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Andrologie und Männergesundheit

Die Andrologie (altgriechisch für Männerkunde) ist ein eher unbekanntes Spezialgebiet der Urologie, das sich mit den Fortpflanzungsfunktionen des Mannes und deren Störungen bei der Zeugungsfähigkeit und der Hormonproduktion befasst. Somit ist die Andrologie die männliche Entsprechung der Gynäkologie.

Eine spezifisch auf Männer bezogene Gesundheitsforschung und Praxis ist nach wie vor die Ausnahme. Während sich bei den Frauen in den vergangenen 20 Jahren eine engagierte Frauengesundheitsforschung und -praxis entwickelt hat, ist dies auf Männerseite erst punktuell vorhanden.

Schwerpunkte andrologischer Erkrankungen

  • Störungen der Erektionsfähigkeit (erektile Dysfunktion)
  • Störungen der Zeugungsfähigkeit (Infertilität)
  • Alterungsprozesse des Mannes (Seneszenz)
  • "Aging male" Syndrom
  • Störungen der Hormonbildung im Hoden (Hypogonadismus)
  • männliche Verhütung (Kontrazeption) und Re-Fertilisierung

Hier können Sie unseren Infoflyer Andrologie herunterladen (PDF)

Erektile Dysfunktion

Störungen der Erektionsfähigkeit

Zahlreiche Störungen wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit und Krebserkrankungen schränken die Erektionsfähigkeit ein und führen zur Impotenz. Umgekehrt kann das Auftreten einer erektilen Dysfunktion erster Hinweis für andere zugrunde liegende Störungen sein (koronare Herzkrankheit).

Um die Ursachen einer Erektionsstörung abzuklären und sie gezielt zu behandeln, müssen Andrologen und die in die Therapie einbezogenen Ärzte eng zusammenarbeiten. Therapeutisch kommen Psychotherapie, Medikamente wie beispielsweise Phosphodiesterase-5-Inhibitoren und operative Verfahren zum Einsatz.

Infertilität

Störungen der Zeugungsfähigkeit

Die reproduktiven Funktionen, die Zeugungsfähigkeit des Mannes und ihre Störungen stellen einen wichtigen Schwerpunkt der Andrologie dar. In interdisziplinärer Zusammenarbeit mit den behandelnden Gynäkologen können Andrologen wesentlich in der Erkennung und Behandlung von Störungen der Zeugungsfähigkeit des Mannes ärztlich tätig werden.

Seneszenz

Vital zu altern ist ein großes Ziel

Daten zu andrologischen Problemen beim älteren und alten Mann gibt es noch nicht im ausreichenden Maße. Die Besonderheit des Alterns bei der Frau mit Eintritt der Menopause ist ungleich besser erforscht und klinisch behandelt.
Der alternde Mann hat besondere andrologische Erkrankungen und ein spezielles Risikoprofil, das bei Therapien unbedingt beachtet werden muss.

Das Syndrom wird als "Altershypogonadismus" bezeichnet und kann unter Berücksichtigung international vereinbarter Empfehlungen erfolgreich behandelt werden.

"Aging male" Syndrom

Die Wechseljahre des Mannes

Unter den Wechseljahren des Mannes, beziehungsweise dem Aging Male Syndrom, versteht man das Auftreten verschiedener Symptome, die einzeln aber auch in Kombination vorliegen können und durch einen Hormonmangel ausgelöst oder verstärkt werden. Es handelt sich dabei um eine sogenannte Befindlichkeitsstörung des Mannes im Rahmen eines physiologischen und normalen Alterungsvorganges.

Etwa ab dem 40. Lebensjahr nehmen alle Körperfunktionen ab. Auch die Funktion des Sexualhormone produzierenden Hodengewebes geht jährlich um ca. ein Prozent zurück. Ein Vorgang der durch den Stress und Leistungsdruck unserer exzessiven Lebensweise noch beschleunigt wird.

Zwischen 20 und 50 Prozent der 50 bis 60-jährigen Männer weisen einen Testosteronspiegel unter der Norm auf. Durch diesen Androgenmangel werden Spermaproduktion und Fruchtbarkeit, Libido und Potenz, Muskelmasse und Muskelkraft reduziert, die Körperfettmasse nimmt zu, lästige Hitzewallungen treten auf. Gedächtnisleistung und Antrieb lassen spürbar nach, Schlaflosigkeit und vermindertes Wohlbefinden stellen sich ein, Aggressionen werden freigesetzt.

Ein verminderter Testosteronspiegel kann Mitursache von Herz-Kreislauferkrankungen, insbesondere der koronaren Herzkrankheit (KHK). Als Spätfolge der verminderten Sexualhormonproduktion ist auch bei Männern mit Mineralverlusten des Skeletts (Osteoporose) zu rechnen.

Hypogonadismus

Störungen der Hormonbildung der Hoden

Eine Beeinträchtigung der Hormonbildung der Hoden (Testosteronmangel) führt zu schweren Störungen des Befindens und der Körperfunktionen (Blutbildung, Knochenstoffwechsel, geistige Funktionen, Stimmung, Libido und Erektionsfähigkeit).

Einen klinisch bedeutsamen Testosteronmangel zu erkennen und diesen effektiv auszugleichen, verbessert die Lebensqualität des Patienten und beugt schweren Folgeschäden vor. Die Ersatztherapie wird auf die Bedürfnisse des Patienten abgestimmt und mit Gel, Pflaster oder Spritzen durchgeführt.

Voraussetzung ist die sorgfältige Untersuchung, das Erkennen der Ursachen und die exakte Kenntnis über eventuell bestehende Gegenanzeigen wie zum Beispiel Prostatakrebs.

Kontrazeption und Re-Fertilisierung

Verhütung beim Mann sowie Re-Fertilisierung - Wiederherstellung der Zeugungsfähigkeit des Mannes

Für Frauen existieren zahlreiche hormonelle und mechanische Verhütungsverfahren, die gleichermaßen sicher wie nebenwirkungsarm und jederzeit vollständig umkehrbar sind.

Männern hingegen steht als sichere Verhütungsmethode nur die Vasektomie (Durchtrennung der Samenleiter) zur Verfügung. Wenngleich dieses Verfahren auch bei 80 bis 90 Prozent der Männer mittels operativer mikrochirurgischer Techniken (Vasovasostomie) oder der da Vinci Operationstechnik erfolgreich rückgängig zu machen ist, bleibt ein hohes Restrisiko, dass die natürliche Zeugungsfähigkeit nicht wiedererlangt wird.

Kontakt

Klinik für Urologie und urologische Onkologie

Alfried Krupp Krankenhaus
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