Nase zu und schief

Priv.-Doz. Dr. med. Daniel Tilkorn
Leitender Oberarzt
Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie

Eine Nasenoperation hat nicht nur ästhetische Gründe. Die Funktion spielt ebenfalls eine wichtige Rolle. Der leitende Oberarzt Priv.-Doz. Dr. med. Daniel Tilkorn informiert über moderne Behandlungsmethoden.

Eine Nasenkorrektur (Rhinoplastik) zählt zu den technisch anspruchsvollen Eingriffen der plastischen Chirurgie. Sie kann aus funktionellen und/ oder aus ästhetischen Gründen erfolgen.

Bei einer Nasenkorrektur nehmen Ärzte Veränderungen an der Form der Nase vor. Erfolgt der Eingriff aus ästhetischen Gründen ist sie eine "Schönheitsoperation" und wird in der Regel nicht von den Krankenkassen bezahlt. Manche Menschen können - aufgrund einer angeborenen Nasenform oder als Folge einer Verletzung – jedoch nur sehr schwer durch die Nase atmen. Hier kann ein operativer Eingriff die funktionelle Behinderung deutlich verbessern und gleichzeitig können kosmetische Aspekte berücksichtigt werden.


Wichtig ist eine exakte Planung der Operation
Vor der Operation wird Form und Aufbau der Nase untersucht. Dazu beurteilen die Ärzte die Dicke der Haut und die Festigkeit des Knorpels. Sie prüfen Funktion (Behinderung der Atmung) und Aussehen. Ein medizinisches Instrument, das Endoskop, ermöglicht einen Blick in die Nase: Denn Veränderungen im Inneren der Nase  zum Beispiel Schleimhautgeschwulste (Polypen) und Entzündungen sind von außen oft nicht sichtbar. Trotzdem haben solche Befunde großen Einfluss auf die Planung der Operation. Mit Hilfe der "Rhinomanometrie" messen Ärzte außerdem die Druckverhältnisse in der Nase beim Atmen. Um das Ergebnis der Operation später beurteilen zu können, fertigen die Chirurgen darüber hinaus Fotos des Gesichtes aus unterschiedlichen Perspektiven an. Auch Zeichnungen und Computersimulationen werden mitunter eingesetzt. Ärzte und Patienten besprechen das gemeinsame Ziel der Operation. 


Der Eingriff 
Die Operation erfolgt üblicherweise in Vollnarkose. Zusätzlich spritzen die Ärzte im Bereich der Nase betäubende und gefäßverengende Substanzen. Sie lindern damit Schmerzen nach der Operation und vermindern starke Blutungen. Meist legen sie auch Tupfer in die Nase, die mit abschwellenden Substanzen getränkt sind. Nach dem eigentlichen Eingriff stellen die Operateure die Nase mit Pflastern und Gipsanlagen ruhig. Meist erfolgt auch eine Tamponade der Nase. Während der regelmäßigen Kontrolltermine überprüfen die Ärzte das Ergebnis.
Nach der Operation verunsichern Schwellungen und Blutergüsse von Nasen und Augenlidern viele Patienten. Diese kurzzeitigen Folgen sind jedoch oft nicht vermeidbar. Der Erfolg der Nasenkorrektur kann daher meist erst nach zwei bis drei Monaten beurteilt werden.


Qualifikation ist entscheidend 
Patienten sollten genau hinterfragen, welche Qualifikation der Arzt hat, der sie operieren wird: Begriffe wie Schönheitschirurg, ästhetischer Chirurg oder kosmetischer Chirurg sind gesetzlich nicht geschützt – diese Bezeichnung könnte also auch ein Arzt ohne größere Erfahrung auf dem Gebiet führen. Im Alfried Krupp Krankenhaus in Essen arbeiten Fachärzte der Klinik für Plastischen Chirurgie eng mit den HNO-Spezialisten in Essen-Steele und in Essen-Rüttenscheid zusammen, um ein optimales Ergebnis für den Patienten zu erzielen.

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