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Das Alfried Krupp Krankenhaus ist einem besonderen Erbe verpflichtet

Die Arbeit im Krankenhaus folgt der Tradition der Familie Krupp: Dem unternehmerischen Geist, der fortschrittsorientiert wichtige Innovationen hervorgebracht und gleichzeitig den Dienst an der Gesundheitsfürsorge immer als eine grundlegende Verpflichtung angesehen hat.

„Vorstellungen einer falsch verstandenen Tradition
dürfen uns nicht hindern, zu neuen Wegen zu finden.“
Alfried Krupp von Bohlen und Halbach, am 1. April 1967.

Die Suche nach neuen Wegen bedeutet für die Mitarbeiter des Alfried Krupp Krankenhaus, kontinuierlich die Fortschritte der aktuellen Forschung im Bereich der Medizin zu analysieren, um noch wirkungsvollere Methoden zu finden, Schmerzen zu lindern und Krankheiten zu heilen.

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung ist Eigentümerin des Alfried Krupp Krankenhaus. Den Fortschritt der Medizin zu fördern ist ein wichtiges Ziel der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Seit der Gründung der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung 1968 sind mehr als 190 Millionen Euro in Fördervorhaben im Satzungsbereich Gesundheitswesen geflossen.

Der Idee einer Stiftung, Vermögen in den Dienst der Gesundheit von Menschen zu stellen, ist ein traditioneller Gedanke, der in der modernen Gesundheitslandschaft eine ganz neue Bedeutung bekommt.

Unsere Werte, die den Menschen als ganzheitlich betrachten, die christliche Ethik und der Glaube an die Verpflichtung, den Fortschritt in der Medizin für unsere Patienten zu nutzen, stellen eine wertvolle Kombination dar, die von Patienten, Angehörigen und niedergelassenen Ärzten gleichermaßen geschätzt wird.

Unsere Chronik: Über 150 Jahre Stiftungskrankenhaus

Von einer ersten Basisversorgung bis zum modernen Krankenhaus – die über 150-jährige Geschichte des Alfried Krupp Krankenhaus steht beispielhaft für den Aufstieg der Stadt Essen und des Ruhrgebietes zur heutigen Metropolregion. Mit wachsenden Bevölkerungszahlen stieg ab dem 19. Jahrhundert auch der Bedarf an einer fortschrittlichen Medizin kontinuierlich an. Aus der sozialen Verantwortung eines Großunternehmens (Kruppsche Krankenanstalten) und der Idee christlicher Nächstenliebe (Lutherhaus) entstehen zwei Krankenhäuser, die seit 2008 als Alfried Krupp Krankenhaus mit fast 900 Betten einen wichtigen Versorgungsauftrag für die Stadt Essen erfüllen.
Diese Seite gibt Einblicke in eine bewegte Geschichte.

Video-Tipp: Die WDR-Reihe „Heimatflimmern" zeigt in starken Bildern 150 Jahre Krankenhausgeschichte. „Vom Lazarett zur Spitzenmedizin - 150 Jahre Krupp Kliniken“ (abrufbar in der WDR-Mediathek, März 2021)

Kruppsche Krankenanstalten / Alfried Krupp Krankenhaus bis 2007
1811 bis 1853

Nach der Gründung der Firma Fried. Krupp im Jahr 1811 werden erkrankte Arbeiter der Gußstahlfabrik zunächst vom Firmeninhaber Alfred Krupp unterstützt. Um 1836 wird eine erste Hilfskrankenkasse eingerichtet, im Jahr 1853 eine "Kranken- und Sterbekasse" für die Gußstahlfabrik.

1850 bis 1870

Die Zahl der Einwohner in Essen steigt durch das schnelle Wachstum der Kruppschen Werke von 9.000 auf 50.000 an. Der Bedarf an Krankenhausbetten ist groß.

1870

Im Sommer 1870 lässt Alfred Krupp in einem Arbeiterwohnheim ein provisorisches Krankenhaus zur Versorgung der Verwundeten aus dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/1871) einrichten. Gleichzeitig stiftet er in der Lazarettstraße / Hoffnungsstraße den Bau eines Barackenlazaretts mit 100 Betten – den Grundstein der späteren Krupp Krankenanstalten.

