Diagnose Lungenkrebs - Neue Immuntherapien und personalisierte Behandlungen

Chefarzt Dr. med. Peter Caspar Schulte verfügt über eine 25-jährige Expertise bei der Behandlung von Lungenkrebs: „Neue medizinische Entwicklungen, die eine individuelle Therapie des Lungenkarzinoms ermöglichen, machen Hoffnung.“

Deutschlandweit gehört Lungenkrebs zu den häufigsten bösartigen Erkrankungen. Wenn die Diagnose Lungenkarzinom gestellt wird, ist der Tumor in der Lunge meist schon weit fortgeschritten und hat möglicherweise auch schon andere Organe befallen. „Deshalb ist es so wichtig, das erste Anzeichen ernst genommen und zunächst über den Hausarzt abgeklärt werden“, erklärt Chefarzt Dr. med. Peter Caspar Schulte, Leiter des Überregionalen Lungenkrebszentrums am Alfried Krupp Krankenhaus

in Essen-Steele.

Besteht der Verdacht auf Lungenkrebs, bietet das von der deutschen Krebsgesellschaft zertifizierte Lungenkrebszentrum umfassende Untersuchungs-  und Therapiemöglichkeiten an. Denn beim Lungenkrebs gibt es viele unterschiedliche Tumoren, die auch unterschiedlich behandelt werden müssen.

Grundlage ist die ausführliche Diagnostik: Das Überregionale Lungenkrebszentrum ist Mitglied im nationalen Netzwerk Genomische Medizin am Universitätsklinikum
Köln und verfügt so über eine qualitativ hochwertige molekulare Diagnostik des Gewebes. „Weisen Tumoren bestimmte molekulare Merkmale auf, können wir diese
mit zielgerichteten medikamentösen Therapien behandeln, die eine sehr gute Verträglichkeit aufweisen.

Häufig gelingt es mit der personalisierten Therapie die Tumoren zu verkleinern oder ein Wachstum deutlich zu verlangsamen“, erklärt Dr. med. Peter Caspar Schulte. In den letzten Jahren hinzugekommen ist die Immuntherapie. Sie gibt die entscheidende therapeutische Antwort auf die Frage, warum der Körper nicht automatisch die entarteten
Zellen des Tumors bekämpft, die er ja eigentlich als körperfremd erkennen müsste. Die Immuntherapie ist in der Lage, den molekularen Tarnmechanismus des Tumors auszuschalten. So kann das Immunsystem des Patienten den Tumor erkennen und die körpereigenen Abwehrmechanismen in Gang setzen. „In Verbindung mit einer Chemotherapie erreichen wir auf diesem Weg, dass der Tumor – oft lang andauernd – zurückgeht. Ein ganz großer Fortschritt“, freut sich der Lungenkrebsexperte,
der auch auf die Bedeutung der psychischen Aspekte hinweist. „Die Krebsdiagnose ist für den Patienten und die Angehörigen extrem belastend. Deshalb schätzen viele
Patienten, dass wir alle Therapiemöglichkeiten aus einer Hand anbieten und im Behandlungsverlauf ein gegenseitiges Vertrauen entsteht.“

Mögliche Symptome für Lungenkrebs

  • lang andauernder Husten mehr als sechs Wochen
  • chronische Brustschmerzen
  • Husten mit blutigem Auswurf
  • Atemnot
  • Rückenschmerzen
  • plötzliche Gewichtsabnahme

Weitere Informationen: Überregionales Lungenkrebszentrum

Kontakt:
Telefon 0201 805-1825
innere3@kruppkrankenhaus.de

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