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Diagnose und Therapie

Zur Diagnostik und Therapie organübergreifender Erkrankungen verfügt die Klinik über alle erforderlichen Einrichtungen sowie Techniken, kooperiert überdies mit anderen Kliniken.

Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts machen in der Betreuung durch den Hausarzt einen beträchtlichen Anteil der von ihm betreuten Patienten aus. Die Betreuung stationärer Patienten erfolgt optimalerweise in einer Klinik, die sich auf diese Erkrankungen spezialisiert hat.

Krankheitsbilder

Es wird hier eine kurze Übersicht über ausgewählte Erkrankungen und die zur Verfügung stehenden Untersuchungstechniken und Therapien gegeben.

Speiseröhrenentzündung/ Refluxerkrankung (Refluxösophagitis)

Sodbrennen ist ein häufiges Symptom, das auf eine Entzündung im unteren Drittel der Speiseröhre (Ösophagus) hinweist. Es wird durch Reflux von saurem Mageninhalt in den Ösophagus verursacht.

Bei der klassischen Untersuchung zur Messung der Stärke eines Refluxes und der Ermittlung des Säurewertes in der Speiseröhre wird ein Katheter durch die Nase in die Speiseröhre gelegt und 24 Stunden getragen. Folgen davon sind nicht selten Husten oder Schluckbeschwerden, insgesamt eine für den Patienten nicht sehr angenehme Untersuchung.

Die schonendere Diagnose-Methode

An der Klinik für Pneumologie, Gastroenterologie und Innere Medizin am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Steele wird bereits seit vielen Jahren eine sehr viel schonendere Methode angeboten. Mit der sogenannten Bravo-Kapsel, einem kleinen Chip in der Größe einer Arzneimittelkapsel, die bei einer Magenspiegelung in der Speiseröhre eingesetzt wird, wird eine sehr viel genauere und für die Patienten unkomplizierte Untersuchung durchgeführt. Fünf Zentimeter vor dem unteren Speiseröhren-Schließmuskel saugt sich die Kapsel am der Schleimhaut der Speiseröhre fest und verbleibt dort 48 Stunden.

Tag und Nacht wird der Säuregehalt durch die Kapsel gemessen und kabellos per Funkwellen an einen handygroßen Empfänger geschickt, den der Patient an seinem Gürtel trägt. Die Daten, die der Empfänger aufzeichnet, werden nach Abschluss der Messung in einem Computer ausgelesen und ausgedruckt. Nach zwei bis drei Tagen löst sich die Kapsel wieder von der Wand der Speiseröhre und wird auf natürlichem Wege ausgeschieden.

Während der gesamten Messung kann der Patient seinen Alltag wie gewohnt leben und muss weder Rücksicht auf Körperhaltung nehmen noch eine spezielle Nahrung einnehmen. Die zurückbleibende kleine Wunde nach Abfallen der Kapsel ist wegen der Regeneration der Speiseröhren rasch verheilt. Pro Jahr werden über 50 Patienten diesem Weg untersucht. Das Ergebnis der Säuremessung wird anschließend zusammen mit einer Behandlungsempfehlung an den Hausarzt übermittelt.

Magenschleimhautentzündung (Gastritis) und Magengeschwür (Ulkus)

Die akute Entzündung der Magenschleimhaut (Gastritis) ist eine häufige Erkrankung, die zu Beschwerden wie Brennen oder Schmerzen im Oberbauch führt.

Zur Erfassung einer Gastritis wird während einer Kurznarkose eine Magenspiegelung (Gastroskopie) durchgeführt. Hierbei wird die Magenschleimhaut auf entzündliche Veränderungen und Geschwüre (Ulzera) abgesucht. Außerdem werden winzige Schleimhautproben entnommen, die auf Bakterien untersucht werden.

Bei Nachweis des häufig im Magen anzutreffenden Bakteriums Helicobacter pylori wird eine einwöchige Antibiotika-Behandlung angeschlossen. Hierdurch kann die spätere Ausbildung von Magen- oder Zwölffingerdarm-Geschwüren verhindert werden.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa)

Ein weiterer Schwerpunkt unserer klinischen Tätigkeit ist die Betreuung von Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn und Colitis ulcerosa). In regelmäßigen Magen- und Darmspiegelungen wird die Aktivität der entzündlichen Veränderungen eingeschätzt. Es werden Proben für die feingewebliche Untersuchung (Stufenbiopsien) entnommen. Die Befunde sind Grundlage für die Art und Intensität der medikamentösen Therapie sowie die endoskopischen Kontrollintervalle. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den Hausärzten.

