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Mikrochirurgische Mittelohrchirurgie

Die mikrochirurgische Mittelohrchirurgie ist eine Kernkompetenz der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid.

Zum Leistungsspektrum in diesem Bereich gehören zum Beispiel:

  • Otoskopie/ Parazentese/ Paukendrainage im Kindesalter
  • Knorpelpalisadentympanoplastik
  • Cholesteatomchirurgie
  • Steigbügelchirurgie
  • Versorgung von Erkrankungen des Felsenbeines

Behandlung von chronische Mittelohrentzündungen

Mithilfe der Knorpelpalisadentympanoplastik / Cholesteatomchirurgie werden in der HNO-Heilkunde chronische Mittelohrentzündung, chronische Otitis media, Trommelfellperforation, Cholesteatom, Knochenfraß und Adhäsivprozess behandelt.
 
Verschiedene Formen der chronischen Mittelohrentzündung führen zur Zerstörung des Trommelfells, der Gehörknöchelchenkette oder weiterer wichtiger Strukturen des Ohres (Hör- und Gleichgewichtsorgan, Gesichtsnerv, Hirnhaut). Die Behandlung dieser Entzündungen besteht in der Behebung des Entzündungsherdes und dem Wiederaufbau des Trommelfells und bei Bedarf auch der Gehörknöchelchenkette (Tympanoplastik). In vielen Fällen wird eine teilweise Rekonstruktion des Gehörganges erforderlich (Epitympanumplastik, Antrumplastik, Attikplastik).
 
Entsprechend der langen Tradition unserer Klinik, die auf viele Jahrzehnte langer Erfahrung in der Ohrchirurgie basiert, und der immer wieder optimierten mikrochirurgischen Technik verwenden wir für die rekonstruktiven Maßnahmen körpereigenen Knorpel. Dieser wird während des Eingriffs am operierten Ohr entnommen (Conchaknorpel), ohne dass nach Ausheilung des Ohres kosmetisch sichtbare Veränderungen einträten.
 
Chronische Belüftungsstörungen der Paukenhöhle (Adenoide, Tubenkatarrh, Tubenstenose) und in der Kindheit rezidivierend auftretende akute Mittelohrentzündungen können zu einer Instabilität des Trommelfells führen (Trommelfellatrophie). Das ausgedünnte (atrophe) Trommelfell kann schließlich zu einer Verklebung und Verwachsung in der Paukenhöhle führen (Adhäsivprozess), was wiederum die Gefahr der Gehörknöchelchenzerstörung und der Ausbildung eines Cholesteatoms in sich birgt.
 
In solchen Fällen wird eine operative Lösung der Verwachsung mit einer Unterfütterung und somit Stabilisierung des Trommelfells notwendig.
 
Im Falle eines Cholesteatoms (chronische epitympanale Otitis media, Knocheneiterung, „Knochenfraß") oder einer akuten Entzündung des Felsenbeins (akute Mastoiditis) kann es zu einer Ausbreitung der Entzündung in die Knochenzellen des Warzenfortsatzes kommen, so dass eine teilweise oder gar komplette Entfernung notwendig wird (Antrotomie, Mastoidektomie, Radikalhöhlenanlage). Um die Ausheilung zu beschleunigen und langfristig die Pflege des radikal operierten Ohres zu erleichtern, wird die Ohrradikalhöhle mit körpereigenem Ohrknorpel verkleinert (Mastoidverkleinerungsplastik).

Otosklerose/ Steigbügelchirurgie

Bei der Otosklerose kommt es durch knöcherne Umbauprozesse zu einer Fixierung des Steigbügels (Stapes) in seiner unter gesunden Umständen schwingfähigen Aufhängung (Lig. anulare, ovales Fenster). Diese Erkrankung hat eine Schwerhörigkeit zur Folge, die meist im jugendlichen Alter (vor allen bei Frauen) auftritt und langsam voranschreitet. Gelegentlich tritt Ohrrauschen (Tinnitus) auf, selten beklagen Betroffene auch Schwindel (Vertigo).

Die Behandlung der Otosklerose ist operativ und besteht in der Steigbügelplastik (Stapesplastik). Nach Eröffnung der Paukenhöhle (Tympanoskopie), die vom Gehörgang her erfolgt, werden zunächst die otosklerotischen Massen entfernt. Eine sehr bewährte Besonderheit unserer Klinik besteht darin, dass bei der Operation lediglich körpereigenes Material verwendet wird. In den meisten Fällen können Anteile des Steigbügels noch erhalten werden (hinterer oder vorderer Schenkel) und im ovalen Fenster so verankert werden, dass die Schwingungen des Trommelfells und der Gehörknöchelchenkette ungehindert übertragen werden können. In wenigen Fällen erlauben anatomischen Umstände eine Erhaltung des Steigbügels nicht, so dass zur Überbrückung eine körperfremde stempelförmige Prothese (Stapespiston) implantiert werden muss.

Kontakt

Klinik für Klinik für HNO-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

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Sekretariat
Ingrid Möller

Telefon 0201 434-2562
Telefax 0201 434-2370

hno@krupp-krankenhaus.de

 

 

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