Das daraus entstehende Krankenhaus wird Teil des von Alfred Krupp für seine Werksangehörigen geschaffenen Sozialsystems. Mit seinen Werkswohnungen, Kindergärten und Erholungshäusern, Kranken- und Pensionskassen war es vorbildlich für die spätere Entwicklung des Sozialstaates.

1872

Die Königlich-Preußische Regierung erteilt der Firma Fried. Krupp die Konzession zum Betrieb eines Werkskrankenhauses für die Arbeiter der Gußstahlfabrik in den Gebäuden des ehemaligen Lazarettes. Die Holzbaracken werden im Laufe der nächsten Jahre durch Steingebäude ersetzt.

1886 bis 1888

Zur Aufnahme von kranken Frauen und Kindern der Werksangehörigen werden die Krankenhausanlagen erweitert. Die Firma Freidrich Krupp schließt mit der „Genossenschaft der Barmherzigen Schwestern zu Essen" einen Pflegevertrag ab. Der neue Firmeninhaber Friedrich Alfred Krupp lässt in den folgenden Jahren die Krankenhausbauten und technischen Einrichtungen modernisieren.

1896

Bereits ein Jahr, nachdem der Physiker Wilhelm Conrad Röntgen die später nach ihm benannten elektromagnetischen „X-Strahlen" entdeckte, erwirbt das Krankenhaus einen Röntgenapparat.

1897

Am Stadtwald im Essener Süden wird das von Friedrich Alfred Krupp gestiftete „Kaiserin Auguste Viktoria-Erholungshaus" eröffnet. Unterstützt von Margarethe Krupp entstehen auf dem Gelände am Altenhof 22 Erholungshäuser zur Nachbehandlung von Patienten.

1900

Bau von zwei Kapellen am Altenhof. Die noch erhaltene Katholische Kapelle wird heute als ökumenisches Gotteshaus genutzt.

1906

Margarethe Krupp stiftet 1 Million Mark für eine Erweiterung des Erholungshauses, in das auch Frauen und Kinder aufgenommen werden sollen. Bis 1907 entstehen in Essen-Rüttenscheid, dem Altenhof vorgelagert, 22 Erholungshäuser zur Nachbehandlung der Patienten.

1907 / 1908

Durch das schnelle Wachstum der Stadt Essen auf ca. 230.000 Einwohner steigt auch der Bedarf an medizinischen Einrichtungen. Die Krankenanstalten an der Lazarettstraße und Hoffnungsstraße werden unter anderem durch ein modernes Operationshaus und mehr Betten erweitert.

1912

Eröffnung des Arnoldhauses als Wöchnerinnenhaus in der Nähe des Altenhofs. Bertha Krupp hatte es nach dem frühen Tod ihres Sohnes Arnold (1909) als Entbindungsheim gegründet. Mütter, die mindestens das zweite Kind zur Welt gebracht hatten, konnten sich dort acht bis zehn Tage erholen.

1914

In der Nähe des Krankenhauses an der Hoffnungsstraße/ Lazarettstraße wird ein Bad für physikalische Heilmethoden errichtet, welches mit modernen Einrichtungen ausgestattet ist und auch Nichtwerksangehörigen zur Verfügung steht.

1920

Das Krankenhaus an der Lazarettstraße / Hoffnungsstraße wird mit den Erholungshäusern am Altenhof zu den „Kruppschen Krankenanstalten" unter eigener Verwaltung zusammengefasst. Von diesem Zeitpunkt an stehen die Krankenanstalten nicht nur Krupp-Angestellten, sondern der gesamten Essener Bevölkerung zur Verfügung. Bis zum Jahr 1939 wächst die Bettenzahl aller Einrichtungen auf insgesamt 1.220.

1928

Die Gasbeleuchtung des Krankenhausgeländes wird durch eine zentral steuerbare elektrische Beleuchtung ersetzt.

