Autonomes und Kipptischlabor
Erkrankungen des autonomen (auch vegetativ genannten) Nervensystems führen häufig zu Problemen der Kreislaufregulation insbesondere beim Stehen. Benommenheit, heftiger Schwindel oder Ohnmachtsanfälle (Synkopen) können die Folge sein.
Der Kipptischtest ermöglicht unter standardisierten Bedingungen durch die Ableitung zahlreicher Kreislaufgrößen eine Unterscheidung zwischen verschiedenen Störungsbildern:
- Posturales Tachykardiesyndrom (POTS)
- Orthostatische Hypotension
- Neurokardiogene (vasovagale) Synkope
Zusätzliche neurophysiologische, labordiagnostische und Kreislauftests helfen bei der differenzierteren Beurteilung des genauen Schädigungsortes (Gehirn, Rückenmark, Sympathikus- oder Vagusnerv) und bilden gemeinsam mit dem Kipptischbefund die Grundlage für die therapeutischen Empfehlungen.
Die Kipptischdiagnostik dient der Unterscheidung verschiedener Ursachen von Schwindelzuständen und akuter Bewußtlosigkeit. Mit der den Patienten nicht belastenden Methode können das POTS ( posturales Tachykardie-Syndrom), die neurokardiogene Synkope und die orthostatische Dysregulation unterschieden werden. Aufgrund der Untersuchungsergebnisse ist eine gezielte Behandlung möglich.
Im Kipptischlabor steht zusätzlich die Vorrichtung einer Unterdruckkammer zur Verfügung, mit der eine noch genauere Diagnosestellung möglich ist. Diese Untersuchungstechnik am Alfried Krupp Krankenhaus ist einzigartig in ganz Deutschland.
Ansprechpartner
Prof. Dr. rer. nat Rolf Diehl
Telefon 0201 431-2695
Telefax 0201 434-2377
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