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Verstopfung erfolgreich behandeln

Bei einer Verstopfung handelt es sich um die Unfähigkeit, seinen Stuhlgang in subjektiv ausreichender Menge und Häufigkeit abzusetzen. Viele Menschen leiden unter „Obstipation“, besser bekannt als „Verstopfung“. Die Auswirkungen auf das körperliche und seelische Befinden können dabei erheblich sein. Die Lebensqualität der Betroffenen wird oft stark beeinträchtigt.

Eine Verstopfung kann krankhaft sein, wenn eine Person weniger als drei Mal in der Woche Stuhlgang hat, wenn ein starkes Pressen erforderlich ist oder nach dem Stuhlgang das Gefühl einer unvollständigen Entleerung bleibt. Viele Patienten meiden aus Schamgefühl eine ärztliche Vorstellung. Dabei stehen heute viele konservative (nicht-operative) Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Ursachen für Verstopfung

Prinzipiell kann man bei der chronischen Obstipation zwei Gruppen von Ursachen benennen: 

  • Eine Transportstörung des Dickdarmes, bei der es durch Medikamente, hormonelle Störungen, eine mangelhafte nervliche Versorgung des Darmes oder anderen Ursachen zu einer chronischen Verstopfung kommt.
  • Eine Stuhlentleerungsstörung des Enddarmes (Obstruktives Defäkationssyndrom, ODS), wobei die Ursache im Beckenboden, Dickdarm oder Mastdarm liegt. Beispiele hierfür können die Einstülpung des Mastdarmes (Intussuszeption), Aussackung des Mastdarmes (Rektozele) als Folge einer gestörten Entleerung des Mastdarmes, eine Analfissur oder ein Geschwulst sowie muskuläre Erkrankungen im Beckenbodenbereich sein.

Untersuchungen

An erster Stelle steht das ausführliche Gespräch über den bisherigen Symptom-Verlauf und die Lebensgewohnheiten, die manchmal schon viel Aufschluss über die Ursachen der Erkrankung geben können. In schwerwiegenden Fällen empfehlen sich eine (schmerzfreie) Untersuchung des Analkanals (Proktoskopie) und die Röntgenuntersuchung des Vorganges der Stuhlentleerung mit Kontrastmittel (Defäkographie). Gegebenenfalls sollte noch eine Darmspiegelung und die Bestimmung der Transportfähigkeit des Dickdarmes mittels einer einfachen Röntgenuntersuchung durchgeführt werden.

Da oftmals gleichzeitig gynäkologische oder urologische Probleme bestehen, sollte gegebenenfalls eine entsprechende fachärztliche Beurteilung erfolgen. Mit diesen Untersuchungen können oft schon viele Ursachen der Obstipation ermittelt werden. Wichtig ist allerdings, dass in manchen Fällen sowohl der Patient als auch der Arzt Geduld zum Herausfiltern der Ursache und zur Erlangung eines Behandlungserfolges aufbringen müssen.

Therapie bei Verstopfung

Ergibt sich nach den Untersuchungen keine operativ zu behandelnde Ursache für die Obstipation, stehen unterschiedliche konservative Therapieverfahren zur Verfügung. Darunter fallen zum Beispiel die Änderung von Lebens- und Ernährungsgewohnheiten, stuhleinweichende Maßnahmen, aber auch die medikamentöse Umstellung oder eine Neueinstellung. Zudem besteht die Möglichkeit des sogenannten Biofeedback-Trainings, bei dem es vorrangig darum geht, den Schließmuskel zu trainieren. Dies erfolgt mittels einer technischen Vorrichtung, die auch ganz unkompliziert zu Hause angewendet werden kann. 

Teilweise sind Veränderungen in der Mastdarmwand oder im Bindegewebe des Beckens dafür verantwortlich, dass es zu einer Abknickung, beziehungsweise Einsackung des Enddarmes kommt. In einer Aussackung der Darmwand (Rektozele) kann der Stuhl sich ansammeln, den Mastdarm wie durch einen „Pfropfen“ verschließen und somit verantwortlich für eine Stuhlentleerungsstörung sein. Ebenso kann die Stuhlentleerung durch eine Einstülpung der Mastdarmwand in sich selbst (Intussuszeption) behindert werden.
In beiden Fällen kann eine operative Therapie im Sinne einer Raffung oder einer Entfernung von überschüssigen Mastdarmanteilen vom Analkanal her gute Behandlungserfolge erzielen. Mittels einer minimal invasiven Operation (STARR-/ Transtar-OP) wird eine Manschette des Mastdarmes entfernt. Nach der Operation treten kaum Schmerzen auf, allerdings kann es einige Wochen dauern, bis sich die Stuhlgewohnheiten ändern. In speziellen Fällen kann auch die Entfernung von Dickdarmabschnitten mittels einer Bauchspiegelung oder die sakrale Nervenstimulation hilfreich sein.

Ob ein operativer Eingriff notwendig ist und wenn ja, welcher, ergibt sich im Verlauf der Diagnosefindung und einer ausführlichen Besprechung mit Ihnen.

Proktologische Sprechstunde

Wenn Sie das Gefühl haben, an Verstopfung (Obstipation) zu leiden, vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Proktologischen Sprechstunde in Essen-Rüttenscheid oder Essen-Steele. Hier stellen wir gemeinsam mit Ihnen ihre individuelle Therapie zusammen.

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