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Endonasale mikroendoskopische Chirurgie

Im Schwerpunkt endonasale mikroendoskopische Chirurgie bietet die Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie folgende Verfahren an:

  • Septumplastik
  • Nasennebenhöhlenchirurgie
  • Ballondilatation der Nasennebenhöhlen (Balloon Sinuplasty)
  • Chirurgie der ableitenden Tränenwege
  • Pansinusoperationen bei Polyposis nasi
  • Radiofrequenztherapie der Nasenmuscheln
  • Versorgung von Liquorfisteln und Epistaxis 

Septumplastik

Die Septumplastik dient der Begradigung der Nasenscheidewand und der Nasenmuschelbehandlung. Doch wann ist ein solcher Eingriff notwendig?

Eine normal funktionierende Nasenschleimhaut ist Voraussetzung für die wesentlichen Funktionen der Nase: Klimatisierung der Atemluft, Riechvermögen, Reflexsteuerung und Abwehr.

Die beiden häufigsten Ursachen für eine Behinderung der Nasenatmung sind eine Verkrümmung der Nasenscheidewand (= Septumdeviation), ihre ausladende Deformierung (= Leisten- und Spornbildung) sowie eine abnorme Volumenzunahme der nasalen Schleimhaut, die an einer deutlichen Volumenzunahme der Schwellkörper der Nase erkennbar wird (= Hyperplasie der Nasenmuscheln).

Um die Nasenluftpassage zu normalisieren, bedarf es eines korrigierenden operativen Eingriffs. Bei der Begradigung der Nasenscheidewand (= Septumplastik) wird unter Schonung der Septumschleimhaut der verbogene Knorpel / Knochen entfernt, begradigt und einem Mosaik ähnlich wieder eingesetzt. Nach entsprechender Schienung wächst die Nasenscheidwand wieder gerade zusammen. Bei Bedarf wird gleichzeitig eine operative Verkleinerung der Nasenmuscheln (Konchotomie, hintere Enden-Operation) durchgeführt.

Nasenmuschelbehandlung

Beim Vorliegen einer Hyperplasie der unteren Nasenmuscheln erfolgt gleichzeitig auch deren Behandlung. Zur Verbesserung der Nasenatmung und der Belüftung des Nasenrachenraumes werden die Nasenmuscheln ein wenig beiseite gedrängt (Lateralfrakturierung) und durch ein schleimhautschonendes Verfahren zum Schrumpfen gebracht (Muschelkaustik).

Im Kindesalter ist die Rachenmandel (adenoide Vegetationen, Adenoide) sehr oft vergrößert (Hyperplasie der Rachenmandel). Bei vererbter Veranlagung und weiteren noch nicht genau bekannten Faktoren (bakterielle Entzündung, Allergien etc.) kommt es zur Ausbildung besonders großer Adenoide, die den Nasenrachenraum teilweise oder sogar vollständig verlegen.

Oft ist die Hyperplasie mit einer chronisch-rezidivierenden Entzündung der Rachenmandel vergesellschaftet, die die Verlegung des Nasenrachenraumes verstärkt und weitere Infekte in der Nachbarschaft fördert (akute Mittelohrentzündung, akute Tonsillitis). Die Folge dieser Verengung sind neben der Nasenatmungsbehinderung eine permanent bestehende eitrige nasale Sekretion, Näseln, Mundatmung und Schlafstörungen mit nächtlichen Atemaussetzern. Es kann zu Konzentrations- und Gedächtnisstörungen kommen.

Durch die Hyperplasie der Rachenmandel kommt es gleichzeitig zur Verlegung der Öffnungen der Eustachischen Röhre (Ohrtrompete), einer Verbindung zwischen dem Nasenrachenraum und der Paukenhöhle, über die das Mittelohr belüftet wird. Es entsteht Unterdruck in den Paukenhöhlen mit Ausbildung eines Ergusses, der zunächst flüssig (Serotympanon) und schließlich zähschleimig (Mucotympanon, "glue ear") wird. Folge hiervon ist eine anhaltende Hörminderung (Schalleitungs-Schwerhörigkeit) und mittelfristig resultierende Verzögerung der Sprachentwicklung mit entsprechenden negativen sozialen Folgen.

Komplizierend treten hierzu immer wieder auftretende akute Mittelohrentzündungen, es kann zum Einwachsen des Trommelfells in die Paukenhöhle und schließlich zur Ausbildung eines Adhäsivprozesses kommen. Im Erwachsenenalter kann eine Disposition für die chronische Mittelohrentzündung entstehen.

