Der Medizintipp: Sigmadivertikulitis

Divertikel sind kleine Ausstülpungen der Darmschleimhaut – entzünden Sie sich, spricht der Experte von einer Divertikulitis. Wie die Erkrankung behandelt werden kann und wann eine Operation erforderlich wird, weiß Johannes Schimmele, Oberarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie.

„Am häufigsten kommen Divertikel im sogenannten Sigma vor. Das ist der Bereich zwischen dem absteigenden Teil des Dickdarms und dem Enddarm.“

Die Ausstülpungen können durch Muskellücken in der Darmwand entstehen. Der Grund ist oft schwaches Bindegewebe, weshalb Divertikel häufiger bei älteren Patienten auftreten. Bei chronischer Verstopfung kann der zu hohe Druck im Darm ebenfalls die Entstehung von Divertikeln begünstigen.

Probleme verursachen die Divertikel erst dann, wenn sie sich entzünden: Bauchschmerzen, Verdauungsstörungen oder Blut im Stuhl können auf ein entzündetes Divertikel hinweisen.

Eine Divertikulitis kann häufig durch eine Nahrungsumstellung und viel Trinken behandelt werden. Kann der Körper die Entzündung nicht allein bekämpfen, kommen entzündungshemmende Medikamente oder Antibiotika zum Einsatz.

„Der Chirurg kommt im Notfall ins Spiel, wenn ein Divertikel frei durchbricht“, erklärt Johannes Schimmele. „Und er kommt ins Spiel, wenn die Entzündung immer wieder auftritt, sehr häufig Bauchschmerzen macht oder zu Vernarbungen führt.“

Zur Vorbeugung raten Experten zu ballaststoffreicher Ernährung, genug Flüssigkeitszufuhr und ausreichend Bewegung. Nach einer Divertikulitis-Behandlung lässt sich so auch die Gefahr einer erneuten Entzündung reduzieren.

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