Der Medizintipp: Tattooentfernung

Priv.-Doz. Dr. med. Heiko Sorg, MHBA
Oberarzt
Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie

Kontaktinfos

Ein Tattoo ist schnell gestochen. Doch was, wenn das Motiv plötzlich nicht mehr gefällt? Priv.-Doz. Dr. med. Heiko Sorg, Oberarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie, erklärt, was eine Tattooentfernung leisten kann – und was nicht.

Wer sich tätowieren lassen möchte, sollte mögliche Risiken im Vorfeld abklären. Genauso wichtig ist die Entscheidung für das richtige Motiv und die Körperstelle – denn so leicht lässt sich das Tattoo nicht wieder entfernen.

Eine gängige Methode zur Entfernung einer Tätowierung ist das „Lasern". Mit kurzen, starken Lichtblitzen werden die Farbpigmente unter der Haut zum Platzen gebracht. Der Körper kann die so zerkleinerten Fremdstoffe dann abtransportieren. Während dies bei einfachen Schriftzügen noch ganz gut funktioniert, bringen großflächige und farbige Tätowierungen die Lasermethode an ihre Grenzen. Auch nach mehreren Sitzungen bleiben zum Beispiel gelbe Farbpigmente an Ort und Stelle und hinterlassen so eine Art Negativ des Tattoos. Zudem können die zerkleinerten Farbpigmente ein Gesundheitsrisiko darstellen.¹

Beliebt ist auch das Übermalen oder Integrieren des unerwünschten Motivs in eine neue Tätowierung. Ein fähiger Tätowierer macht so aus einem Totenkopf schonmal ein schönes Blumenbukett. Allerdings muss dazu meist noch mehr Haut tätowiert werden und wie beim neuen Tattoo müssen die Risiken beachtet werden.

„Als dritte Möglichkeit bleibt, mit rekonstruktiven, plastisch-chirurgischen Maßnahmen operativ tätig zu werden", erklärt Dr. med. Heiko Sorg. „Das Tattoo wird dabei ganz herausgeschnitten. Dabei bleibt aber immer eine Narbe zurück."

Zu beachten ist auch, dass die Kosten für eine Tattooentfernung oder -übermalung in den meisten Fällen vom Patienten selbst zu tragen sind. Ein Tattoo sollte also immer gut überlegt sein.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie.


¹ Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR 2015)

Zurück zur Übersicht
Alle Meldungen des Alfried Krupp Krankenhaus

Kontakt

Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Anfahrt

Sekretariat
Norma Simon
Nicole Schöpp

Telefon 0201 805-1170
Telefax 0201 805-1172

plastischechirurgie@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung