Der Medizintipp: Schmerztherapie

Wenn Schmerzen nicht mehr nur ein Warnimpuls sind, sondern chronisch werden und über Wochen oder Jahre anhalten, führen sie zu einer erheblichen Beeinträchtigung der Lebensqualität. Dr. (DZ) Hager Nakli ist Spezialist für chronische Schmerzen. Im Medizintipp erklärt er, wie Schmerzpatienten von einer multimodalen Therapie profitieren können.

„Multimodale Schmerztherapie bedeutet, dass mehrere Verfahren verwendet werden, miteinander kombiniert, um den Schmerz so weit wie möglich zu reduzieren. Natürlich individuell für jeden Patienten. Es gibt kein Küchenrezept zum Beispiel bei Rückenschmerzen, das funktioniert leider nicht.“

Stattdessen ermittelt der Oberarzt für jeden Patienten sorgfältig die möglichen Ursachen des Schmerzes. Dabei werden sowohl körperliche und psychische als auch soziale Aspekte berücksichtigt. Denn Schmerzen können physische Auslöser haben, wie eine Verletzung oder eine Operation, sie können aber auch chronifiziert sein (Schmerzgedächtnis) oder ohne direkt erkennbare Ursache auftreten.

Bei der multimodalen Behandlung werden dann verschiedene Ansätze individuell kombiniert. Je nach Fall können zum Beispiel eine medikamentöse Therapie, Akupunktur, psychologische Beratung, Krankengymnastik oder Kunsttherapie den Betroffenen helfen. Dazu arbeitet die Schmerztherapie eng mit den Psychologen und Physiotherapeuten am Haus zusammen. In speziellen Schmerzkonferenzen können Fälle bei Bedarf auch fachdisziplinübergreifend von Fachärzten des Alfried Krupp Krankenhaus und niedergelassenen Ärzten diskutiert werden.

Nicht immer kann der Schmerz völlig beseitigt werden: „Es kommt selten zu einer kompletten Schmerzremission, realistisch ist eine Besserung von 30 bis 50 Prozent der ursprünglichen Schmerzstärke“, weiß Dr. Hager Nakli. Für Schmerzpatienten oft ein Unterschied wie Tag und Nacht.

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