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Schlafbezogene Atmungsstörungen/ Schnarchen

Schlafapnoe (periodisch auftretende Atemstörungen im Schlaf) und Schnarchen können den Schlaf des Menschen beeinträchtigen. An der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie können diese Probleme diagnostiziert und behandelt werden.

Das Leistungsspektrum der Klinik umfasst hier

  • Propofol-induzierte, endoskopische Schlafdiagnostik
  • Uvulopalatopharyngoplastik (operativer Eingriff bei Schnarchen und Schlafapnoe)
  • Radiofrequenzhyperthermie (Somnoplastik) von Gaumen und Zunge
  • Laserchirurgie des Rachenraumes
  • Zungenschrittmacher

Schnarchen und Schlafapnoe

Wer denkt, getrennte Schlafzimmer sind immer ein Zeichen für eine angespannte Beziehungsphase, irrt. Nicht selten liegt die nächtliche Trennung schlicht daran, dass von einem der Partner eine ungeheure Lärmbelästigung ausgeht. 

Fast jeder zweite Bundesdeutsche produziert Schlafgeräusche, die mal mehr oder weniger laut oder sogar gesundheitsgefährdend sind. Für den Schnarcher besteht Handlungsbedarf, wenn es dabei zu Atemstillständen kommt. Der Fachausdruck dafür heißt Schlafapnoe. Apnoe stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „ohne Atem". Gefährlich ist die Schlafapnoe, weil die Atemaussetzer im Schlaf sich zu länger andauernden, bedrohlichen Atemstillständen ausdehnen können. Das kann unter anderem zu Kopfschmerzen sowie ständiger Übermüdung führen und lässt das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko steigen.

Konventionell wird die obstruktive Schlafapnoe meist erfolgreich mit einer Schlafmaske, der sogenannten CPAP-Maske behandelt, die durch eine nächtliche Überdruckbeatmung einen Atemstillstand verhindert. Für nicht wenige Patienten ist dies jedoch eine eher unkomfortable Lösung. Alternativen waren bislang ein Schienensystem, das individuell nach Abformung der Zähne gefertigt, die Einengung des Rachenraums verringert und die Atemwege während des Schlafes mechanisch offen hält oder operative Eingriffe.

Am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen gibt es für Patienten, die mit den konventionellen Therapieverfahren nicht erfolgreich therapiert werden konnten, nun eine neue Möglichkeit: die Implantation eines Zungenschrittmachers.

Zungenschrittmacher

Für Patienten, deren Schnarchen/ Schlafapnoe mit den konventionellen Therapieverfahren nicht erfolgreich therapiert werden konnten, kann die Implantation eines Zungenschrittmachers eine gute Alternative darstellen. 

In Frage kommt diese Therapie für Patienten, bei denen die Ursache ihrer Probleme eine Erschlaffung und damit das Zurücksinken der Zunge während des Schlafes ist. Der Zungenschrittmacher bietet eine große Chance auf einen gesunden Schlaf – allerdings nur für Patienten, die bestimmte Kriterien erfüllen. Starkes Übergewicht oder Herzinsuffizienz sollten ausgeschlossen sein.

Sind die Voraussetzungen für die Implantation gegeben, kann der Zungenschrittmacher ähnlich wie ein Herzschrittmacher eingesetzt werden. Unter dem Schlüsselbein angebracht, misst das Gerät über einen Sensor zwischen den Rippen den Druck der Lunge, und sendet bei der Einatmung per Kabel ein Signal an einen Hirnnerv unter der Zunge. Ausgelöst durch diesen sanften Impuls spannt sich die Muskulatur der Zunge regelmäßig wieder an und verhindert ihr Zurücksinken und öffnet so die Atemwege. Ergebnis: Ein freies Atmen und ein ruhiger Schlaf werden wieder möglich.

Ausgetauscht werden muss der Schrittmacher alle acht bis zehn Jahre. Die Kosten für die Implantation belaufen sich auf circa 20.000 Euro und werden heute noch nicht von allen Krankenkassen übernommen. Chefarzt Dr. med. Winfried Hohenhorst, der bereits vor acht Jahren den ersten Zungenschrittmacher implantiert hat und maßgeblich an der ersten weltweiten Mulitcenterstudie beteiligt war, bietet mit seinem Team - neben nur vier weiteren Kliniken in Deutschland - diese Therapie an. 

Für weitere Informationen zum Zungenschrittmacher wenden Sie sich gern an das Team der Klinik für HNO-Heilkunde, Kopf- und Halschirurgie.

Kontakt

Klinik für  HNO-Heilkunde,
Kopf- und Hals-Chirurgie

Alfried Krupp Krankenhaus
Rüttenscheid
Alfried-Krupp-Straße 21
45131 Essen

Anfahrt

Sekretariat
Ingrid Möller

Telefon 0201 434-2562
Telefax 0201 434-2370

hno@krupp-krankenhaus.de

 

 

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