Der Medizintipp: Prostatavergrößerung

Dr. med. Stephan Buse
Chefarzt
Klinik für Urologie und urologische Onkologie

Kontaktinfos

Wenn Männer immer häufiger zur Toilette müssen, kann das an einer vergrößerten Prostata liegen. Über die Behandlungsmöglichkeiten bei gutartigen und bösartigen Prostatavergrößerungen informiert Dr. med. Stephan Buse, Chefarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie.

Altersbedingt kann es beim Mann zu einer Zunahme des Prostatagewebes kommen. Wird die Harnröhre dabei mehr und mehr eingeengt, ist das Wasserlassen nur gegen einen höheren Widerstand möglich. Ein typisches Symptom ist dann ein abgeschwächter, tröpfelnder Harnstrahl und der häufige Gang zur Toilette, der besonders nachts sehr belastend sein kann.

Prostatabiopsie

Stellt der behandelnde Urologe eine Vergrößerung der Prostata fest, muss abgeklärt werden, ob es sich um eine gutartige Vergrößerung (benigne Prostatahyperplasie) oder um eine bösartige Vergrößerung (Prostatakrebs) handelt. Hierzu wird eine Biopsie durchgeführt, bei der Gewebeproben der Prostata pathologisch untersucht werden. Damit dabei keine potenziellen Krebsherde übersehen werden, setzt die Klinik für Urologie und urologische Onkologie am Alfried Krupp Krankenhaus auf die semi-robotische MRT-Fusionsbiopsie mit dem „ARTEMIS“-System.

Operative Behandlung bei einer gutartigen Prostatavergrößerung

In der modernen Urologie kann die Verkleinerung der Prostata mithilfe schonender Laserverfahren erfolgen. Dabei werden Teile des Prostatagewebes durch die Harnröhre ausgeschält. Bei großen Drüsen ist ein operativer Eingriff durch die Harnröhre mittels ThuLep-Laserausschälung möglich. Eine offene Operation ist nur in seltenen Fällen erforderlich.

Behandlung bei Prostatakrebs

Ist die Prostata bösartig erkrankt, kann der Tumor zum Beispiel bestrahlt oder operiert werden. Das Ärzteteam der Klinik für Urologie und urologische Onkologie bespricht gemeinsam mit dem Patienten die individuell beste Lösung.

Bei der operativen Behandlung wird die Prostata mitsamt der Prostatakapsel und den angrenzenden Lymphknoten entfernt. Diese Operation wird heute in den meisten Fällen minimal invasiv mit Schlüssellochtechnologie vorgenommen. Am Alfried Krupp Krankenhaus steht hierfür das roboterassistierte Operationssystem da Vinci zur Verfügung, das einen Eingriff mit maximaler Präzision ermöglicht.

Nachdem die erkrankte Prostata entfernt wurde, wird die Blase des Patienten wieder mit der Harnröhre verbunden. Die Schließmuskeln, die für die Kontinenz verantwortlich sind, bleiben dabei erhalten und nehmen nach der Operation ihre Funktion wieder auf. Je nach onkologischem Befund können auch die für die Erektion zuständigen Nervenbündel des Patienten geschont werden.

 

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