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Erkrankungen der Prostata - Bösartige Veränderung der Prostata

Prostata

Ist die Prostata bösartig erkrankt, muss sie komplett, das heißt mit Prostatakapsel und angrenzenden Lymphknoten entfernt werden.

In den meisten Fällen kann die Operation minimal invasiv (Schlüssellochtechnik) vorgenommen werden. In unserer Klinik wird dies mit dem roboterassistierten da Vinci-Operationssystem durchgeführt. Wenn möglich, erfolgt diese Operation in nervenschonender Technik.

Bei nur sehr wenigen Patienten muss die Prostata über einen offenen Bauchschnitt entfernt werden. Je nach Tumorstadium können wir auch eine Brachytherapie beziehungsweise Seed-Implantation (Einbringung von kleinen strahlenden, radioaktiven Teilchen in die Prostata) anbieten oder unsere Patienten in ein aktives Überwachungsprogramm (Active Surveillance) aufnehmen.

Video: ARTEMIS Fusionsbiopsie

Die Klinik für Urologie und urologische Onkologie bietet Patienten bereits seit 2015 eine sogenannte Präzisions-MRT-Ultraschall-Fusionsbiopsie der Prostata mit dem Artemis-System der Firma Eigen (USA) an.

Besonderheit hierbei ist, dass die Navigation durch ein semi-robotisches System unterstützt wird.

Exakte Prostata-Diagnostik mit ARTEMIS

Semi-robotische MRT-Fusionsbiopsie mit höchster Präzision

Bei klinischem Verdacht auf das Vorliegen eines Prostatakrebses werden bislang vom Enddarm her ultraschallgesteuert zwölf Gewebezylinder aus der Prostata entnommen und feingeweblich untersucht. Der Facharzt für Pathologie stellt dann anhand der Gewebeproben fest, ob ein Prostatakrebs vorliegt oder nicht.

Allerdings können bei der alleinigen ultraschallgesteuerten Probenentnahme kleinere Krebsherde übersehen werden, wodurch sich die korrekte Diagnosestellung verzögern kann.

Mit dem semi-robotischen System "Artemis" kann Prostatakrebs durch eine präzise Probenentnahme besser und früher diagnostiziert werden. Das Artemis-System ist in der Klinik für Urologie und urologische Onkologie bereits bei mehreren hundert Biopsien erfolgreich zum Einsatz gekommen.

Voraussetzung für die gezielte Diagnostik ist eine spezielle Röntgenuntersuchung (Prostata-Magnetresonanztomographie). Hier können auch kleinste tumorverdächtige Veränderungen in der Prostata vom Röntgenfacharzt erkannt und dem Urologen mitgeteilt werden.

Im Artemis-System werden dann die Röntgenaufnahmen aus der Prostata-Magnetresonanztomographie und die Live-Ultraschallbilder eines Siemens-Ultraschallgeräts der neuesten Generation als 3D-Modell verbunden ("fusioniert"). Der Urologe kann dann, vom Artemis-System semi-robotisch geleitet, gezielte Proben aus der tumorverdächtigen Region der Prostata entnehmen.

Die ärztlichen Mitarbeiter der Klinik für Urologie und urologische Onkologie des Alfried Krupp Krankenhaus in Essen verfügen über eine große Expertise im Bereich der Prostatadiagnostik. Der diagnostische Eingriff erfolgt üblicherweise ambulant unter ultraschallgesteuerter, örtlicher Betäubung (sogenannte Lokalanästhesie) und dauert etwa eine halbe Stunde. In besonderen Fällen kann die Biopsie auch in Vollnarkose durchgeführt werden (sogenannte Allgemeinanästhesie) - dann ist jedoch ein stationärer Aufenthalt von 24 Stunden erforderlich.

Kontakt

Klinik für Urologie und urologische Onkologie

Alfried Krupp Krankenhaus
Steele
Hellweg 100
45276 Essen

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Susanne Rottmann

Telefon 0201 805-1132
Telefax 0201 805-1131

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