1935 bis 1937

Neubau eines repräsentativen Eingangsgebäudes an der Hoffnungsstraße/ Lazarettstraße.

1938

Die gynäkologische Abteilung der Krankenanstalten wird zum Altenhof verlegt und hier als Frauenklinik (Krankenhaus am Altenhof) weitergeführt.

1939

Unter dem Namen „Kruppsche Krankenanstalten“ werden folgende zusätzliche Bezeichnungen eingeführt:

1. Krankenhaus Hoffnungsstraße/ Lazarettstraße
2. Krankenhaus am Altenhof
3. Arnoldhaus für Wöchnerinnen
4. Frauen- und Erholungsheim Essen-Heidhausen

Den Kruppschen Krankenanstalten stehen 1220 Betten auf insgesamt 18 ha Gelände zur Verfügung.

1939

Kriegsbeginn am 1. September. Das Krankenhaus an der Lazarettstraße ist während des Krieges als Hauptverbandplatz vorgesehen. Der Großteil der Patienten wird zum Krankenhaus am Altenhof verlegt. In der Nacht vom 1. auf den 2. Juni 1942 fallen bei einem Luftangriff 80 Brandbomben und Phosphorbomben auf das Krankenhaus.

1942 bis 1945

Auf dem Altenhof haben seit Januar 1943 bis September 1944 insgesamt 17 Luftangriffe die Gebäude zerstört. Das Krankenhaus an der Lazarettstraße / Hoffnungsstraße wird im Juni 1944 durch Bombenangriffe vollständig zerstört. Im ebenfalls von Bomben getroffenen Altenhof entsteht ein Behelfskrankenhaus für die Versorgung der Essener Bevölkerung.

1960

Die 22 ehemaligen Erholungshäuser am Altenhof sind wiederhergestellt und bieten Platz für 550 Krankenbetten.

1963

Alfried Krupp von Bohlen und Halbach regt einen Neubau des Krankenhauses an. Dies wird vom Land Nordrhein-Westfalen auf einer Zielplanungskonferenz unterstützt.

1965

Die Kruppschen Krankenanstalten werden rechtlich zur gemeinnützigen GmbH verselbstständigt. Alleingesellschafter bleibt zunächst die Firma Fried. Krupp. Bis zu diesem Zeitpunkt war das Krankenhaus eine Betriebsabteilung der Firma.

1967

1. April 1967 Bekanntgabe des Entschlusses zur Gründung einer Stiftung durch Alfried Krupp von Bohlen und Halbach.
Am 30. Juli 1967 stirbt Alfried Krupp von Bohlen und Halbach.
Im Oktober 1967 wird die Planung für den Neubau des Krankenhauses eingestellt. Das Unternehmen erwägt den Verkauf bzw. die Schließung des Krankenhauses.

1968

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung nimmt ihre Tätigkeit auf.

1969

Auf Initiative des Vorsitzenden des Kuratoriums der 1968 gegründeten Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, Berthold Beitz, wird entschieden, das Krankenhaus in Trägerschaft der Stiftung zu betreiben und einen Neubau zu errichten.

1969

Gründung der Krankenpflegeschule

1971

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung übernimmt im März die Geschäftsanteile der Krankenhaus gemeinnützigen GmbH von der Firma Fried. Krupp GmbH. Das 45.000 qm große Baugrundstück stellt die Fried. Krupp GmbH im Wege des Erbbaurechts zur Verfügung.

1975 bis 1980

Das Land Nordrhein-Westfalen erteilt im April 1975 die Zusage zur Finanzierung des Krankenhaus-Neubaus. Die Zwischenfinanzierung des auf 150 Millionen DM veranschlagten Krankenhausprojektes garantiert die Krupp Stiftung. Architekten sind Wörner+Partner, das innere Erscheinungsbild gestaltet Otl Aicher. 1977 ist Baubeginn, 1978 Richtfest. Am 20. August 1980 nimmt das Krankenhaus mit 560 Betten, 11 Kliniken und 794 Mitarbeitern den Betrieb auf.

