Hüft- und Kniegelenke: Neuer Spezialist für künstlichen Gelenkersatz in Steele

Christian Hoff
Abteilungsarzt Endoprothetik
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie

39 Jahre alt ist er, ausgewiesener Spezialist für Hüft- und Kniegelenke und schon bald Vater von drei Töchtern. Voller Elan hat Christian Hoff im Juli seine neue Stelle angetreten – als Abteilungsarzt der Endoprothetik im Alfried Krupp Krankenhaus. Der ehemalige Seniorhauptoperateur aus Bendorf bringt die Erfahrung von über 2000 endoprothetischen Operationen mit nach Essen-Steele. Im Interview erklärt Christian Hoff, warum es schädlich sein kann, Eingriffe hinauszuzögern.

Sie haben in Bonn studiert, in Bendorf und Neuwied gearbeitet und haben als Facharzt die Zusatzbezeichnung für spezielle orthopädische Chirurgie erlangt. Warum jetzt der Wechsel ins Alfried Krupp Krankenhaus in Essen?

Es ist schon ein Karrieresprung. Ich habe mehr Gestaltungsspielraum, aber auch mehr Verantwortung. Das Team hat mich sehr gut aufgenommen und ich freue mich auf die Zusammenarbeit. Die Voraussetzungen für einen sicheren und qualitativ-hochwertigen künstlichen Gelenkersatz von Hüftgelenken und Kniegelenken verbunden mit einer dem Patienten zugewandten Behandlung sind hier im Endoprothetikzentrum absolut gegeben.

Viele Patienten scheuen trotz schmerzhafter Beschwerden an Knie oder Hüfte wegen Corona noch vor operativen Eingriffen zurück. Wie gehen Sie damit um?

Es gibt in der Endoprothetik Fälle, in denen man warten kann, und Fälle, in denen man möglichst schnell handeln sollte. Verpasst man den richtigen Zeitpunkt, könnte zum Beispiel nach einer Knieoperation ein Streckdefizit bleiben. Um das abzuklären, rate ich den Patienten auf jeden Fall zur Beratung zu uns in die Sprechstunde zu kommen. Wegen Corona zu zögern, kann ich nicht empfehlen. Hier in der Klinik haben wir strenge Hygienemaßnahmen und tun alles für die Sicherheit unserer Patienten.

Wo liegen beim Gelenkersatz die Herausforderungen der Zukunft?

Ganz bestimmt wird der Umgang mit Infektionen und Revisionen dazugehören. Die Haltbarkeit der Implantate ist schließlich endlich. Und die Patienten, die mit ihren Implantaten Probleme haben, müssen behandelt, zunächst aber eben gut beraten werden.

Mit welchen Ideen kommen Sie nach Essen?

Das Endoprothetikzentrum hier ist etabliert und mit modernsten Methoden bestens aufgestellt. Ich werde das Fast-Track-Konzept etablieren, mein Wunsch ist es,  die Patienten nach dem Eingriff umgehend zu mobilisieren.
Die Vorstellung, eine neue Hüfte ambulant zu implantieren, den Patienten also nach der Operation sofort nach Hause zu schicken, halte ich für nicht richtig. Aber warum sollten wir nicht mithilfe einer abgestimmten Narkose und einer lokalen Schmerzmittel-Therapie die Patienten schon am Operationstag mobilisieren. Das hilft enorm bei der Wiederherstellung der Beweglichkeit und Verbesserung des Allgemeinzustandes der Patienten. Hierzu werden wir uns im Team mit der Pflege und der Physiotherapie besprechen.
Natürlich muss man aber immer den individuellen Menschen, seine Fähigkeiten und seine
Verfassung dabei sehen. Orthopädische Verfahren sind zwar sehr standardisiert, doch müssen diese auch immer individuell anpasst werden.

Haben Sie weitere Ziele?

Nehmen wir die Knie-Endoprothetik, die ich persönlich spannend finde, weil man äußerst exakt arbeiten muss. Untersuchungen in Deutschland haben ergeben, dass immer noch bis zu 20 Prozent der Patienten nicht zufrieden sind mit ihrem Zustand nach der Knieoperation. Daran müssen wir auf jeden Fall arbeiten und den Kreis der Zufriedenen vergrößern. Ich mag das präzise Arbeiten. Wir können in der Orthopädie die Patienten glücklich machen. 

 

Endoprothetik-Sprechstunde
Montag
10.30 bis 16.00 Uhr
Anmeldung unter Telefon 0201 805-1833

 

Das Endoprothetikzentrum ist Teil der von Prof. Dr. med. Sven Lendemanns geleiteten Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Weitere Informationen

 

 

 

 

 

 

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