Hinweis Anfahrt Zentrale Notfall Menü Kontakt Suche Sprache Schließen Pfeil mehr PDF öffnen/schließen Herunterladen Herunterladen Plus Minus Teilen E-Mail Facebook Twitter YouTube WhatsApp Kalender Abspielen Pausieren Lautstärke nach unten Warnung Hochladen Info Allgemein- und Viszeralchirurgie Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin

Analabszess und Analfistel

Bei einem perianalen Abszess (auch „Analabszess") handelt es sich um eine akute Entzündung mit eitriger Flüssigkeit in unmittelbarer Umgebung des Afters, beziehungsweise des Schließmuskels. Er macht sich durch plötzlich auftretende Schmerzen, die sich schnell verschlimmern, bemerkbar. Dies geschieht, wenn sich die Drüsen zwischen dem inneren und dem äußeren Schließmuskel entzünden und verstopfen; der angesammelte Eiter führt dann zu einer schmerzhaften Schwellung.

Der Begriff Analfistel bezeichnet die Verbindung des entzündlichen Bereiches in den Analkanal. Sie bleiben entweder nach der Ausräumung eines Abszesses übrig, können ihrerseits aber immer wieder zu neuen Abszessen und damit zur Schädigung des Schließmuskels führen. Wiederkehrende Schmerzen sind die Folge.
Das oftmals gleichzeitige Auftreten mehrerer Analfisteln lässt sich bei der chronisch entzündlichen Darmerkrankung Morbus Crohn erkennen. Jedoch verursachen sie dabei nicht immer Symptome.

Untersuchungen

In der Regel lässt sich der Abszess mit dem bloßen Auge erkennen, was eine körperliche Untersuchung jedoch nicht ausschließen sollte. Eine eindeutige Diagnose einer Analfistel erfolgt unter Narkose. In einigen Fällen kann eine Ultraschalluntersuchung vom Analkanal (endorektale Sonografie) oder auch eine Kernspintomografie des Beckens zur exakten Diagnose erforderlich sein.

Therapie

Abszesse müssen operativ komplett ausgeschnitten werden. Während dieser Operation wird gleichzeitig nach einer Analfistel gefahndet. Die dabei entstehende Wunde wird nicht zugenäht, sondern offengelassen, damit sie aus der Tiefe zuwachsen kann. Dies geschieht in aller Regel problemlos, sodass nur eine kleine Narbe an den Eingriff erinnert.

Wird eine Analfistel diagnostiziert, so wird sie häufig nur mit einem dicken Faden (Fadendrainage) markiert, der dafür sorgt, dass der Eiter abfließen und das Gewebe sich erholen kann. Einige Wochen später folgt eine zweite Operation, wobei hier mehrere Möglichkeiten zur Verfügung stehen:

  • Ein komplettes Ausschneiden der Fistel, manchmal mit teilweiser Durchtrennung und anschließender Naht der Schließmuskulatur
  • Ein Ausschneiden der Fistel mit Deckung der inneren Öffnung mittels Schleimhaut
  • Das Einbringen von Biomaterialien in die Fistel mit dem Ziel des Verschlusses durch Vernarbung

Bei Analfisteln, die im Rahmen eines Morbus Crohn auftreten, ist die operative Therapie zurückhaltender. Hier muss das Therapiekonzept in enger Zusammenarbeit mit den behandelnden Gastroenterologen, insbesondere was die medikamentöse Therapie des Morbus Crohns betrifft, erfolgen. Teilweise erfolgt die Anlage von Fadendrainagen für längere Zeit, manchmal verursachen die Fisteln auch kaum Beschwerden und es kann zunächst abgewartet werden. Bei Schmerzen oder bei eitrigem Ausfluss gelten aber die oben genannten Therapieprinzipien.

Proktologische Sprechstunde

Sollten Sie unter einem Analabszess oder einer Analfissur leiden, dann vereinbaren Sie bitte einen Termin in unserer Sprechstunde für Proktologie in Essen-Rüttenscheid und Essen-Steele. Wir werden gemeinsam mit Ihnen, Ihre individuelle Therapie zusammen abstimmen.

Kontakt

Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

Notfall-Nummer: 0201 434-2577

Anfahrt

Sekretariat
Marion Dunke

Telefon 0201 434-2535
Telefax 0201 434-2379

chirurgie@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung

Kontakt

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

Notfall-Nummer: 0201 805-0

Anfahrt

Sekretariat
Beate Beckefeld

Telefon 0201 805-1840 
Telefax 0201 805-2184

chirurgie@krupp-krankenhaus.de

Sprechstunden und Anmeldung