1980

Am 5. September wird der Neubau offiziell eingeweiht und erhält den Namen „Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Krankenhaus". Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Name jedoch bald zu „Alfried Krupp Krankenhaus" verkürzt.

1986

Das Alfried Krupp Krankenhaus erhält den ersten Kernspintomographen.

1989

Anbau des siebten Operationssaales.

1990 bis 1991

Das Alfried Krupp Krankenhaus erhält ein modernes Angiographiegerät und eine weitere biplane Angiographieanlage (Neurostar). Beginn interventioneller Behandlungen.

1992

Start des Pilotprojektes ,,EDV-gestütztes Informations-und Kommunikationssystem“. Anschaffung einer multifunktionalen Angiographieanlage zur Durchführung von Herzkatheter-Untersuchungen. Die Krankengymnastikschule wird staatlich anerkannt.

1994

Einrichtung einer neurologischen Rehabilitation für ambulante und stationäre Patienten auf dem Gelände des Krankenhauses.
Die erste Behandlungseinheit für Schlaganfallpatienten (Stroke Unit) in Nordrhein-Westfalens wird im Alfried Krupp Krankenhaus im Oktober in Betrieb genommen.
Aufnahme der Schwerpunkte Sportmedizin und Schmerztherapie in den Krankenhausplan des Landes Nordrhein-Westfalen.
Aufnahme des Teilgebietes Kardiologie in den Krankenhausplan des Landes Nordrhein-Westfalen.
Der Ambulante Hospizdienst nimmt seine Arbeit auf.

1995

Aufnahme des Teilgebiets Gefäßchirurgie in den Krankenhausplan des Landes Nordrhein-Westfalen. Das Krankenhaus erhält einen neuen Spiral-Computertomographen und eine Gamma-Kamera.

1999

Schule für Operationstechnische Assistentinnen und Assistenten (OTA) wir eröffnet.

2000

Umfangreiche Baumaßnahmen erweitern das Krankenhaus um einen Hörsaal (Berthold Beitz Saal), eine moderne Cafeteria und ein neues Ambulanzzentrum mit zwei Operationssälen.

Außerdem:
Generalsanierung der Strahlentherapie und Anschaffung von zwei modernen Linearbeschleunigern mit Lamellen-Kollimatoren (MLC).
Anschaffung eines Elektronenstrahltomographen für die nicht-invasive Herzdiagnostik.
Umbau aller Vierbettzimmer in Zweibettzimmer mit eigenen Badezimmern.
Generalsanierung der Hals-Nasen-Ohren-Ambulanz.
Erneuerung aller Röntgenanlagen in Digitaltechnik und Aufbau eines digitalen Röntgenbildarchivs (PACS).
Einweihung des kardialen Elektronenstrahltomographen.

2001

Bau des neuen Herzkatheterlabors mit digitaler Koronar-AngiographieanIage.

2002

Modernisierung der gynäkologischen Abteilung. Die Klinik etabliert ein Brustzentrum.

2003

Entschluss zur Generalsanierung und Erweiterung der Intensivstation mit vollständiger Finanzierung durch die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung. Einweihung erfolgt zwei Jahre später.

2004

Das Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid kooperiert mit dem Evangelischen Krankenhaus Lutherhaus in Essen-Steele. Beide Häuser bleiben rechtlich selbstständig, medizinisch und wirtschaftlich wachsen sie zusammen.

Evangelisches Krankenhaus Lutherhaus bis 2007
1883

Auf Initiative des Pastors der Gemeinde Königssteele Gustav Otto Augener wird der Bau eines Krankenhauses geplant. Anlässlich des 400. Geburtstages Martin Luthers soll es den Namen „Lutherhaus" tragen.

1884

Das erste Grundstück, 5106 qm, an der Augenerstraße wird für 4.500 Reichsmark, gekauft. Dort wird der Bau eines einstöckigen Pavillonsystems geplant. Die Baugenehmigung wird 1887 erteilt.

1889

Am 16. Juni wird das Lutherhaus an der Augener Straße mit der Aufnahme von acht Patienten in Betrieb genommen.

