Der Medizintipp: Harninkontinenz bei Männern

Inkontinenz ist ein sehr privates Problem. Viele Männer trauen sich deshalb nicht, ihrem Arzt davon zu erzählen. Stattdessen leiden sie lieber im Stillen und versuchen, irgendwie zurecht zu kommen. Manche glauben auch, es handle sich gar nicht um eine "echte" Krankheit und es gebe ohnehin keine Behandlungsmöglichkeiten.

 

Dabei existiert eine Reihe wirksamer Therapien. Den meisten Patienten kann heutzutage gut geholfen werden. Und Patienten gibt es viele: Allein in Deutschland sind mehrere Millionen von Harninkontinenz betroffen. Es muss sich also niemand scheuen, um Rat zu fragen.

Die Symptome sind vielfältig: Einerseits kann das Wasserlassen selbst problematisch sein, wenn etwa der Harnstrahl abgeschwächt ist oder der Vorgang viel länger dauert als normalerweise. Andererseits bereitet das Speichern des Urins Schwierigkeiten: vermehrtes nächtliches Wasserlassen, überfallartiger, unwillkürlicher Harndrang und Brennen beim Wasserlassen sind einige der Krankheitszeichen. Gesundheitsschädigend entwickelt sich die Erkrankung dann, wenn der Urin gar nicht mehr ablaufen kann: eine Harnverhaltung ist äußerst schmerzhaft, eine Überlaufblase und ein folgender Harnstau können zu einer Beeinträchtigung der Nierenfunktion führen. 

Lucas Hirner, Facharzt für Urologie der Klinik für Urologie und onkologische Urologie erläutert:  "Klar ist, Inkontinenz ist nicht nur unangenehm, sie ist auch immer Zeichen einer Erkrankung. Welche Ursachen bzw. welche Erkrankung der Inkontinenz zugrunde liegt, kann äußerst unterschiedlich sein. Deshalb ist immer eine genaue medizinische Untersuchung erforderlich. Denn nur wenn die Ursache ausreichend geklärt ist, kann eine gezielte Behandlung starten." 

Behandlung

"Bevor wir gemeinsam mit Ihnen die beste Behandlungsstrategie festlegen, führen wir in unserer urologischen Sprechstunde die nötigen Abklärungen durch. In einem ersten Schritt erfolgt eine körperliche Untersuchung. Wie die anschließende Therapie aussieht, ist ganz unterschiedlich – je nach Form der Blasenschwäche und ihrer Ursache. Die Therapie kann eine verhaltens- und physiotherapeutische, medikamentöse oder auch eine chirurgische Behandlung umfassen.
Als Zertifiziertes Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, mit erfahrenen Ärzten und Mitarbeitern durch die Bündelung verschiedener medizinischen Fachbereiche und moderner Diagnostik optimal zu helfen. " so Lucas Hirner. 

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