Shunt-Intervention? Am liebsten mit Ultraschall

Im Februar 2026 hat Dr. med. Christian Jacke den Posterpreis des 14. Westdeutschen Gefäßsymposium in Oberhausen gewonnen. Thema: ultraschallgestützte Interventionen bei Dialyse- und Apharese-Shunts.

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Verschlossene oder verengte Dialyse-Zugänge werden in der Abteilung für Angiologie des Alfried Krupp Krankenhaus rein ultraschallgeführt behandelt – sofern keine zusätzliche chirurgische Indikation vorliegt. Das Team um Dr. med. Christian Jacke verzichtet damit vollständig auf Röntgenstrahlen und Kontrastmittel. Inzwischen wurden mehr als 300 Patienten erfolgreich behandelt.

Dialyse-Patienten benötigen immer dann eine „Shunt-Intervention“, wenn sich ihr chirurgisch angelegter Zugang zur Blutwäsche (Dialyse-Shunt) zu verschließen droht. Mit Rücksicht auf die erkrankten Nieren ist es von großem Vorteil, diese Intervention ohne Kontrastmittel durchzuführen.

„Wir tun dies bewusst bei allen Patienten“, erklärt Dr. med. Christian Jacke, „also nicht nur bei „einfachen“ Fällen, sondern auch in komplexen Konstellationen.“ Heißt: Alle Patienten erhalten eine individuelle und maßgeschneiderte Therapie, die von der einfachen PTA über moderne Stenosebehandlungen mit beschichteten Ballons bis hin zum Einsatz spezieller Kathetersysteme und Fräsen reichen kann. 

„Bei 17 Prozent unserer Patienten liegen vollständige Shunt-Verschlüsse vor, die wir regelmäßig mit dem sogenannten „Cleaner“ behandeln“, so Dr. med. Christian Jacke. „Grundlage dafür ist die enge Verbindung aus einem hoch engagierten interdisziplinären Team, konsequenter Ultraschall-Expertise auf DEGUM-III-Niveau und moderner Ultraschalltechnik der Spitzenklasse. So erreichen wir eine Erfolgsrate von 98 Prozent – ein exzellentes Niveau.“

In der Klinik für Gefäßchirurgie und Angiologie sind ultraschallgeführte Katheterverfahren somit zum Standard geworden. Das kommt bei den Patienten gut an, da die Technik ohne zeitlichen Aufschub, ohne Notwendigkeit zur Narkose oder Regionalanästhesie, unabhängig von Kaliumwerten, ohne vorangehende Dialyse und ohne chirurgische Wunde oder Verkürzung der Punktionsstrecke auskommt. 

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