Der Medizintipp: Lähmungen der Extremitäten

Nach schweren Muskel- und Sehnenzerstörungen, vor allem nach Unfällen oder bei Tumoren, treten nicht selten Lähmungserscheinungen an Beinen oder Armen auf. Grund dafür: Nerven wurden stark verletzt oder gar völlig zerstört.

Schwere Muskel- und Sehnenzerstörungen können nicht nur zu Missempfindungen oder zu Gefühlsverlusten führen, sondern auch starke Funktionsbeeinträchtigungen der Extremitäten nach sich ziehen.
Die Einschränkungen für den Patienten sind oft enorm. Bei fehlender spontaner Erholung des Nervs kann eine motorische Ersatzoperation helfen. Die gestörten Muskelfunktionen können durch Verlagerung von gesunden Sehnen-Muskel-Einheiten ersetzt werden. Hierbei wird die Sehne eines willentlich ansteuerbaren, nicht gelähmten Muskels mit entbehrlicher Funktion (Spender) mit der Sehne eines gelähmten Muskels (Empfänger) vereinigt und so dessen verlorene Funktion wiederhergestellt. 


Fußheberschwäche kann durch operativen Eingriff behoben werden
Gerade bei den unteren Extremitäten kann bei einem kniegelenksnahen Unterschenkelbruch oder durch einen Bandscheibenvorfall ein wichtiger Fußnerv verletzt werden. In dem Fall kann der Patient den Fuß nicht mehr in Richtung Nasenspitze ziehen.
Das Laufen wird hierdurch stark beeinträchtigt und es kommt zu einer erhöhten Stolper- und Sturzgefahr. Diese Fußheberschwäche, auch Fallfuß genannt, kann unterschiedlich behandelt werden: Dazu gehört die Nervenfreilegung am Wadenbeinköpfchen, die Versorgung mit einer Schiene oder ein plastisch-rekonstruktives Verfahren, zum Beispiel eine Steigbügelplastik. Hierbei werden intakte Muskeln und Sehnen in der Form eines Steigbügels so verlagert, dass der Fuß wieder gehalten werden kann und eine Schiene nicht mehr getragen werden muss. Es handelt sich hierbei um einen operativen Eingriff mit wesentlicher Verbesserung für die Motorik und das Gangbild des Patienten.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie.

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