Welt Kontinenz Woche 2017: Blasenschwäche

Dr. med. Igor Milicevic
Oberarzt
Klinik für Frauenheilkunde

und Geburtshilfe

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Blasenschwäche ist für viele Frauen ein Tabuthema - dabei muss keine Frau diesen Zustand akzeptieren. Trauen Sie sich, Ihren Arzt anzusprechen, rät der leitende Oberarzt Dr. med. Igor Milicevic, - denn es gibt sehr gute Behandlungsmöglichkeiten.

Über Blasenschwäche oder Harninkontinenz wird nicht viel gesprochen – obwohl in Deutschland etwa fünf Millionen Frauen darunter leiden. Frauen aller Altersgruppen und aus unterschiedlichen Gründen. Harninkontinenz ist auch nicht notwendigerweise ein „normaler“ Bestandteil des Älterwerdens, wie viele immer noch meinen. Keine Frau muss diesen Zustand akzeptieren. Sie sollten etwas gegen Ihre Beschwerden tun, egal wie alt Sie sind. Heutzutage gibt es wirksame Hilfen: seien es Beckenbodentraining, Hilfsmittel, Medikamente oder kleinere operative Eingriffe. Welche Therapie im Einzelfall jedoch in Frage kommt, ist äußerst unterschiedlich. Daher gilt: Vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an. Nur so kann er Sie individuell beraten und die für Sie sinnvolle Behandlungsmethode finden.


Welche Behandlungsmethoden stehen zur Verfügung?
Es gibt keine allgemeine Therapieempfehlung bei Inkontinenz. Die Behandlung sollte immer individuell an die Ursache, die Art und das Ausmaß der Beschwerden, aber auch an die jeweilige Lebenssituation angepasst werden. Folgende Therapiebausteine kommen dabei zum Einsatz:

Beckenbodentraining
Vielen Patientinnen hilft es, ihren Beckenboden unter kompetenter Anleitung durch einen Physiotherapeuten aktiv zu stärken. Das Training kann allein oder in Kombination mit Biofeedback und Elektrostimulation eingesetzt werden. Das Beckenbodentraining erfordert etwas Geduld und Ausdauer.

Hormontherapie
Ein lokal in die Scheide gelegtes Hormonpräparat (Zäpfchen oder Salbe), kann bei Frauen nach der Menopause die Scheidenhaut und die Harnröhre wieder aufbauen und helfen, die Kontinenz zu verbessern. Es werden nur ganz geringe Spuren des Medikaments durch die Scheide aufgenommen. Diese wirken daher nicht im übrigen Körper.

Medikamente
Zum Beispiel kann ein Anticholinergikum bei Dranginkontinenz helfen, da diese Substanz entspannend auf die Blasenmuskulatur wirkt. Auch das Medikament Duloxetin wirkt auf das Nervensystem und kann bei Belastungsinkontinenz zu einer deutliche Verbesserung führen.

Operationen
Kleine chirurgische Eingriffe bieten sichere und wirksame Möglichkeiten, um eine Blasenschwäche zu behandeln. Ausführliche Informationen über die unterschiedlichen Behandlungsmethoden finden Sie hier: Wirkungsvolle Hilfe für Frauen bei Blasenschwäche 

Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum
Im Alfried Krupp Krankenhaus wurde zur Behandlung von Blasen- und Darmschwäche ein Kontinenz- und Beckenboden-Zentrum gegründet. Hier arbeiten Experten verschiedener medizinischer Fachbereiche interdisziplinär zusammen. Ausführliche Informationen zu dem zertifizierten Zentrum

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