Der Medizintipp: Massenanfall von Verletzten

Prof. Dr. med. Sven Lendemans
Chefarzt
Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie

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Jedes Krankenhaus ist dazu verpflichtet, auf Gefahrenlagen wie einen Massenanfall von Verletzten (ManV) vorbereitet zu sein. Prof. Dr. med. Sven Lendemans, Chefarzt der Klinik für Unfallchirurgie und Orthopädie erklärt, wie das Traumanetzwerk Ruhrgebiet die Versorgung der Verletzten organisiert.

Ein Massenanfall von Verletzten ist laut DIN-Norm 13050 ein „Notfall mit einer großen Anzahl von Verletzten oder Erkrankten sowie anderen Geschädigten oder Betroffenen.“ Bei Zugunglücken, schweren Verkehrsunfälle und ähnlichen Notsituationen müssen Rettungsdienste und Krankenhäuser im Umkreis optimal zusammenarbeiten, um allen Betroffenen schnell helfen zu können.

„Eine verlässliche Netzwerkstruktur ist wichtig, damit die Patienten zügig auf die entsprechenden Kliniken verteilt werden können“, weiß Prof. Dr. med. Sven Lendemans. „Im Ruhrgebiet ist das im Rahmen des Traumanetzwerks Ruhrgebiet organisiert.“

Die Mitglieder des Traumanetzwerks Ruhrgebiet sind die zertifizierten Traumazentren in der Region. Das Alfried Krupp Krankenhaus ist mit einem lokalen und einem regionalen Traumazentrum Teil des Netzwerks. Für die Versorgung im Ernstfall wird eine besondere strukturelle, personelle und apparative Ausstattung vorgehalten. Die Qualität der Versorgung wird regelmäßig durch ein unabhängiges qualifiziertes Zertifizierungsunternehmen sichergestellt.

In welches Traumazentrum ein Patient gebracht wird, hängt von der Art und der Schwere seiner Verletzung ab. „Bei einem Massenanfall von Verletzten geht es darum, dass die Betroffenen noch vor Ort einer Triage unterzogen werden, bei der die Verletzungsschwere eingestuft wird“, erklärt Prof. Dr. med. Sven Lendemans. „Im Anschluss werden die Patienten in Abhängigkeit von den Verletzungen an die geeigneten Krankenhäuser verteilt.“ Vor dem Transport werden die Patienten namentlich registriert und den offiziellen Suchstellen gemeldet, damit Angehörige Kontakt zum behandelnden Krankenhaus aufnehmen können.

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