1890

Ein Gestellungsvertrag mit dem Diakonissenhaus Bethel, Bielefeld, wird abgeschlossen. Die Diakonissen übernehmen den Pflegedienst.

1895 / 1907

Die Krankenhauskapazität wird durch Ausbauten auf insgesamt 100 Betten erweitert.

1907

Ein weiterer Ausbau mit zusätzlichen 30 Betten wird fertiggestellt. Die Kosten betragen 100.716 RM.

1914

Während des 1. Weltkrieges wird das Krankenhaus zum Hilfslazarett erklärt.

1920

Die Diakonissen des Niederrheinischen Mutterhauses Duisburg-Großenbaum treten den Dienst in Steele an.

1926

Es werden die beiden Personalhäuser der Augenerstraße 37/39 gekauft. Die staatliche Krankenpflegeschule wird gegründet.

1929

Der Polyphos-Röntgen-Apparat, einer der modernsten Geräte seiner Zeit, steht dem Krankenhaus zur Verfügung.

1930

Nach einem erneuten Umbau und Modernisierungsarbeiten verfügt das Lutherhaus über 150 Betten, die von einem Team aus 8 Fachärzten und 30 Schwestern betreut werden. Folgende Fachdisziplinen sind nun im Hause vertreten: Innere Medizin, Urologie, Gynäkologie und Geburtshilfe. Chirurgische Fälle können auch behandelt werden, da der
Gynäkologe gleichzeitig auch Chirurg ist.

1939 bis 1945

Während des 2. Weltkrieges werden dem Krankenhaus zwar Schäden zugefügt, jedoch konnten diese selbständig behoben werden.

1953

Nachdem das Lutherhaus den 2. Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden hat, kann die Gesamtbettenzahl auf 196 ausgebaut werden. Mit 70 Betten ist die Urologie die zweitgrößte in ganz Nordrhein-Westfalen.

1959 bis 1961

Die Bettenzahl wird auf 212 belegbare Betten erhöht. Steigende Patientenzahlen und der geplante Ausbau der Essener Oststadt machen eine erneute Vergrößerung des Krankenhauses nötig. Der Antrag auf einen Ausbau wird jedoch abgelehnt. Stattdessen soll die Krankenhausleitung einem Neubau zustimmen.

1965

Die Diakonissen verlassen nach 45-jähriger Tätigkeit das Krankenhaus und übergeben es der freien Schwesternschaft.

1969

Auf neuem Grundstück zwischen Augener Straße und Hellweg beginnt der Neubau des Lutherhaus nach Entwurf von Prof. Peter Poelzig.

1972

Am 15. Dezember erfolgt die Belegung des Krankenhausneubaus mit insgesamt nun 333 Betten und 6 Kliniken.

1974

Das erste Altenpflegeseminar in Essen wird am Lutherhaus gegründet.

1976

Richtfest der „Krankenpflegeschule an der Ruhr"

1981

Im Herbst 1981 erfolgt der Abriss des alten Lutherhaus-Gebäudes.

1983

Das Lutherhaus wird akademisches Lehrkrankenhaus.

1985

Einweihung der Lutherhauskapelle und der neugestalteten Eingangshalle.

1986

Errichtung eines Anbaus mit weiteren Patientenzimmern, großzügigeren Aufenthaltsräumen und der Patientenbibliothek.

1987

Ein Großbrand am 23. November führt zur zwischenzeitlichen Stillegung des Krankenhauses. Brandursache ist die Explosion zweier Gasflaschen auf dem Dach des Funktionstraktes. Alle Patienten können evakuiert werden. Nach 14 Wochen kann der Betrieb in provisorischen Einrichtungen auf der Wiese vor dem Krankenhaus wieder aufgenommen werden. Die Stationen werden nach und nach wieder eröffnet. Bei der anschließenden Komplettrenovierung wird die Intensivstation auf 12 Betten erweitert.

1991

Der Notarztbezirk Oststadt wird gegründet und ärztlich vom Lutherhaus betreut.

1992

Ein erster Computertomograph wird angeschafft.

