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Strahlentherapie bei gutartigen Erkrankungen

In Deutschland erhalten mehr als 20.000 Menschen im Jahr eine Strahlentherapie bei krankhaften Veränderungen, die keine Krebserkrankung sind. Insbesondere bei schmerzhaften Entzündungen in Hüft-, Knie-, Schulter-, Daumen- und Fingergelenken, wie dem Tennisellenbogen oder dem Fersensporn, kann die Strahlentherapie Schmerzen lindern oder ganz beseitigen.

Die Behandlungserfolge mit niedrig dosierten Strahlen sind sehr gut dokumentiert. Sie beruhen zum Beispiel darauf, dass das erkrankte Gewebe stärker durchblutet wird und so die Entzündung schneller abgebaut werden kann. Stark wachsendes gutartiges Gewebe kann durch eine zielgerichtete Strahlentherapie am weiteren Wachstum gehindert wird.

Die Strahlentherapie gutartiger Erkrankungen verlangt die gleiche Sorgfalt wie die Behandlung von Tumorerkrankungen. Erfahrene Strahlentherapeuten setzen diese dann ein, wenn keine anderen Therapien zur Verfügung stehen, diese vom Patienten nicht gewünscht werden oder wenn Alternativen bereits versagt haben. Lassen Sie sich dazu sorgfältig beraten.

Im Folgenden finden Sie Indikationen nicht-maligner Erkrankungen, die eine Radiotherapie erlauben.

Entzündliche Erkrankungen

  • akute, chronische Entzündungsprozesse rezidivierende Schweißdrüsenabszesse
  • Furunkel, Karbunkel
  • Nagelbettentzündung (Panaritium)

Degenerative Erkrankungen

  • schmerzhafte Insertionstendinopathie
  • periarthropathia humeroscapularis (PHS)
  • epicondylopathia humeri (EPH) radialis/ulnaris
  • Calcaneodynie, plantarer oder dorsaler Fersensporn
  • schmerzhafte degenerative Gelenkerkrankungen
  • schmerzhafte Osteoarthrose von Hüft- (Coxarthrose), Knie- (Gonarthrose), Schulter- (Omarthrose) sowie Finger- und Daumengelenke (Polyarthrose, Rhizarthrose) und
  • Arthrosen an anderen Gelenken

Hypertrophische/hyperproliferative Erkrankungen

  • Morbus Dupuytren/Morbus Ledderhose im Frühstadium bei Knoten-/ Strangbildung ohne Streckdefizit
  • Morbus Peyronie (Induratio penis plastica) im Frühstadium bei Knoten- und Strangbildung und leichter Penisdeviation zur Schmerzlinderung und Minderung von Kohabitationsbeschwerden
  • Keloid der Haut und Pterygium der Bindehaut des Auges
  • postoperative Vermeidung eines erneuten Rezidivs

Funktionelle Erkrankungen

  • Gynäkomastie: Vermeidung einer schmerzhaften Brustvergrößerung unter Hormontherapie bzw. Behandlung der symptomatischen Gynäkomastie
  • Endokrine Orbitopathie: Vermeidung von Sehstörungen (u. a. Doppelbildern, Visusverlust)
  • Altersbedingte (feuchte) Makuladegeneration
  • Vorbeugende Bestrahlung von Retina/ subretinalem Gewebe zum Erhalt der Sehkraft bei Auftreten einer feuchten Makuladegeneration
  • Lymphfisteln/ Lymphozelen: Persistierenden Lymphfisteln nach OP in verschiedenen Körperregionen
  • Prophylaxe heterotoper Ossifikationen: Vermeidung von Verknöcherungen nach schwerem Trauma oder OP an großen Gelenken (Hüfte, Knie, Schulter, Ellenbogen, andere Gelenke) und zur Vorbeugung nach operativer Entfernung von Narbenknochen
  • Stereotaktische Bestrahlung von gutartigen Prozessen im Gehirn
  • Behandlung und Vorbeugung von Rezidiven bei Meningeom, Akustikus-Neurinom, Hypophysenadenom, Angiom bzw. Gefäßmissbildungen

Weitere Indikationen

  • Pigmentierte villonoduläre Synovitis
  • PVNS
  • Hämangiom des Knochens
  • Hauterkrankungen, z. B. juckende Dermatosen/ Ekzeme
  • unzugängliche Herde bei Psoriasis Basaliom; Keratosen

Kontakt

Klinik Radioonkologie und Strahlentherapie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

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