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Verkleinerung der Gaumenmandeln

Die Gaumenmandeln sind ein Teil des Immunsystems und für die Abwehr von Krankheitserregern wichtig. Sie liegen zwischen den Gaumenbögen im hinteren Bereich der Mundhöhle und sind dort als Vorwölbung auf beiden Seiten zu sehen. Bei gehäufter Mundatmung kann eine Vergrößerung der Gaumenmandeln ein Grund für nächtliches Schnarchen sein. Diese verschließen in einigen Fällen fast gänzlich den Mundatmungsweg.

Nicht selten zeigen Kinder in diesem Fall ein Auftreten von Atemaussetzern während des Schnarchens (kindliche Schlafapnoe) oder Schluckstörungen. In diesem Fall kann eine Verkleinerung der Gaumenmandeln sinnvoll sein.

Gründe für die Verkleinerung der Gaumenmandeln

Atemaussetzer (Schlafapnoe) können zu einer erhöhten Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen oder körperlichen Entwicklungshemmung führen.
Liegen die entsprechenden Vorraussetzung für den verkleinernden Eingriff vor (die Gaumenmandeln dürfen bislang maximal einmal entzündet gewesen sein und es liegt keine chronische Entzündung vor), kann dieser sinnvoll sein.


Bei Kindern hat die Gaumenmandelverkleinerung gegenüber der kompletten Entfernung (Tonsillektomie) den Vorteil, dass Mandelgewebe bestehen bleibt. Das ist in der Entwicklungszeit des Kindes bis zum circa sechsten Lebensjahr zur Schulung des Immunsystems wichtig. Nachteilig ist, dass sich das verbliebene Mandelgewebe wieder vergrößern und wiederkehrend entzünden kann.

Die Operation

Die Operation wird im Rahmen eines stationären Aufenthaltes von circa vier Tagen durchgeführt.
 Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose. Nach Einleiten der Betäubung und Einsetzten eines Mundsperrers, werden jeweils circa Dreiviertel der Gaumenmandel mit einer elektrischen Nadel entfernt. Die Verwendung der elektrischen Nadel garantiert gleichzeitig eine schnelle Blutstillung.
 Bei Bedarf kann die Operation mit einer Entfernung der Rachenmandel, Trommelfellschnitten oder Nasenschwellkörperbehandlung kombiniert werden.
 Auftretende Blutungen werden sorgfältig gestillt, der Mundsperrer wird unter Schonung der Zähne entfernt und die Betäubung wird ausgeleitet.

Nach der Operation

Nach dem Eingriff haben die Kinder in der Regel wenig Schmerzen. Die Nahrungsaufnahme fällt durch die Wunden im Gaumenbereich für einen individuell schwankenden Zeitraum schwerer. Manchmal treten fortgeleitete Ohrenschmerzen auf. Ihr Kind erhält bei Bedarf selbstverständlich ein gut verträgliches Schmerz- oder Fiebermittel. 
Häufig zeigen sich die Kinder kurz nach der Operation durch ein unbedenkliches Nachwirken der Narkosemittel schläfrig und weinerlich.

Mögliche Komplikationen

Die allgemeinen Begleiterscheinungen und Risiken einer jeden Operation sind die Blutung, die Infektion, die Verletzung anderer Organe und die Wundheilungsstörungen. 
Die speziellen Risiken der Mandeloperationen sind selten, aber ernst zu nehmen.
 An erster Stelle steht die Gefahr der Nachblutung. In seltenen Fällen wäre eine operative Blutstillung vonnöten.
Allerdings sind bei den bisher in Deutschland durchgeführten Tonsillotomien keine schweren Nachblutungen beschrieben und kein tödlicher Verlauf bekannt.

Nach der Operation

In den ersten Tagen nach der Operation ist die Nahrungsaufnahme am wichtigsten, oft aber auch schmerzbedingt am schwierigsten. Bei Bedarf werden Schmerzmittel verabreicht, die am besten vor den Mahlzeiten eingenommen werden. Zähneputzen und Kaugummikauen sind erlaubt. 
Die Abheilung dauert im Regelfall ein bis zwei Wochen. In diesem Zeitraum sollten körperliche Anstrengungen und alles, was den Blutdruck erhöht (zum Beispiel Sport, Sauna, schweres Heben, Gymnastik), vermieden werden. Lassen Sie bitte in dieser Zeit Ihr Kind noch aus dem Kindergarten oder ähnlichen Einrichtungen heraus.
 Des Weiteren sollte nicht heiß gebadet  werden. Lauwarmes Duschen ist erlaubt, aber anfangs sollten die Haare noch nicht mit gewaschen werden (gegebenenfalls vorher mit dem behandelnden Arzt Rücksprache halten). 
Auch nach der Entlassung ist eine weitere ärztliche Überwachung erforderlich. Wenden Sie sich dafür bitte an den einweisenden HNO-Arzt.
 Im Falle einer starken Nachblutung rufen Sie den Notarzt. Bei einer leichteren Nachblutung rufen Sie im Alfried Krupp Krankenhaus unter der Telefonnummer 0201 434-0 an und lassen sich mit dem HNO-Arzt verbinden oder erscheinen Sie sofort im Krankenhaus. Legen Sie ruhig etwas Kühles in den Nacken des Kindes.

Ein bis zwei Wochen nach der Operation kann im Regelfall der Alltag wieder aufgenommen werden.

Kontakt

Klinik für Klinik für HNO-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
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45131 Essen

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