1994

Das Gesundheitszentrum am Lutherhaus wird eröffnet und ermöglicht ambulante Rehabilitation für orthopädisch/ traumatologische Erkrankungen. Eröffnung des Schlaflabors (1998 durch die DGSM-akkreditiert)

1996

Am 28. Juni wird das Hospiz Essen-Steele am Lutherhaus durch den Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen Johannes Rau eingeweiht.

Außerdem:
Offizielle Auszeichnung als "Gesundheitsförderndes Krankenhaus" durch die Weltgesundheitsorganisation.
Der Therapie- und Sinnesgarten wird eingeweiht.

1997

Neubau des Gesundheitszentrums am Lutherhaus.

1999

Das Computerunterstütze Operationssystem ("CASPAR") ermöglicht zementlose Hüftoperationen in der Klinik für Unfallchirurgie.

2000

Im August erhält das Lutherhaus als vierte Klinik in NRW die Zertifizierung nach der „Europäischen Öko-Audit-Verordnung”.

2001

Die Kassenärztliche Notdienstpraxis am Lutherhaus wird im August eröffnet.

Die Urologische Klinik - zweitälteste in NRW - feiert ihr 75-jähriges Bestehen mit einer großen Jahrestagung (über 350 Urologen aus ganz Deutschland nehmen daran teil).

2004

Das Alfried Krupp Krankenhaus in Essen-Rüttenscheid kooperiert mit dem Evangelischen Krankenhaus Lutherhaus in Essen-Steele. Beide Häuser bleiben rechtlich selbstständig, medizinisch und wirtschaftlich wachsen sie zusammen.

2006

Umfangreiche Umbaumaßnahmen sowie der Bau des neuen B-Traktes für die Intensivstation beginnen.

Download

Hier finden Sie eine ausführliche Chronik des Lutherhaus

Altbau (1883-1965)

Neubau (1963-2008)

zum Download als PDF.

Alfried Krupp Krankenhaus 2008 bis heute
2008

Die Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Krankenhaus gGmbH erwirbt alle Geschäftsanteile der Evangelisches Krankenhaus Lutherhaus gGmbH. Das neue Alfried Krupp Krankenhaus gehört seither mit 893 Planbetten an zwei Häusern in Rüttenscheid und Steele zu den größten Krankenhauseinrichtungen in Essen.

2009

Gefördert von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung entsteht in Rüttenscheid ein modernes Ärztehaus. Der Entwurf stammt, wie schon beim Krankenhausneubau 1980 von Wörner+Partner. Das Gebäude beherbergt ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ), eigenständige Facharztpraxen sowie Fachbereiche des Krankenhauses.

In Steele geht deutschlandweit eines der ersten roboterassistierten Operationsysteme „da Vinci SI" in Betrieb.

2010

Beginn der Kernsanierung aller Stationen in Rüttenscheid. In Steele wird ein neuer Anbau eröffnet, in dem unter anderem moderne Operationssäle und das Labor Platz finden. 2011 folgt die Modernisierung der Eingangshalle und der Zentralen Notaufnahme in Steele.

2013

In Steele wird die neue Komfortstation 5A eröffnet. In Rüttenscheid entsteht eine moderne Endoskopie für bis zu 8.000 Untersuchungen im Jahr.

2016

Steele bekommt eine neue Großküche. Geführt von der Kostbar GmbH werden beide Häuser des Alfried Krupp Krankenhaus sowie einige Altenheime mit frisch zubereiteten Speisen im Cook&Chill-Verfahren beliefert.

2018

Eine hochmoderne Zentrale Sterilgutversorgung (ZSVA) geht nach zweijähriger Bauzeit an den Start und versorgt beide Häuser effizient mit sterilen OP-Bestecken und Instrumenten.

2019

Die Pflegeschule zieht aus den Althäusern in Rüttenscheid in die größeren und modernisierten Schulräume in Steele.

Die weltweit erste biplane Angiographieanlage „Artis icono“ wird in der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie eingeführt.

Steele erhält einen neues roboterassistiertes Operationssystem „da Vinci XI“.

