Der Medizintipp: Moderne Potenzmittel

Dr. med. Alexander Göll
Leitender Oberarzt
Klinik für Urologie und urologische Onkologie

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Erektionsstörungen können vielfältige Ursachen haben. Heimlich ein Potenzmittel aus dem Internet zu bestellen ist deshalb keine gute Idee. Dr. med. Alexander Göll rät Männern, mutig zu sein und einen Facharzt aufzusuchen. Dieser kann Risiken ausschließen und ein passendes Medikament verschreiben.

„Die Indikation ist das Entscheidende“, mahnt der Leitende Oberarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie. „Man muss wissen, wann man welches Medikament einsetzt und da sollte man bei bestimmten Potenzmitteln aufpassen, die darf man z.B. mit Herzmitteln nicht kombinieren.“ In Deutschland besteht deshalb eine Rezeptpflicht.

Potenzmittel, sogenannte PDE5-Hemmer, sorgen dafür, dass sich die Gefäße stärker erweitern. Mehr Blut kann in den Penis strömen und sorgt für eine stabilere Erektion. Eine sexuelle Erregung ist dafür jedoch Voraussetzung: „Wenn sie ein derartiges Medikament einnehmen und dabei Fußball gucken, passiert nichts“, erklärt Dr. med. Alexander Göll.

Bei bestimmten Vorerkrankungen wie Herzinfarkten oder Schlaganfällen sollten jedoch keine Potenzmittel eingenommen werden. Auch gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten sind nicht ausgeschlossen. Tabletten aus zweifelhaften Internetshops könnten zudem verunreinigt sein – oder vielleicht gar keinen Wirkstoff enthalten.

Bei einer erektilen Dysfunktion sollte Mann deshalb besser zu einem Urologen gehen. Der Facharzt stellt fest, ob vielleicht andere Erkrankungen die Erektionsprobleme auslösen und klärt Vorerkrankungen sowie mögliche Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten ab. Spricht nichts dagegen, kann er dem Patienten ein geeignetes Potenzmittel verschreiben. Komplizierter als eine Internetbestellung ist das nicht – aber sicherer.

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