Der Medizintipp: Harninkontinenz bei Frauen

Prof. Dr. med. Regine Gätje
Chefärztin
Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Kontrollverlust? Peinlichkeit? Blasenschwäche ist zunächst kein schönes Gefühl – aber ein vergleichsweise kleines Problem, das man gut lösen kann. Trauen Sie sich, mit Ihrer Ärztin zu sprechen, rät Prof. Dr. med. Regine Gätje. Denn erst wenn Sie nichts tun, wird es unangenehm.

„Es gibt sehr viele konservative Behandlungsmöglichkeiten, das heißt mit Medikamenten oder mit speziellen Gymnastikverfahren oder mit Würfeln oder Ringen, die in die Scheide eingelegt werden können“, erklärt die Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe. „Wenn eine Operation sinnvoll erscheint, sind es heutzutage zum Teil minimalinvasive Operationen, die ambulant oder mit einem ganz kurzen Krankenhausaufenthalt durchgeführt werden können.“

Ursachen und Therapie der Harninkontinenz

Beim Niesen, Lachen oder bei bestimmten Bewegungen – wenn im Alltag immer wieder ungewollt ein wenig Urin abgeht, spricht man von einer Belastungsinkontinenz. Diese rührt meist von einer Schwäche der Beckenbodenmuskulatur oder der Bänder im Beckenbodenbereich her.

Hier helfen in der Regel spezielles Beckenbodentraining, ggf. Gewichtsreduktion oder – in den Wechseljahren – auch eine Hormontherapie. Daneben gibt es verschiedene weitere konservative Therapieverfahren sowie minimal invasive Operationen, wenn konservative Therapien keinen Erfolg bringen.

Bei einer Dranginkontinenz liegen hingegen häufig andere Erkrankungen zugrunde. Charakteristisch ist ein plötzlicher starker Harndrang, der oft auch nicht gehalten werden kann. Dann steht neben der Behandlung der Inkontinenz auch die Behandlung der Grunderkrankung im Fokus.

Häufig treten beide Formen der Inkontinenz aber auch zusammen auf.

Eine genaue Diagnose der Ursachen ist für die optimale Therapie deshalb entscheidend. Trauen Sie sich, mit Ihrem Gynäkologen über Ihre Inkontinenz zu sprechen. Er oder sie wird das Thema vertraulich behandeln und kann Ihnen dabei helfen, Lebensqualität zurückzugewinnen.

Weitere Informationen

Sprechstunden im Kontinenz- und Beckenbodenzentrum Essen-Ruhr

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