2020

Das Alfried Krupp Krankenhaus feiert sein 150-jähriges Bestehen. Die weltweite Corona-Pandemie stellt das Krankenhaus vor neue Herausforderungen und verhindert die Ausrichtung jeglicher Feierlichkeiten im Jubiläumsjahr. 

Die Umstellung auf die digitale Patientenakte Kardex Digital ist abgeschlossen.

In Steele beginnen die Modernisierungsarbeiten mit der Station 4B.

2021

In der Elektrophysiologie in Rüttenscheid wird bei Vorhofflimmern das neue, schonendere Verfahren der Elektroporation/ Pulsed Field Ablation (PFA) eingesetzt. Die Abteilung war an der Entwicklung des Verfahrens maßgeblich beteiligt.

2022

Mehr als die Hälfte des Steeler Hauses ist nun mit modernen Zwei-Bett-Zimmern mit eigenem Bad ausgestattet. Alle neuen Stationen verfügen über einen zentralen Empfang, Kaffeelounge, neue Dienstzimmer und Pausenräume.

Priv.-Doz. Dr. med. Stephan Buse, Chefarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie, wird im Mai zum Ärztlicher Direktor ernannt.

Die Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe stellt betriebsbedingt ihre Arbeit zum 30. Juni 2022 ein.

Die Schule für Operationstechnische Assistenten (OTA) wird staatlich anerkannt.

Das Alfried Krupp Krankenhaus investiert über 1,5 Millionen Euro in einen neuen Linearbeschleuiger für die High-Tech-Strahlentherapie.

2023

Das neue Zentrum für Schmerzmedizin eröffnet mit 16 stationären Behandlungsplätzen in Essen-Steele.

Der neue Schockraum in Essen-Rüttenscheid geht in Betrieb. Damit ist der umfangreiche Umbau der Zentralen Notaufnahme abgeschlossen.

Mit "Operation Zukunft" startet ein Bauprojekt zur Erweiterung der OP-Kapazitäten um vier moderne Säle in der 7. Etage in Rüttenscheid. Die Investitionen liegen bei 8,5 Millionen Euro.

Das Alfried Krupp Krankenhaus Steele (Evangelisches Krankenhaus Lutherhaus gemeinnützige GmbH) stellt am 16. Oktober 2023 einen Antrag auf Eröffnung eines Schutzschirmverfahrens. Auslöser sind insbesondere gesundheitspolitische Gegebenheiten, wie die nicht auskömmliche Krankenhausfinanzierung bei hohen Inflations- und Tarifkosten. Das Alfried Krupp Krankenhaus Rüttenscheid (Alfried Krupp von Bohlen und Halbach Krankenhaus gemeinnützige GmbH) ist nicht betroffen.

2024

Sanierungsverfahren erfolgreich: Das Amtsgericht Essen bestätigt den Insolvenzplan für das Alfried Krupp Krankenhaus in Steele. Es ist gelungen eine zukunftsfeste Strategie zu entwickeln. Das rechtliche Verfahren ist zum 31. März 2024 beendet worden. Das Schutzschirmverfahren ist aufgehoben.

Susanne Diefenthal und Dr. rer. oec. Michaela Lemm übernehmen gemeinsam die Geschäftsführung im Alfried Krupp Krankenhaus. Dr. med. Günther Flämig, der seit 2011 als Geschäftsführer in Rüttenscheid und Steele tätig war, ist auf eigenen Wunsch Ende März 2024 aus der Geschäftsführung ausgeschieden.

Die Mitarbeiter des Alfried Krupp Krankenhaus erhalten für ihre vorbildliche Händehygiene auch 2024 wieder die Goldmedaille der Aktion Saubere Hände.

Ärzteteam der 1920er-Jahre

Diakonissinnen im Lutherhaus der 1960er-Jahre

Pflegeteam der 1970er-Jahre

Moderne Dienstkleidung heute

Patientenzimmer der 1980er-Jahre

Modernes Wahlleistungsszimmer

Operationssaal 1934

Operationssaal der 1980er-Jahre

Moderner Operationssaal mit da Vinci-Roboter

Ärzteteam der 1920er-Jahre