Der Medizintipp: Vorhofflimmern

Dr. med. Ute Ruprecht
Stellvertretende Abteilungsärztin
Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Gastroenterologie und Intensivmedizin

Schirmchen-Occluder mit Katheter

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Vorhofflimmern ist die häufigste Form der Herzrhythmusstörung. Die unregelmäßige Erregung des Herzmuskels erhöht das Risiko für Folgeerkrankungen wie Schlaganfälle, wie Dr. med. Ute Ruprecht weiß.

„Komplikationen wie zum Beispiel der Schlaganfall machen das Vorhofflimmern behandlungsbedürftig“, erklärt die stellvertretende Abteilungsärztin der Abteilung für Elektrophysiologie am Alfried Krupp Krankenhaus.

Als Folge eines unregelmäßigen Blutflusses bei Vorhofflimmern können sich Blutgerinnsel bilden. Besonders gefährdet ist hier das Vorhofohr. „Das Vorhofohr kann man sich in etwa wie eine Tropfsteinhöhle vorstellen oder wie eine Granatapfelschale ohne Kerne.“ Darin können sich leicht Blutgerinnsel (Thromben) bilden. Wenn diese sich lösen, drohen Schlaganfälle oder Infarkte.

Patienten mit Vorhofflimmern müssen deshalb häufig Medikamente mit blutverdünnender Wirkung einnehmen, um der Gerinnselbildung vorzubeugen. Problematisch wird dies allerdings, wenn Patienten gleichzeitig zu Hirnblutungen neigen oder zum Beispiel Dialysepatienten sind. Eine alternative Behandlungsmethode ist dann der Verschluß des Vorhofohrs mit dem sogenannten Schirmchen-Occluder. Dieser wird über einen Katheter in das Herz eingebracht und verschließt das Vorhoffohr.

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