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Diagnose und Therapie der Moyamoya-Erkrankung

Leitender Oberarzt
Priv.-Doz. Dr. med. Markus Krämer

Telefon 0201 434-41435
Telefax 0201 434-2873
termine-neurologie@krupp-krankenhaus.de

Die sehr seltene Moyamoya-Erkrankung stellt einen besonderen klinischen und wissenschaftlichen Schwerpunkt der Klinik für Neurologie und der Klinik für Neurochirurgie des Alfried Krupp Krankenhaus dar.

Die Moyamoya-Erkrankung ist durch eine Verengung oder einen Verschluss von Hirngefäßen gekennzeichnet, im Regelfall der Arteria carotis interna und der Arteria cerebri media. Dies kann Ursache eines Schlaganfalls im jungen Alter sein.

Zur Diagnose und Behandlung von Moyamoya besteht eine enge Kooperation zwischen der Klinik für Neurologie, der Klinik für Neurochirurgie und der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie. Wissenschaftlich bestehen Kooperationen zu anderen deutschen und internationalen Arbeitsgruppen.

Eine ausführliche Darstellung unserer Behandlungsmethoden bei Moyamoya finden Sie hier (PDF).

Was ist die Moyamoya-Erkrankung und das Moyamoya-Syndrom?

Unter einem Moyamoya-Phänomen versteht man die zunehmende Verengung und den Verschluss des Endabschnitts der inneren Halsschlagader im Bereich des Gehirns und der angrenzenden Hirngefäße.

Der Name Moyamoya (japanisch für Wölkchen, Rauchschwade) deutet auf die Umgehungskreisläufe (Kollateralen) der Hirngefäße hin. Diese sind netzartig aufgebaut und stellen sich in der Katheterdarstellung der Hirngefäße (Angiografie) wolkenartig dar. Wenn die Blutversorgung dieser Umgehungskreisläufe nicht ausreicht, kann es zu kurzzeitigen Durchblutungsstörungen (TIAs / flüchtige Ischämien) oder zu Schlaganfällen kommen. Außerdem können Kopfschmerzen, Epilepsien und Hirnblutungen auftreten. Die Erkrankung tritt häufiger bei asiatischen Patienten, vor allem in Japan und Korea auf und gilt bei nicht-asiatischen Patienten als sehr selten. Bei Moyamoya ist keine entstehende Ursache bekannt. Gerade bei europäischen Patienten besteht hoher Forschungsbedarf.

Das Moyamoya-Syndrom tritt parallel zu weiteren Erkrankungen wie Arteriosklerose, zerebraler Vaskulitis, früher Schädelbestrahlung, Neurofibromatose oder Trisomie 21 auf und wird wahrscheinlich durch diese verursacht. Die Diagnose des Moyamoya-Syndroms erfordert besondere Methoden wie Kernspintomographien (MRT) sowie Angiographien und spezielle Ultraschalluntersuchungen der Hirngefäße. Oft ist eine detaillierte neurologische Diagnostik inklusive Nervenwasseruntersuchung notwendig.

Von Priv.-Doz. Dr. med. Markus Krämer ist im April 2014 das Buch „Moyamoya-Syndrom und Moyamoya-Erkrankung" erschienen. Der Ratgeber für Betroffene, Angehörige und Interessierte ist beim Deutschen Medizin Verlag erhältlich: www.dmv-direkt.de/Moyamoya/

Leseprobe: Moyamoya-Syndrom und Moyamoya-Erkrankung – Informationen für Betroffene, Angehörige und Interessierte, Markus Krämer (Hg.), Nadia Khan, Frank Diesner und Constantin Roder, dmv 2014 (PDF)

Behandlung von Moyamoya

Konservative Behandlung

Die nicht-operative Behandlung der Moyamoya-Erkrankung besteht oft aus der Verabreichung einer blutverdünnenden Medikation. Aufgrund der Seltenheit der Erkrankung stützt sich diese Behandlung auf Erfahrungen. Gesicherte Studienergebnisse gibt es bislang nicht. Das Hauptaugenmerk liegt deshalb auf der Behandlung von vergesellschafteten Erkrankungen oder Problemen. Einige Patienten mit Moyamoya-Erkrankung oder Moyamoya-Syndrom entwickeln eine Epilepsie. Diese Erkrankung sollte zusammen mit dem Neurologen behandelt werden und der Patient sollte lernen, die epileptischen Beschwerden von kurzzeitigen Durchblutungsstörungen zu unterscheiden. Nach Durchblutungsstörungen des Gehirns kann eine intensive Krankengymnastik, Sprachtherapie (Logopädie) und Psychotherapie oder das Erlernen von Entspannungsverfahren sinnvoll sein. Besonders wichtig ist es, dass der Patient - unterstützt durch seinen behandelnden Arzt - individuelle Faktoren identifiziert, die Durchblutungsstörungen triggern und diese dann zu vermeiden versucht.

Operative Behandlung

Die Entscheidung für eine operative Behandlung der Moyamoya-Erkrankung oder des Moyamoya-Syndroms treffen Sie als Patient gemeinsam mit Ihrem Ärzteteam auf Basis Ihres Krankheitsverlaufes, der Kathetherangiographie, spezieller MRT-Aufnahmen und der Duplexsonographie. Im Alfried Krupp Krankenhaus besteht langjährige Expertise sowohl für die indirekte wie direkte Revaskularisationsoperation (Bypass).

Eine ausführliche Darstellung unserer operativen Behandlungsmethoden bei Moyamoya finden Sie hier (PDF).

Behandlungsteam Moyamoya
Priv.-Doz. Dr. med. Markus Krämer

Leitender Oberarzt

Priv.-Doz. Dr. med. Markus Krämer
Leitender Oberarzt

Facharzt für Neurologie

Qualifikationen und Schwerpunkte

  • Neuroimmunologie, insbesondere Multiple Sklerose, zerebrale Vaskulitits, Juveniler Schlaganfall, Moyamoya-Erkrankung
  • Leitung Multiple Sklerose-Ambulanz
  • Neurologische prästationäre Ambulanz

Publikationsliste

Telefon 0201 434-41435
Telefax 0201 434-2377

markus.kraemer@krupp-krankenhaus.de

 

 

Dr. med. Frank Diesner

Geschäftsführender Oberarzt

Dr. med. Frank Diesner

Geschäftsführender Oberarzt

Facharzt für Neurochirurgie

Qualifikationen und Schwerpunkte

  • Spezielle Neurochirurgische Intensivmedizin
  • Zertifikat Vaskuläre Neurochirurgie (DGNC)
  • Fachkunde Strahlenschutz

Telefon 0201 434-41192
Telefax 0201 434-2378

frank.diesner@krupp-krankenhaus.de

Kontakt

Klinik für Neurologie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

Notfall-Nummer: 0201 434-1

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