Gedächtnissprechstunde und Neuropsychologisches Labor

Leiter des Neuropsychologischen Labors:
Prof. Dr. rer. nat. Dipl.-Psych. Rolf R. Diehl

Telefon 0201 431-41435
Telefax 0201 434-2377
rolf.diehl@krupp-krankenhaus.de

Teamleitung Demenzmanagement „Blauer Punkt"
Susanne Johannes
susanne.johannes@krupp-krankenhaus.de

Terminvergabe:
Rositha Borgstedt
Telefon 0201 434-41435
rositha.borgstedt@krupp-krankenhaus.de

Wenn man bei sich selbst oder bei einem Angehörigen eine gesteigerte Vergesslichkeit andere kognitive Probleme bemerkt, können sich dahinter zahlreiche Ursachen verbergen, die einer unterschiedlichen Behandlung bedürfen.

Demenzabklärung und Demenzberatung „Blauer Punkt“

Die wichtigsten Ursachen sind die „leichte kognitive Störung“ (LKS), die oft gutartiger Natur ist und dann im Verlauf zu keinen schwereren kognitiven Ausfällen führt. Eine LKS kann sich aber im Verlauf durchaus auch in eine Demenz wandeln, die durch mehr oder weniger starke Beeinträchtigungen im Alltag gekennzeichnet ist.

Kognitive Störungen können bei älteren Menschen auch im Rahmen schwerer körperlicher Erkrankungen wie Lungenentzündungen oder metabolischen Entgleisungen auftreten. Dann spricht man von einem Delir, das oft (aber nicht immer) mit erfolgreicher Behandlung der Grunderkrankung wieder verschwindet. Schließlich können auch Depressionen oder Stressfaktoren die geistige Leistungsfähigkeit in Mitleidenschaft ziehen (sogenannte Pseudodemenz).

Klärung der Gedächtnisstörung

Das Ziel einer neuropsychologischen Untersuchung besteht zunächst darin, die subjektiv geklagten Beschwerden zu objektivieren. In einem zweiten Schritt soll dann die Ursache geklärt werden (LKS, Demenz, Delir, Pseudodemenz).

Im Falle eines Demenzverdachtes sind dann in der Regel weitere Untersuchungen wie Kernspintomographie (MRT), Labor- und Liquoranalysen erforderlich, um die eigentliche Demenzursache (zum Beispiel Alzheimerkrankheit, Parkinsonkrankheit, Vaskuläre Demenz) zu erkennen.

Je nach Demenzursache empfehlen wir therapeutisch den Einsatz von sogenannten Antidementiva (vor allem bei Alzheimer-Demenz). Bei einigen Demenzformen mit im Vordergrund stehenden Verhaltensstörungen verordnen wir bestimmte Psychopharmaka.

Unsere spezialisierten Demenz-Nurses vom Demenzmanagement „Blauer Punkt“ stehen den Betroffenen und den Angehörigen für Beratungen für eine angemessene Alltagsgestaltung, Vermittlung von Demenzpflegeprinzipien und zur Information über ambulante Unterstützungsmöglichkeiten zur Verfügung.

Untersuchungen im Autonomen und Kipptischlabor können ambulant über die Ermächtigungsambulanz von Professor Berlit mit Überweisung vom Neurologen oder zur Indikationsüberprüfung eines stationären Aufenthaltes prästationär mit Einweisung vom Hausarzt oder Neurologen erfolgen.

Demenzmanagement Blauer Punkt: Patienten- und Angehörigenberatung (PDF)