Der Medizintipp: Wie wirkt die Zeitumstellung auf den Körper?

Der ständige Wechsel zwischen Sommerzeit und Winterzeit wird derzeit heiß diskutiert. Am 31. März 2019 drehen wir unsere Uhren wieder eine Stunde vor – von 02.00 Uhr auf 03.00 Uhr. Was die kleine Zeitreise aus medizinischer Sicht bedeutet, erklärt Dr. med. Peter Caspar Schulte.

„Die circadiane Rhythmik, d.h. die Anpassung des Organismus an Tag und Nacht ist sehr empfindlich“, erklärt der Chefarzt der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin. „Es hängen viele physiologische Vorgänge daran, die unter anderem einer hormonellen Steuerung unterliegen. Dieser Rhythmus reagiert sehr empfindlich darauf, wenn man einfach die Zeit eine Stunde vor- oder zurückstellt.“

Schlaf- und Wachphasen beeinflussen unter anderem den Stoffwechsel und die Herzfrequenz eines Menschen – kein Wunder, dass viele mit der halbjährlichen Umstellung zu kämpfen haben. Dieser Stress geht auch am Körper nicht spurlos vorbei. Schlaflosigkeit, Müdigkeit und Appetitlosigkeit können Symptome einer Zeitumstellung sein.

Während vor allem Spätaufsteher sehr stark unter den Begleiterscheinungen der Zeitumstellung leiden, kommen Frühaufsteher etwas besser damit klar. Auch Dr. med. Peter C. Schulte kennt die als „Eulen“ und „Lerchen“ bezeichneten Schlaftypen: „Es gibt Personen, die das innerhalb von drei bis vier Tagen problemlos hinbekommen. Andere reagieren da wesentlich empfindlicher. Denen hängt die Zeitumstellung dann noch bis zu 14 Tage oder länger nach.“

Ob bei einer Abschaffung der Zeitumstellung lieber die Sommerzeit oder die Winterzeit behalten werden sollte, ist umstritten. Durch die Sommerzeit bleibt es im Sommer abends länger hell, was viele Menschen als positiv empfinden. Im Winter ginge die Sonne in der Sommerzeit aber eine Stunde später auf. Kritiker fürchten hier negative Einflüsse auf Arbeitnehmer und Schulkinder. Dr. med. Peter C. Schulte würde am liebsten die Sommerzeit behalten: „Im Sommer wird es im Falle einer Winterzeit unglaublich früh hell und im Winter unglaublich früh dunkel. Beides Dinge, die nicht gut in meinen Alltag passen. Ich fahre lieber im Dunkeln zur Arbeit und komme im Hellen nach Hause.“

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