Brustkrebs: Gemeinsame Behandlung kombiniert Sicherheit und Schönheit

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen in Deutschland. Zum Zeitpunkt der Diagnose sind laut dem Robert-Koch-Institut ein Drittel der an Brustkrebs erkrankten Frauen jünger als 55 Jahre. „Für die betroffenen Frauen steht an erster Stelle der Wunsch zu leben und den Krebs zu besiegen.

In der Therapie geht deshalb Sicherheit vor, aber die Schönheit sollte nicht vergessen werden. Uns gelingt es, mehr als zwei Drittel aller Patientinnen brusterhaltend zu operieren“, betont Prof. Dr. med. Regine Gätje, Chefärztin der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe im Alfried Krupp Krankenhaus. Die Frauen werden im Alfried Krupp Krankenhaus auf ihrem Behandlungsweg gemeinsam mit Fachärzten der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie beraten.

Vor einem operativen Eingriff wird der Tumor mit bildgebenden Verfahren - wie Mammographie, Ultraschall oder MRT-  exakt lokalisiert und durch eine Biopsie der Brustkrebstyp bestimmt. Bei manchen Patientinnen wird anschließend eine Chemotherapie durchgeführt, die den Tumor auch verkleinert.
Durch die operative Entnahme des Tumorgewebes können kleinere Defekte in der Brust entstehen, die von den erfahrenen Ärzten bereits während der Operation wieder behoben werden. Bei einer Brustamputation – die nur noch nur noch in Ausnahmefällen vorgenommen wird – ist eine Brustrekonstruktion erforderlich.

Die Wiederherstellung der eigenen Brust ist für die meisten Frauen ein wichtiger Schritt zum wieder wohlfühlen. In dieser emotionalen Situation hilft es den Patientinnen, dass sie im selben Haus und weiter von dem ihnen bekannten Ärzteteam behandelt werden. „Für den Wiederaufbau der Brust sind neben der medizinischen Situation die individuellen Wünsche der Frauen entscheidend. Indem wir von Beginn der Therapie mitberaten, können wir ausführlich und individuell über die verschiedenen Möglichkeiten informieren. So hat jede Patientin ausreichend Zeit, zu überlegen, welcher Weg für sie der richtige ist“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Jörg Hauser, Chefarzt der Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, Handchirurgie.

Für den Brustaufbau werden Silikonimplantate oder auch körpereigenes Gewebe verwendet. Zu den möglichen Verfahren gehören auch die Rekonstruktion der Brustwarze und eine angleichende Operation, um die Symmetrie von wiederaufgebauter Brust und gesunder Brust herzustellen.
Die Wiederherstellung der Brust ist fester Bestandteil des Behandlungsplans bei Brustkrebs. Die Kosten für die Brustrekonstruktion werden in der Regel von den gesetzlichen und privaten Krankenkassen vollständig übernommen.

Ansprechpartner sowie weitere Informationen zu Brustkrebs und der engen Zusammenarbeit im interdisziplinären Brustzentrum am Alfried Krupp Krankenhaus finden Sie auf unserer Webseite. Dort steht auch die Broschüre für Patientinnen „Operationsmethoden bei Brustkrebs“ zur Verfügung.

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