Ultrahochauflösende Karte ermöglicht noch besseres Verständnis und Therapie von Herzrhythmusstörungen

Durch elektrophysiologische Verfahren ist es möglich, Patienten mit allen Formen von Herzrhythmusstörungen, insbesondere Vorhofflimmern und –flattern, sowie lebensbedrohlichen schnellen Herzrhythmusstörungen erfolgreich zu behandeln.

Bei dieser elektrophysiologischen Untersuchung wird eine dreidimensionale Landkarte (englisch: map) des Herzens erstellt, die ein besseres Verständnis der zugrundeliegenden Herzrhythmusstörung ermöglicht. Aufgrund technischer Fortschritte beim sogenannten dreidimensionalen Mapping nimmt dieses mittlerweile eine zentrale Rolle ein. Am Alfried Krupp Krankenhaus in Essen werden alle Eingriffe schonend und weitestgehend ohne Röntgenstrahlen mit dieser Methode durchgeführt. 

Durch den Einsatz neuer ultra-hochauflösender Katheter (Foto) wie dem PentaRay®-Katheter, ist es den behandelnden Ärzten möglich, die elektroanatomischen Informationen des Herzens und somit den Ursprung der Herzrhythmusstörungen farblich hervorgehoben und millimetergenau abzubilden. Dieser Diagnostik-Katheter besteht aus fünf Armen und wird im Herzen platziert. Innerhalb weniger Minuten können so mehrere Tausend diagnostische Signale als dreidimensionale Karte dargestellt werden. „So kann die Behandlung der Herzrhythmusstörung für den Patienten noch schneller, sicherer und effektiver durchgeführt werden“, erklärt Priv.-Doz. Dr. med. Nico Reinsch, Oberarzt der Abteilung für Elektrophysiologie.

Sämtliche Eingriffe sind problemlos über die Leistenvene möglich und bedürfen keiner Vollnarkose. Der Patient kann in der Regel zwei Tage nach dem Eingriff entlassen werden. 

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