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Ambulante spezialfachärztliche Versorgung (ASV)

Patienten, die an urologischen Tumoren erkrankt sind, können künftig von einem besonderen ambulanten Versorgungsangebot profitieren. Die Behandlung erfolgt dabei durch interdisziplinäre Ärzteteams in Praxen und Kliniken – sogenannte ASV-Teams.

Die ambulante spezialfachärztliche Versorgung nach §116b SGB V (ASV) richtet sich an Patienten, die an einer seltenen oder schweren Erkrankung mit besonderem Krankheitsverlauf leiden. Sie benötigen aufgrund der Ausprägung ihrer Tumorerkrankung eine multimodale Therapie oder Kombinationschemotherapie in einem interdisziplinären Team. In der ASV übernehmen Vertragsärzte und Krankenhausärzte gemeinsam diese hochspezialisierte ambulante Versorgung und das zu gleichen Rahmenbedingungen.

ASV in der Urologie

Die Klinik für Urologie und urologische Onkologie des Alfried Krupp Krankenhaus Steele hat im März 2019 unter Leitung des Chefarztes Dr. med. Stephan Buse ein ASV-Team gebildet und den zugehörigen Antrag beim erweiterten Landesausschuss Nordrhein gestellt. Es ist gelungen, Kooperationen mit zahlreichen niedergelassenen Urologen in der Region zu schließen.

Die Patienten und ihre behandelnden Ärzte profitieren unter anderem von

  • einer 24-Std.-Bereitschaft bzw. Ansprechbarkeit (Urologie)
  • schneller Verfügbarkeit von Labormedizin, Radiologie und Intensivmedizin
  • umfangreicher Zusammenarbeit mit Pflegediensten, Physiotherapie, Palliativmedizin, Psychologen und Selbsthilfegruppen
  • einer gemeinsamen Dokumentationsplattform
  • regelmäßigen ASV-Fallkonferenzen / Tumorkonferenzen

Ab 1. Juli 2019 werden wir dieses zukunftsweisende Konzept voraussichtlich für unsere Patienten anbieten können.

Weitere Informationen finden Sie auch auf den Seiten der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (externer Link).

ASV - Fragen und Antworten

Wie die ambulante spezialfachärztliche Versorgung funktioniert und wie Sie als Patient profitieren, erfahren Sie in unseren FAQ.

Was umfasst die Versorgung in der ASV?

Die Versorgung in der ASV betrifft immer nur die Erkrankung, auf deren Behandlung das jeweilige ASV-Team spezialisiert ist. In der urologischen Onkologie können Patienten mit Tumoren an Prostata, Niere und Blase die ASV in Anspruch nehmen.

Therapienebenwirkungen, Komplikationen oder akute unerwünschte Behandlungsfolgen und Beschwerden, die in direktem Zusammenhang mit der Behandlung in der ASV stehen, werden dort behandelt. Eine darüber hinausgehende medizinische Versorgung erfolgt außerhalb der ASV in den gewohnten Strukturen.

Welche Vorteile bietet die ASV?

Die Zusammenarbeit Ihres niedergelassenen Facharztes vor Ort mit spezialisierten Klinikfachärzten in Ihrer Nähe ist im ASV-Team klar geregelt. So profitieren Sie als Patient von möglichst kurzen Wegen und einer optimalen Versorgung.

Wie bekomme ich Zugang zur ASV?

Für die medizinische Versorgung in der ASV ist in der Regel eine Überweisung notwendig. Der überweisende Haus- bzw. Facharzt wird Rücksprache mit einem in Frage kommenden ASV-Team halten und gegebenenfalls einen ersten Termin vereinbaren. Eine ASV kann zudem von einer Krankenhausärztin oder einem Krankenhausarzt am Ende eines Krankenhaushausaufenthaltes veranlasst werden.

Darf man sein ASV-Team frei wählen?

Grundsätzlich ja, auch ein Wechsel während einer bereits begonnenen ASV-Betreuung ist möglich. Die Wahlmöglichkeit kann aber dadurch eingeschränkt sein, dass es keine weiteren ASV-Teams für die betreuende Erkrankung in der Nähe gibt.

Wer ist mein Ansprechpartner im ASV-Team und wer entscheidet?

Das ASV-Team wird von einer Fachärztin oder einem Facharzt des Krankenhauses oder einer Praxis geleitet. Gemeinsam mit weiteren Fachärztinnen und Fachärzten, die für die Behandlung der jeweiligen Erkrankung notwendig sind, bilden sie das Kernteam. Sofern medizinisch erforderlich, werden vom Kernteam weitere Fachärztinnen und Fachärzte oder auch Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten hinzugezogen. Bei Bedarf ist eine Sprechstunde mit dem ganzen Kernteam möglich.

Erster Ansprechpartner für die Patientin und den Patienten ist die fachärztliche Teamleitung. Die Teamleitung koordiniert die Behandlung, sorgt für eine fachübergreifende Abstimmung der Teammitglieder und stellt eine Übersicht der beteiligten Fachärztinnen und Fachärzte zur Verfügung. Entscheiden Patientinnen und Patienten sich für das Versorgungsangebot, erklären sie sich bereit, die Ärztinnen und Ärzte des ASV-Teams zu konsultieren.

In die Entscheidungsfindung zu den einzelnen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen werden die Patientinnen und Patienten umfassend eingebunden. Deshalb sollten sie ihre Fragen wie auch etwaige krankheitsbezogene Beobachtungen vorab notieren und alle Unterlagen, die sie im Rahmen der ASV erhalten, gut aufbewahren. Unzufriedenheiten mit der Behandlung sollten den jeweils durchführenden Ärztinnen und Ärzten oder der Teamleitung bei der nächsten Gelegenheit rückgemeldet werden.

Welche zusätzlichen Unterstützungsangebote gibt es?

Das ASV-Team informiert über Angebote, die beim täglichen Umgang mit der Erkrankung hilfreich sein können. Hierzu zählen zum Beispiel Angebote von Selbsthilfeorganisationen, sozialen Diensten und nicht-ärztlichen Berufsgruppen.

Wie lange dauert die Behandlung in der ASV?

Das ist sehr unterschiedlich und hängt von der Art der Erkrankung und der notwendigen Therapie ab. Es kann sein, dass die Untersuchungen Klarheit zur genauen Diagnose schaffen und die weitere medizinische Versorgung dann wieder außerhalb der ASV erfolgt. Oder es kann erforderlich sein, dass die Behandlung durch das ASV-Team über mehrere Monate oder Jahre weitergeführt wird.

Die Patientinnen und Patienten können sich jederzeit dafür entscheiden, ihre Behandlung außerhalb der ASV in den gewohnten Strukturen der üblichen fachärztlichen Versorgung fortzuführen.

Was passiert bei Beendigung der ASV?

Zum Abschluss der Behandlung in der ASV erhalten die Patientinnen und Patienten eine schriftliche Information über die Ergebnisse der Behandlung und das weitere Vorgehen. Patientinnen und Patienten sollten darauf achten, dass sie diese Information vor oder bei ihrem letzten Besuch beim ASV-Team oder direkt im Anschluss erhalten. Und sie können jederzeit nachfragen, wenn sie etwas noch nicht verstanden haben.

Die weiterbehandelnden Ärztinnen und Ärzte werden über die bisherigen Maßnahmen und Therapien und über die notwendigen weiteren Behandlungsschritte informiert.

Kontakt

Klinik für Urologie und urologische Onkologie

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

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Telefon 0201 805-1132
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