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Entfernung der Gaumenmandel

Die Gaumenmandeln (Tonsillen) sind ein Teil des Immunsystems und für die Abwehr von Mikroben (Viren, Bakterien) wichtig. Sie liegen zwischen den Gaumenbögen im hinteren Bereich der Mundhöhle und sind dort als Vorwölbungen auf beiden Seiten zu sehen. Der Mensch hat von Natur aus viel Mandelgewebe. Dazu zählen auch die Zungengrundmandeln, die Rachenmandeln (Polypen) und überall im Rachenraum verstreut liegendes Mandelgewebe (Waldeyerscher-Rachenring).

Gründe für eine Entfernung der Gaumenmandeln

Die häufigste Indikation zur Mandelentfernung ist eine chronisch auftretende Mandelentzündung (Tonsillitis). Durch diese wiederkehrenden Entzündungen können die Mandeln ihre eigentliche Abwehr- und Schutz-Funktion verlieren. In diesen Fällen kann es sogar durch fehlerhafte Abläufe im Immunsystem zu schweren Erkrankungen anderer Organe kommen (zum Beispiel rheumatisches Fieber, Gelenk-, Herz- oder Nierenentzündungen).

Weitere Gründe für eine Mandeloperation sind:

  • eine krankhafte Vergrößerung (Hyperplasie) der Mandel mit nachfolgender Gefahr von Schnarchen mit Atemaussetzern
  • eitrige Einschmelzung um die Mandel herum (Peritonsilarabszess)
  • eine infektiöse Mononukleose (Pfeifferisches Drüsenfieber, Kuss-Krankheit)
  • Tumorerkrankungen 

Ablauf der Operation

Der Eingriff erfolgt unter Vollnarkose. Nach Einleitung der Betäubung und Offenhalten des Mundes mit einem speziellen Mundsperrer, werden die Mandeln durch den geöffneten Mund und unter Schonung von Schleimhaut und Muskeln ausgeschält und an ihrem Ansatz an der Zunge abgetragen. Danach erfolgt die penible Blutstillung. Nach Sicherstellung, dass kein Gaumenmandelgewebe im Mund verblieben ist und keine Blutung mehr vorliegt, wird der Mundsperrer entfernt und die Betäubung ausgeleitet.

Mögliche Komplikationen

Die allgemeinen Begleiterscheinungen und Risiken einer jeden Operation sind die Blutung, die Infektion oder die Wundheilungsstörung. Die speziellen Risiken einer Mandeloperation sind selten, aber ernst zu nehmen. An erster Stelle ist die Gefahr einer Nachblutung zu nennen. Nachblutungen treten bei circa zwei bis drei Prozent aller Patienten bis zu circa 14 Tage nach der Operation auf. In seltenen Fällen ist eine operative Blutstillung vonnöten.

In der Nähe der Mandeln liegen Nerven für das Schlucken, Sprechen, Fühlen und Schmecken. Daher können in diesen Bereichen temporäre oder bleibende Störungen auftreten wie zum Beispiel Überschlucken oder Gefühlsstörungen der Zunge. Eine Schwächung der körpereigenen Abwehr ist nicht zu erwarten, da ausreichend mandelähnliches (lymphatisches) Gewebe im Rachenraum verbleibt.

Nach der Operation

In den ersten Tagen nach der Operation ist die Nahrungsaufnahme am wichtigsten, oft aber auch durch die Wunden im Rachenbereich am schwierigsten. Bei Bedarf werden Schmerzmittel verabreicht, die am besten vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Zähneputzen und Kaugummi-Kauen sind erlaubt.

Nicht selten treten durch diese Wundbereiche fortgeleitete Ohrenschmerzen auf. Die Abheilung dauert im Regelfall zwei bis drei Wochen. In diesem Zeitraum sollten körperliche Anstrengungen und alles, was den Blutdruck erhöht (zum Beispiel Sport, Sauna, schweres Heben, Gymnastik), vermieden werden. Des Weiteren sollte nicht heiß gebadet werden. Lauwarmes Duschen ist erlaubt, aber anfangs sollten die Haare noch nicht mit gewaschen werden (gegebenenfalls vorher mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten). Starker Kaffee oder Alkohol sollten vermieden werden.

Auch nach der Entlassung ist eine weitere ärztliche Überwachung erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an den einweisenden Hals-Nase-Ohren-Arzt. Im Falle einer starken Nachblutung rufen Sie den Notarzt. Bei einer leichteren Nachblutung rufen Sie im Alfried Krupp Krankenhaus unter der Telefonnummer 0201 434-0 an und lassen sich mit dem HNO-Arzt verbinden oder erscheinen Sie sofort im Krankenhaus. Verlassen Sie sich lieber auf einen Krankenwagen oder ein Taxi, als dass Sie sich selber ans Steuer setzen. Legen Sie ruhig etwas Kühles in den Nacken. Nach Ablauf von zwei bis drei Wochen nach der Operation kann im Regelfall die Arbeit wieder aufgenommen oder die Schule wieder besucht werden.

Kontakt

Klinik für  HNO-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

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