Wenn eine konservative Therapie auf Dauer keinen Erfolg zeigt, ist die Entfernung der Rachenmandel (Adenotomie) die Therapie der Wahl. Beim Vorliegen einer Hyperplasie der unteren Nasenmuscheln erfolgt gleichzeitig auch deren Behandlung. Zur Verbesserung der Nasenatmung und der Belüftung des Nasenrachenraumes werden die Nasenmuscheln ein wenig beiseite gedrängt (Lateralfrakturierung) und durch ein schleimhautschonendes Verfahren zum Schrumpfen gebracht (Muschelkaustik).

Zum Zeitpunkt des Eingriffs werden auch die Gehörgänge / Trommelfelle inspiziert (Otoskopie). Sollte ein Paukenerguß bestehen, so wird er durch einen kleinen Schnitt in das Trommelfell (Parazentese) abgesaugt. Trommelfellschnitte verkleben und verwachsen meist innerhalb weniger Tage. Bei schweren und hartnäckigen Ergüssen sorgen wir dafür, dass sie länger offen bleiben. So wird eine längere Drainage und Belüftung der Paukenhöhle gewährleistet.

Bei immer wiederkehrenden Paukenergüssen und in Fällen, in denen eine Paukenbelüftung "von außen" über mehrere Wochen und Monate erforderlich wird, werden in die Trommelfellöffnungen kleine Gold- oder Kunststoffröhrchen (Paukenröhrchen) eingesetzt. Zum gegebenen Zeitpunkt können sie dann vom HNO-Arzt entfernt werden.

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Nebenhöhlenchirurgie

Belüftungs- und Drainagestörungen des Nasennebenhöhlen-Systems (NNH) können bei entsprechender Veranlagung zu rezidivierenden akuten Entzündungen oder aber zur chronischen Nasennebnehöhlen-Entzündung führen. Bei der chronischen und der chronisch-polypösen Entzündung der NNH ist es in aller Regel erforderlich, dass die Drainage und Belüftung der befallenen Nasennebenhöhle(n) durch einen operativen Eingriff (Kieferhöhlenfensterung, Ostien-Operation, Pansinusoperation) verbessert werden. Im Falle der chronisch-polypösen NNH-Entzündung (Polyposis nasi et sinuum) muß die entsprechende Nasennebnehöhle von Polypen befreit werden, wobei nur die Schleimhautanteile entfernt werden, die sich nicht mehr erholen können.
 
Bereits seit den 1960er Jahren verfolgt unsere Klinik in immer weiter verfeinerter Art und Weise das Verfahren der endonasalen, endoskopisch-mikroskopisch kontrollierten Chirurgie der Nasennebenhöhlen und verfügt daher über sehr viel Erfahrung auf diesem Gebiet.

Chirurgie der ableitenden Tränenwege

Den ganzen Tag über produzieren Tränendrüsen eine Flüssigkeit, die die Binde- und Hornhaut des Auges befeuchtet und ernährt. Die Tränenflüssigkeit fließt über die Tränenkanälchen, die jeweils im Ober- und Unterlid münden, in den Tränensack und von dort aus schließlich über den Tränen-Nasengang in den unteren Nasengang der Nasenhaupthöhle.

Durch Verklebungen und Vernarbungen der Tränenwege (Tränenwegsstenose), die angeboren sein können, oder auch nach Entzündungen und nach Unfällen auftreten können, aber auch durch Steinbildung kommt es zur Störung des natürlichen Tränenflusses. Die Folge hiervon ist ein andauerndes, lästiges Tränenträufeln. Sollten Wiedereröffnungsversuche (Sondierung des Tränenpünktchens, wiederholte Spülungen) nicht zum Offenbleiben der Abflusswege führen, so kann in den meisten Fällen der Tränenabfluss über einen endonasalen Eingriff (Dacryo-Cysto-Rhinostomie) dauerhaft erzielt werden. Ohne dass von außen erkennbare Narben entstünden, wird bei diesem mikroskopisch kontrollierten Eingriff in Vollnarkose ein Kanal zwischen dem Tränensack und der Nasenhaupthöhle hergestellt, der den Tränenabfluß aus dem Tränensack langfristig ermöglicht.

Kontakt

Klinik für  HNO-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

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Sekretariat
Ingrid Möller

Telefon 0201 434-2562
Telefax 0201 434-2370

hno@krupp-krankenhaus.de

 

 

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