Epilepsie (Anfallsleiden)

Eine Epilepsie ist eine Erkrankung, bei der es aufgrund einer persönlichen Anfälligkeit (Prädisposition) zu wiederkehrenden Krampfanfällen kommen kann. Krampfanfälle können sich als Ohnmachten und motorischen Entäußerungen, jedoch auch als Verhaltens- und Bewusstseinsstörungen zeigen.

Die Ursachen hierfür können spontan, das heißt ohne erkennbare Ursache auftretende Anfälle oder Erkrankungen des Gehirns wie zum Beispiel Entzündungen, Schlaganfälle oder Hirntumoren sein. Auch genetisch bedingte Epilepsien, die im Kindesalter beginnen und sich in das Erwachsenenalter fortsetzen, sind möglich. Epileptische Anfälle können auch ohne das Vorliegen einer Epilepsie-Erkrankung auftreten, wenn sie zum Beispiel durch Schlafentzug, Alkoholgenuss oder Flackerlicht provoziert werden.

Eine Epilepsie wird in der Regel medikamentös behandelt. Hierfür stehen mittlerweile zahlreiche sogenannte „Antikonvulsiva“ (Medikamente gegen epileptische Anfälle) zur Verfügung. Für ausgewählte Patienten kommen auch epilepsiechirurgische Eingriffe in Frage, bei denen ein Teil des Gehirns, der die Anfälle wiederkehrend verursacht, herausoperiert wird.

Unser Leistungsspektum umfasst:

  • die Erstdiagnose von epileptischen Anfällen, insbesondere in der Abgrenzung zum Vorliegen einer Epilepsieerkrankung
  • die differentialdiagnostische Abgrenzung von Bewusstseinsverlusten oder –störungen im Hinblick auf andere, nicht-epileptische Ursachen (Hier besteht eine besondere Expertise zur Abgrenzung von kreislaufbedingten Störungen (Synkopen) durch unser Kipptischlabor)
  • die Durchführung der EEG-Diagnostik inklusive aller gängigen Provokationsmethoden
  • die Durchführung von MRT-Aufnahmen, auch in spezieller Fragestellung zur Abgrenzung von Hippokampusläsionen, gefäßbedingten oder entzündlichen Veränderungen des Gehirns
  • die Durchführung von Liquoruntersuchungen (Nervenwasser) zur Abgrenzung entzündlicher Ursachen der Epilepsie
  • die medikamentöse Ersteinstellung und Neueinstellung bei bekannten Epilepsien, die unzureichend auf die Standardtherapien ansprechen unter stationären Bedingungen
  • die Möglichkeiten zur Intensivüberwachung auf einer Monitorstation oder der interdisziplinären Intensivstation bei therapierefraktären Anfällen oder Staten
  • die Beratung hinsichtlich Ihrer Fahrtauglichkeit, ggf. unter Hinzuziehen einer neuropsychologischen Diagnostik

Patienteninformation zum Langzeit-Video-EEG-Monitoring