Der Medizintipp: Niereninsuffizienz

Dr. med. Lukas Funk
Oberarzt
Klinik für Nephrologie, Altersmedizin und Innere Medizin

Nierenersatztherapie mit Dialyse

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So klein, so wichtig: Die Nieren sind wichtige Filterorgane im menschlichen Körper. Sie entziehen dem Blut Giftstoffe, regeln den Wasser- und Elektrolythaushalt, produzieren Hormone und beeinflussen den Blutdruck. Nierenversagen ist deshalb eine sehr ernstzunehmende Erkrankung, wie Dr. med. Lukas Funk weiß. Im Medizintipp spricht er über mögliche Ursachen und Therapien.

Wie kommt es zu einer Niereninsuffizienz?

„Das können Autoimmunerkrankungen sein, das können ein akuter Schicksalsschlag, wie ein schwerer Unfall, ein langer Aufenthalt auf der Intensivstation, z.B. im Rahmen eines Herzinfarktes, oder ähnliche Ereignisse sein. Manchmal können wir leider auch den Grund nicht feststellen“, erklärt der Oberarzt der Klinik für Nephrologie, Altersmedizin und Innere Medizin.

Zu unterscheiden sind die akute und die chronische Niereninsuffizienz – sowohl bei der Ursache als auch bei der Therapie. Während ein akutes Nierenversagen zum Beispiel Folge eines Unfalls, eines Medikaments, eines Blutgerinnsels oder eines verstopften Harnweges sein kann, lässt sich eine chronische Niereninsuffizienz häufig auf andere Erkrankungen wie Diabetes mellitus, eine Nierenentzündung oder Arteriosklerose zurückführen.

Wie erkennt man eine Niereninsuffizienz?

Müdigkeit und Abgeschlagenheit, eine verringerte Urinausscheidung, Verfärbungen des Urins, Wassereinlagerungen, Übelkeit oder Schmerzen im Unterbauch können auf ein akutes Nierenversagen hindeuten. Eine chronische Niereninsuffizienz zeigt hingegen im Anfangsstadium häufig kaum Symptome. Nach und nach leiden jedoch die anderen Organe des Körpers – mit entsprechenden Begleiterscheinungen. Treten bei Ihnen Krankheitssymptome auf, wird Ihr Hausarzt eine erste Diagnose stellen und Sie ggf. für weitere Untersuchungen an einen Spezialisten überweisen.

Wie wird die Niereninsuffizienz behandelt?

Vorbeugend ist die richtige Behandlung der auslösenden Grunderkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck und Arteriosklerose entscheidend. Liegt bereits eine fortschreitende Niereninsuffizienz vor, kann zum Beispiel eine medikamentöse Therapie helfen, die Nierenfunktion wieder zu verbessern. Vorübergehend kann die Funktion der Nieren durch eine Blutwäsche (Dialyse) unterstütz werden.

In fortgeschrittenen Stadien oder akuten Fällen ist jedoch meist eine sogenannte Nierenersatztherapie erforderlich, das heißt Dialyse oder Nierentransplantation. Bei einer Nierentransplantation erhalten Patienten eine Spenderniere, die die eigenen erkrankten Nieren ersetzen bzw. entlasten kann. Die Wartezeit auf ein Spenderorgan beträgt jedoch in der Regel mehrere Jahre. Manchmal kann die Spende eines engen Angehörigen helfen, die Wartezeit zu verkürzen. Bis dahin kann die Blutwäsche über ein Dialysegerät erfolgen – in der Regel in einem dafür spezialisierten Zentrum.

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