Der Medizintipp: Die Bedeutung des PSA-Wertes

Dr. med. Joschka Krude
Oberarzt
Klinik für Urologie und urologische Onkologie

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Der PSA-Wert spielt eine wichtige Rolle bei der Diagnose und Nachsorge von Prostatakrebs. Ein erhöhter PSA-Wert bedeutet aber nicht automatisch, dass eine Tumorerkrankung vorliegt. Dr. med. Joschka Krude, Oberarzt der Klinik für Urologie und urologische Onkologie, klärt auf.

Die Abkürzung PSA steht für „Prostataspezifisches Antigen“ – einen Eiweißstoff, der in der Vorsteherdrüse (Prostata) des Mannes produziert wird. PSA dient der Verflüssigung des Ejakulates und befördert damit die Schwimmfähigkeit der Spermien.

Hören wir den Begriff „PSA“ denken wir jedoch häufig zuerst an Prostatakrebs – denn der PSA-Wert ist heute eine wichtige Kennzahl bei der Diagnose von bösartigen Tumoren in der Prostata. Eine Tumorerkrankung der Prostata führt zu einem erhöhten PSA-Wert, der über die Konzentration im Blut gemessen werden kann.

Doch bedeutet ein erhöhter PSA-Wert wirklich gleich Krebs?

„Nein“, sagt Dr. med. Joschka Krude. „Es gibt viele Ursachen, warum der PSA-Wert erhöht sein kann. Nicht nur der Prostatakrebs sondern auch Entzündungen und gutartige Vergrößerungen der Prostata oder ganz banale Dinge wie Fahrradfahren können den PSA-Wert erhöhen.“

Wird im Rahmen der Krebsvorsorge (bei Männern ab 45 Jahren) ein erhöhter PSA-Wert festgestellt, sollte dennoch immer überprüft werden, ob eine Erkrankung die Ursache für die erhöhten Werte ist. Eine Biopsie bringt hier Klarheit. Dabei werden der Prostata Gewebeproben entnommen, die anschließend pathologisch untersucht werden. „Der Pathologe schaut sich das Gewebe an und kann  einwandfrei feststellen, ob es sich um gutartiges Gewebe oder um einen Tumor handelt“, erklärt Dr. med. Joschka Krude.

Wird Prostatakrebs festgestellt, kann dieser bei frühzeitiger Erkennung gut behandelt werden. Bei der Nachsorge ist der PSA-Wert dann abermals eine wichtige Maßzahl zur Kontrolle des langfristigen Behandlungserfolges.

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