Erfolgreich gegen Schlaganfall: Neues Schirmchen hat viele Vorteile

Zu den modernen Operationstechniken am Herzen gehört im Alfried Krupp Krankenhaus das Einsetzen eines sogenannten Vorhofohr-Occluders. Bei den Patienten soll das kleine Schirmchen einen Schlaganfall verhindern. Als eine der Ersten in Deutschland setzt die Klinik für Kardiologie, Elektrophysiologie, Gastroenterologie und Intensivmedizin dabei einen neuen Occluder ein, den „LAmbreTM Occluder“.

Vorhofflimmern ist die häufigste Herzrhythmusstörung weltweit und kann durch die Bildung von Blutgerinnseln im linken Vorhofohr Schlaganfälle verursachen. Die Standardbehandlung zur Schlaganfallprophylaxe bei Vorhofflimmern ist daher eine effektive Blutverdünnung mit sogenannten Antikoagulantien in Tablettenform. „Manche Patienten vertragen eine solche Blutverdünnungsbehandlung jedoch nicht oder es ist bereits zu Blutungskomplikationen gekommen“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Nico Reinsch, Oberarzt der Abteilung für Elektrophysiologie. Für diese Patienten besteht die Möglichkeit das linke Vorhofohr über ein interventionelles Verfahren in Kathetertechnik als Schlaganfallursache auszuschalten. Hierbei wird das linke Vorhofohr mit einem speziellen Schirmchen-System (Occluder) verschlossen. 

Der neue „LAmbreTM Occluder“ verfügt über mehrere Vorteile. Das System besitzt einen starken Fixiermechanismus, der ein „Verrutschen“ verhindert. Zudem steht ein breites Spektrum an Größen zur Verfügung, so dass sich das System für nahezu alle Patienten eignet. Der Eingriff und Verschluss des Herzohres ist problemlos über die Leistenvene möglich. Der Eingriff bedarf keiner Vollnarkose und wird unter gleichzeitiger echokardiographischer Kontrolle durchgeführt. Der Patient kann in der Regel zwei Tage nach dem Eingriff entlassen werden.

Informationsveranstaltung am 26. Februar: Besser geschützt mit Schirm! - Schutz vor Schlaganfall

 

 

 

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