauch:

Zurück zur Übersicht
Alle Meldungen des Alfried Krupp Krankenhaus

Kontakt

Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Anfahrt

Sekretariat
Sylvia Nitschke

Telefon 0201 805-1825
Telefax 0201 805-1827

innere3@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung

Kontakt

Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Notfall-Nummer: 0201 805-0

Anfahrt

Sekretariat
Uta Krelaus

Telefon 0201 805-1847
Telefax 0201 805-2185

innere3@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung