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Chronischer Schmerz

Im Bereich der operativen Schmerztherapie bietet die Klinik für Neurochirurgie am Alfried Krupp Krankenhaus unter anderem folgende Leistungen an:

Therapie der Trigeminusneuralgie

Ursache für anfallsartig auftretende Gesichtsschmerzen (Trigeminusneuralgie) kann sowohl ein Gefäß-Nerven-Kontakt im Schädelinneren als auch eine Schädigung der Nervenfasern nach einem Trauma, einer Entzündung (z.B. Herpesvirusinfektion, Multiple Sklerose) oder einer Kompression durch Tumorwachstum sein. Zunächst sollte daher eine MRT-Bildgebung des Kopfes zur Eingrenzung der Ursache durchgeführt werden. Nach Ausschluss eines Tumorwachstums sollte zunächst eine medikamentöse Schmerztherapie angepasst werden.

Bei fehlender Besserung und Nachweis eines Gefäß-Nerven-Kontaktes ist das Mittel der Wahl eine Operation mit Freilegung und Abpolsterung des Nerven (Jannetta-OP). Liegt eine andere, z.B. entzündliche Ursache vor, bieten wir in unserer Klinik die sogenannte „Thermorhizotomie“ an.

Bei diesem Verfahren wird unter Röntgendurchleuchtung eine Punktionskanüle an den Austritt des Nerven an der Schädelbasis herangeführt und kontrolliert erhitzt. Hierdurch werden gezielt die Schmerzfasern verödet. Zusätzlich wird eine Gewebereaktion angestoßen, welche eine verzögerte schmerzlindernde Wirkung hat. Dieser Eingriff eignet sich auch für Patienten, bei denen auf Grund eines erhöhten Narkoserisikos von einer offenen Operation abgesehen wird. Eine Vollnarkose ist nicht erforderlich. Durch eine Kombination aus örtlicher Betäubung und kurzer Sedierung kann der Eingriff schonend und gut kontrolliert durchgeführt werden. Im Rahmen des kurzen stationären Aufenthaltes legen wir großen Wert auf eine enge Arzt-Patienten-Bindung und eine gezielte physiotherapeutische Mitbetreuung. Eine Nachuntersuchung mit eingehender Beratung und Planung des weiteren Vorgehens findet, soweit erwünscht, drei Monate später in unserer neurochirurgischen Ambulanz statt.

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Rückenmarkstimulation (Spinal Cord Stimulation, SCS)

Die SCS (auch „Schmerzschrittmacher" genannt) ist eine wirksame Therapiemöglichkeit für schwer behandelbare Schmerzen mit neuropathischem Schmerzcharakter. 

Bei welchen Schmerzen kann eine epidurale Rückenmarksstimulation (SCS) angewendet werden?

Diese Schmerzen können im Bereich der Arme und Beine nach längerer Nervenkompression durch einen Bandscheibenvorfall oder eine Spinalkanalstenose sowie im Verlauf nach Operationen an der Wirbelsäule oder des Brustkorbes entstehen. Die Schmerzen fühlen sich meist brennend oder stechend und drückend an und sprechen auf die herkömmlichen Therapiemöglichkeiten nicht an. Bevor eine epidurale Rückenmarksstimulation in Erwägung gezogen wird, sollten eine operativ behebbare Ursache ausgeschlossen und konservative Therapiemöglichkeiten (Medikamente, Physiotherapie, Osteopathie etc.) ausgeschöpft werden.

Bei die Therapie eines schwer behandelbaren CRPS I (komplex regionales Schmerzsyndrom) konnte die Rückenmarkstimulation ebenfalls nachweislich gute Ergebnisse liefern. Dieses lokalisierte Schmerzsyndrom kann nach einem Trauma oder einer Operation an den oberen oder unteren Extremitäten auftreten.

Des Weiteren kann eine epidurale Rückenmarksstimulation in definierten Stadien und Symptomkonstellationen einer pAVK (periphere arterielle Verschlusskrankheit) erwogen werden.

Bei anderen neuropathischen Schmerzsyndromen z.B. nach einer Herpes-Zoster-Infektion, bei diabetischer Polyneuropathie oder einer Nervenplexusschädigung kann im Individualfall nach Ausreizung der konservativen Therapiemöglichkeiten eine epidurale Rückenmarksstimulation erwogen werden.

Im Rahmen unserer spezialisierten neurochirurgischen Ambulanz nehmen wir uns Zeit mit unseren Patienten die Therapiemöglichkeiten zu besprechen und eine gemeinsame Lösung zu erarbeiten.

Wird die Operation in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt?

Je nachdem, welche Elektrode für die epidurale Rückenmarksstimulation gewählt wird, kann die Operation entweder in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden. Bei einer in Einzelfällen favorisierten Plattenelektrode ist eine Operation in Vollnarkose notwendig. In den meisten Fällen wird eine sogenannte Stabelektrode implantiert, welche über eine Punktionskanüle meist in örtlicher Betäubung eingesetzt wird. Diese Operation kann aber auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Die Vorgehensweise planen wir in enger Absprache und nach eingehender Beratung mit den Patienten.

Kann ich mit einem „Schmerzschrittmacher“ noch MRT-Untersuchungen durchführen lassen?

Die von uns implantierten Systeme sind bedingt MRT-fähig bis 1,5 Tesla. Hierzu muss sowohl eine Einstellung am MRT-Gerät (einmalig) als auch am Pulsgenerator des Patienten vorgenommen werden. Die Einstellung am Pulsgenerator des Patienten kann problemlos über das mitgelieferte Steuergerät erfolgen. Für etwaige Rückfragen stehen wir selbstverständlich auch nach der Operation gerne zur Verfügung und bieten eine regelmäßige Sprechstunde an, in der eine Überprüfung oder Feineinstellung des Systems vorgenommen werden kann. Hier können auch technische Fragen ausführlich beantwortet werden.

Wie lange hält das SCS-System? Muss es irgendwann ausgetauscht werden?

Dies hängt von der Art des Pulsgenerators und dem individuellen Stromverbrauch ab. Der Pulsgenerator wird auf Basis der medizinischen Daten sowie der Bedürfnisse unserer Patienten ausgewählt. Ein aufladbares System muss nach durchschnittlich zehn Jahren ausgetauscht werden. Die nicht-aufladbaren Systeme halten je nach Größe und Stromverbrauch etwa fünf bis zehn Jahre. Ein Wechsel ist problemlos möglich.

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