Darmkrebs (Kolonkarzinom)

Wir alle haben - über das gesamte Leben betrachtet - für das Kolonkarzinom eine Erkrankungswahrscheinlichkeit von sechs Prozent. Diese Erkrankung ist damit eine der häufigsten Tumorarten. Jährlich erkranken in Deutschland circa 70.000 Menschen an Dickdarmkrebs. 30.000 von ihnen versterben an der Erkrankung.

Zur Krebsvorsorge wird die Spiegelung des Dickdarms (Koloskopie) durchgeführt. Hierbei wird nach Krebsvorstufen gesucht. Diese werden in derselben Untersuchung abgetragen, geborgen und anschließend feingeweblich untersucht. Da mindestens 90 Prozent der Kolonkarzinome über diese Vorstufen (Adenome) entstehen, können Kolonkarzinome durch eine frühzeitige und regelmäßige Vorsorge-Koloskopie weitgehend verhindert werden.

Das beste Alter für eine erste Vorsorge-Untersuchung ist das 55. Lebensjahr. Die Häufung von Kolonkarzinom-Erkrankungen in einer Familie sollte zu einer noch früheren Untersuchung führen.

Wurde ein Kolonkarzinom durch die Darmspiegelung nachgewiesen, wird zunächst das Tumorstadium bestimmt. Nach diesem richtet sich die anschließende Therapie. Kleine Tumore mit geringer Bösartigkeit (maligne Polypen) werden endoskopisch abgetragen und durch regelmäßige Kontroll-Koloskopien nachbetreut. Größere Tumore mit höherer Bösartigkeit werden operativ entfernt. Je nach Tumorstadium werden neoadjuvante, adjuvante oder palliative Therapiekonzepte verfolgt. Bei einer fortgeschrittenen Tumorerkrankung mit Leber-, Lungen- oder Lymphknotenmetastasierung schließt sich eine mindestens sechsmonatige Chemotherapie an. Hierzu werden in der Klinik für Medizin IV alle gängigen Chemotherapie-Protokolle eingesetzt.

Bei Tumoren des Mastdarm (Rektumkarzinom) wird bei einem Teil der Patienten vor Operation eine Strahlentherapie durchgeführt. Nach dann erfolgter operativer Entfernung des Tumors ist bei den meisten Patienten eine postoperative Fortsetzung der Chemotherapie erforderlich.

Bauchspeicheldrüsen-Entzündung (Pankreatitis)

Chronische entzündliche Veränderungen der Bauchspeicheldrüse sind mit schwer zu therapierenden Oberbauchschmerzen und einer kontinuierlichen Abnahme von Körpergewicht und Leistungsfähigkeit verbunden. Neben der chronischen, durch einen übermäßigen Alkoholkonsum verursachten Pankreatitis, sind anlagebedingte Fehlbildung der Bauchspeicheldrüse häufig. Sie werden mit einer Rate von bis zu 1/15 in der Bevölkerung angetroffen. Ein kleiner Teil dieser Menschen entwickelt eine chronische Pankreatitis.

Bei der chronischen Pankreatitis treten häufig schwer zu behandelnde Schmerzen auf. Ein Teil der Patienten erfährt eine Besserung der Beschwerden durch eine Aufweitung von Engstellen im Pankreasgang und die Ableitung des Drüsenausführungsgangs durch Plastikdrainagen. Hierzu wird der Ausführungsgang der Bauchspeicheldrüse während einer Magenspiegelung sondiert und es werden eine oder mehrere Ableitungen zur Aufdehnung der Engstellen eingelegt. Die Ableitung von Zysten des Pankreas, die sich nach einer akuten Entzündung bilden können, erfolgt durch die endosonografisch gesteuerte Punktion und die Einlage einer Drainage, zum Beispiel in den Magen.

Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskarzinom)

Tumoren der Bauchspeicheldrüse werden meistens spät diagnostiziert. Ursache hierfür ist, dass die Tumorerkrankung erst bei fortgeschrittener Tumorgröße Beschwerden wie Schmerzen oder eine zunehmende Gelbsucht verursacht.

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