Der Medizintipp: Blasenkarzinom

Dr. med. Andriy Shaleva
Leitender Oberarzt
Klinik für Urologie und urologische Onkologie

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Blasenkrebs macht sich eher selten durch deutliche Symptome bemerkbar. Die Art der Behandlung hängt jedoch maßgeblich von einem frühen Erkennen der Erkrankung ab. Wie also lässt sich Blasenkrebs rechtzeitig erkennen und behandeln? Dr. med. Andriy Shaleva, Leitender Oberarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie, klärt auf.

„Die genauen Ursachen von Blasenkrebs sind unbekannt", sagt Dr. med. Shaleva. "Wir kennen aber heutzutage die Risikofaktoren." Dazu zählt in erster Linie das Rauchen. Ferner gibt es bestimmte Berufe, die eine Erkrankung wahrscheinlicher machen. Für Chemiearbeiter, Lackierer, Mitarbeiter der Gummiverarbeitung oder der Stahl- und Lederindustrie sowie Automechaniker, Frisöre und Zahntechniker zählt Blasenkrebs zu den anerkannten Berufskrankheiten. Männer erkranken zudem häufiger an Blasenkrebs als Frauen und auch ein fortgeschrittenes Alter macht eine Erkrankung wahrscheinlicher.

Diagnose von Blasenkrebs

Eine Gesetzliche Vorsorge für Blasenkrebs gibt es bislang nicht. Patienten müssen die Test selbst bezahlen. Hierzu zählen eine körperliche Untersuchung, Urintests und Ultraschall. Treffen einer oder mehrere Risikofaktoren auf den Patienten zu, kann der Urologe eine vorsorgliche Untersuchung empfehlen. Liegt dann ein Verdacht auf Blasenkrebs vor, müssen weitere Untersuchungen über eine Blasenspiegelung erfolgen.

Dringend angezeigt ist die Untersuchung, wenn Symptome wie Unterleibsschmerzen, Blut im Urin, ständiger Harndrang oder Schmerzen beim Wasserlassen auftreten. Diese können von ganz unterschiedlichen urologischen Erkrankungen herrühren und bedeutet nicht automatisch Blasenkrebs. Der Gang zum Urologen ist aber unbedingt ratsam. „Bei jedem Auftreten von Blut im Urin sollte ein Urologe aufgesucht werden“, rät Dr. med. Andriy Shaleva.

Behandlung von Blasenkrebs

„Blasenkarzinome unterteilen sich in zwei große Gruppen, sogenannte nicht-invasive und muskelinvasive Karzinome", erklärt der Facharzt für Urologie. Nicht-invasive Tumoren können über eine sogenannte Transurethrale Resektion (TUR) endoskopisch durch die Harnröhre entfernt werden. Wird der Blasenkrebs jedoch erst spät entdeckt, kann er sich auf umliegendes Gewebe ausbreiten. Dann ist ein operativer Eingriff erforderlich (radikale Zystektomie). Zusätzlich erhalten Patienten eine individuell auf sie angepasste Krebstherapie, die in einer interdisziplinären Tumorkonferenz besprochen wird.

Je früher die Erkrankung erkannt wird, desto besser sind also die Behandlungsmöglichkeiten.

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