Amyotrophe Lateralsklerose (ALS): Atmung und Beatmung
Die Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin arbeitet eng mit der ALS-Ambulanz des Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid zusammen. Ziel dieser Kooperation ist eine umfassende interdisziplinäre Betreuung von Patienten und Patientinnen mit Amyotropher Lateralsklerose (ALS).
Im Verlauf einer ALS-Erkrankung kann es zu einer zunehmenden Schwäche der Atemmuskulatur und damit zu einer Einschränkung der Atemfunktion kommen. Ist dies der Fall, unterstützen wir die Betroffenen frühzeitig.
Je nach individuellem Bedarf kommen dabei nicht-invasive Beatmungsverfahren, sowie der Einsatz eines Hustenassistenten zur Unterstützung der Sekretmobilisation zum Einsatz. Ziel ist es, die Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität der Patienten und Patientinnen möglichst lange zu erhalten.
Eine zentrale Rolle in der Betreuung übernehmen unsere Atmungstherapeutinnen und Atmungstherapeuten. Sie begleiten die Patienten engmaschig, unterstützen bei der Anpassung der Beatmungstherapie und stehen auch Angehörigen beratend zur Seite.
Bei entsprechender Indikation kann unsere Klinik auch eine perkutane endoskopische Gastrostomie (PEG, sogenannte „Ernährungssonde”) anlegen – ebenfalls begleitet durch das Team der Atmungstherapie, um Patientinnen und Patienten optimal durch den Eingriff zu begleiten.
Sollte im Verlauf der Erkrankung eine nicht-invasive Beatmung nicht mehr ausreichen, beraten wir gemeinsam mit unserer Intensiv- und Weaning-Station über weitere mögliche Therapieoptionen. Dazu gehört insbesondere die individuelle Abwägung einer Tracheotomie mit anschließender invasiver Beatmung.
